Menzendorf entdecken
Unterkünfte in Menzendorf
Menzendorf ist ein Angerdorf mit einer Durchgangsstraße. In der südlichen Hälfte ist die Form eines Bauerndorfs erhalten; dort sind die Gebäude radial in Rundlingsart angeordnet. Diese unterschiedlichen Ortsbilder bieten einen Einstieg in die Geschichte ländlicher Siedlungsformen. Menzendorf und seine Außenbereiche gelten als Gebiet für Erholung und Spaziergänge – ein Thema, das neben der Dorfgeschichte Platz für Zeit im Freien lässt.
Dörfer mit eigener Struktur
Rottensdorf ist der Rest eines kleinen Rundlings am Ufer des Menzendorfer Sees. Lübseerhagen wiederum ist ein Waldhufendorf, entstanden auf dem Gelände eines gerodeten Waldes; es gilt als einziges Dorf seiner Art. Seine Feldmark ist annähernd quadratisch und in acht lange Streifen geteilt, die quer zur Straße verlaufen. Angerdorf, Rundling und Waldhufendorf stehen damit für unterschiedliche Siedlungsformen. Wer sich für die Gliederung ländlicher Orte interessiert, kann hier verschiedene Muster nebeneinander betrachten, statt eine einzige Dorfstruktur als typisch für die ganze Gegend anzunehmen.
Baugeschichte und Kunst in der Lübseer Kirche
Die Lübseer Kirche ist ein romanischer Bau mit frühgotischen Elementen. Ihre Bauzeit wird mit 1236 bis 1263 angegeben; Ziegel stehen auf Granitfundamenten. Erstmals erwähnt wurde die Kirche 1263, restauriert wurde sie 1874. Im Inneren sind vier Lagen Wand- und Gewölbemalerei erhalten, von denen umfangreiche Reste freigelegt sind. Bei Restaurierungsarbeiten wurden außerdem Wandmalereien aus dem 13. bis 17. Jahrhundert entdeckt und freigelegt. Der frühere geschnitzte Altar befindet sich heute im Staatlichen Museum Schwerin.
Auch die Begräbnisstätten erzählen von Familiengeschichte: Auf dem Lübseer Friedhof befindet sich ein Grab der Siemens-Familie. Die Eltern von Werner von Siemens sind an der Nordwestseite der Kirche bestattet. Die Siemens-Familie lebte in Menzendorf als Gutspächter. Am Kirchhof verlaufen natürliche Wege unter Linden an Steinkreuzen und verblassten Inschriften vorbei. So stehen in der Lübseer Kirche Baugeschichte und Malerei neben den Spuren, die sich im Kirchhof und in der Ortsgeschichte finden.
Nordwestmecklenburg als übergeordneter Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Nordwestmecklenburg reicht das Landschaftsspektrum im Norden bis zum «Nordwestmecklenburgischen Hügelland mit Wismarbucht» und im Süden bis zur «Westmecklenburgischen Seenlandschaft mit Schweriner See». Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen prägen das Landschaftsbild des Landkreises.
Zu den Kulturorten in Nordwestmecklenburg gehört Schloss Gadebusch in Gadebusch. Das Renaissanceschloss stammt aus dem Jahr 1573 und gilt als seltenes Beispiel der mecklenburgischen beziehungsweise norddeutschen Backsteinrenaissance; hinzu kommen Reliefs im regionalen Johann-Albrecht-Stil. Einen anderen Akzent setzt das Landschaftsschutzgebiet Radegasttal: Es erstreckt sich auf etwa 600 Hektar zwischen dem südlichen Ortsrand von Rehna und dem Neddersee bei Gadebusch. Zum Schutzgebiet gehören der stark mäandrierende, naturnahe Verlauf der Radegast sowie angrenzende Grünlandbereiche, Röhrichte, Gehölze und Bruchwälder.
So richten Sie Ihre Suche an den Themen aus, die Sie auf der Reise näher kennenlernen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Roduchelstorf, Niendorf, Dassow, Selmsdorf, Lockwisch, Groß Siemz, Grieben, Papenhusen
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Schönberger Land.