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Roduchelstorf: Kossätenhaus, Geschichte und Radrouten

Unterkünfte in Roduchelstorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Roduchelstorf treffen ein außergewöhnlich altes Haus, Spuren verschiedener Epochen und beschriebene Radrouten aufeinander. Das gibt Ihrer Reiseplanung mehrere Anknüpfungspunkte: Sie können sich für die Geschichte der Dörfer interessieren, die Landschaft mit ihren historischen Grenzen betrachten oder Roduchelstorf im Verlauf einer Radtour kennenlernen.

Das Kossätenhaus von 1616

Die Gemeinde hebt das Kossätenhaus aus dem Jahr 1616 als ihre Sehenswürdigkeit hervor. Es gilt als Mecklenburgs ältestes erhaltenes Kossätenhaus. Das Gebäude steht noch an seinem ursprünglichen Standort und wurde vollständig mit originalen Baumaterialien restauriert. So kommen hier Alter, Standort und überlieferte Bauweise zusammen – konkrete Anhaltspunkte für alle, die sich für historische Wohnhäuser und das bauliche Erbe eines Ortes interessieren.

Auch die frühere politische Landkarte gehört zur Ortsgeschichte: Eine Staatsgrenze zwischen Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin trennte einst Rabensdorf und Roduchelstorf. Im Zusammenhang mit der Straße zwischen Lübeck und Schwerin veränderte sich später die Landschaft entlang der Strecke: Ihr Bau begann 1849/50 und brachte Veränderungen an Straßenführungen und Dorfbildern mit sich. Diese Entwicklungen geben der Ortsgeschichte unterschiedliche zeitliche Perspektiven, von der frühen Neuzeit bis zu Veränderungen im 19. Jahrhundert.

Archäologische Spuren und Landschaft

Weitere Funde reichen deutlich weiter zurück. Während der Bauarbeiten an der A20 nahe Roduchelstorf im Jahr 1997 entdeckten Archäologen Reste einer kaiserzeitlichen Siedlung, die auf ungefähr 200 n. Chr. datiert wird. Außerdem wurde nahe Roduchelstorf in einem Körpergrab ein teilweise erhaltenes Skelett aus slawischer Zeit gefunden. Zusammen mit dem Kossätenhaus von 1616 zeigen diese Funde, wie unterschiedliche historische Zeiträume mit dem Ort verbunden sind.

Die Dörfer Roduchelstorf, Rabensdorf und Cordshagen waren durch Moor-Feuchtgebiete und den Wald Papenhorst auf natürliche Weise voneinander getrennt. In den Feldern ist außerdem ein traditioneller Feldrain, ein sogenannter Knick, erhalten. Reste der alten Handelsroute in Richtung Rehna ergänzen dieses Landschaftsbild. Wer sich für die Entwicklung von Siedlungen und Wegen interessiert, findet hier neben dem historischen Gebäude auch Spuren, die sich über die Landschaft und die Verbindungen zwischen den Dörfern erschließen.

Radrouten mit unterschiedlichen Streckenrahmen

Roduchelstorf erscheint in zwei beschriebenen Routen. Die ADFC-Radroute Lübeck–Grevesmühlen führt weiter durch Cordshagen nach Roduchelstorf. Die Nordwestmecklenburg-Tour ist eine mehrtägige Strecke von Wismar nach Schönberg: Vor der Passage durch Roduchelstorf nutzt sie einen asphaltierten Radweg entlang der B104. Von Roduchelstorf folgt sie dem Radweg an der B104 Richtung Schönberg und quert erneut die A20.

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Damit unterscheiden sich die Angaben in ihrem Rahmen: Bei der ADFC-Route geht es um die Folge über Cordshagen nach Roduchelstorf; die Nordwestmecklenburg-Tour ist als mehrtägige Verbindung von Wismar nach Schönberg beschrieben und nennt den Verlauf an der B104. Das hilft Ihnen, die Routen nach ihrem genannten Verlauf und dem beschriebenen Zeitrahmen einzuordnen. Prüfen Sie vor dem Start die aktuelle Routenführung.

Die Reiseidee bei der Unterkunftssuche mitdenken

Wenn Sie Unterkünfte suchen, kann die geplante Ausrichtung Ihrer Reise den Ausschlag geben: Roduchelstorf verbindet als Reiseziel das Kossätenhaus und weitere historische Spuren mit beschriebenen Radrouten. Überlegen Sie, ob Sie den Schwerpunkt eher auf Bau- und Siedlungsgeschichte oder auf eine Radtour legen möchten. So lässt sich Roduchelstorf gezielter als Suchziel betrachten, ohne eine Unterkunft unabhängig von Ihren eigenen Reiseplänen auszuwählen.

Nordwestmecklenburg als größerer Rahmen

Nordwestmecklenburg als übergeordnetes Reiseziel umfasst im Norden das „Nordwestmecklenburgische Hügelland mit Wismarbucht“ und im Süden die „Westmecklenburgische Seenlandschaft mit Schweriner See“. Zum Landschaftsbild des Landkreises gehören außerdem Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen. Dieser größere Rahmen ergänzt die konkreteren Themen Roduchelstorfs: Die Landschaftsvielfalt Nordwestmecklenburgs lässt sich bei der weiteren Reiseplanung mit der Ortsgeschichte und den Radrouten abgleichen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Schönberger Land.