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Zickhusen: Kirche, Gutsgeschichte und Radwegebezug

Unterkünfte in Zickhusen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Zickhusen spricht Reisende an, die Baugeschichte, Gutserbe und Radtouren in ihre Zielwahl einbeziehen möchten. Im Mittelpunkt steht eine klassizistische Kirche mit einer klaren historischen Abfolge und besonderen Ausstattungsdetails. Der ehemalige Oberforsthof und der Gutskomplex ergänzen diesen kulturellen Schwerpunkt; der Radwegeanschluss eröffnet einen anderen Blick auf die Reiseplanung.

Kirchenbau zwischen Vorgängerbau und Klassizismus

Die Zickhusener Kirche wurde von 1824 bis 1827 im Auftrag des mecklenburgischen Großherzogs errichtet und am 10. Oktober 1830 geweiht. Sie ersetzte eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, die neben dem Dorfteich stand. So lässt sich ihre Geschichte entlang dreier Stationen betrachten: dem älteren Kapellenbau, dem Neubau und der späteren Weihe. Die Kirche zählt zu den wenigen klassizistischen Sakralbauten innerhalb der Evangelischen Kirche in Mecklenburg-Vorpommern.

Architektonisch ist sie ein Hallenbau mit halbkreisförmigem Altarraum. Die klare Grundform und der gerundete Abschluss setzen unterschiedliche Akzente innerhalb des Kirchenraums. Am Turm gehören eine Glocke und ein vergoldetes Kreuz zu den markanten Bauelementen. Zusammen bieten Bauform und Turm konkrete Anknüpfungspunkte für alle, die sich bei einer Reise besonders für Architektur und historische Kirchen interessieren.

Decke, Ausstattung und Kunst

Im Inneren prägt eine bemalte Kassettendecke den Raum. Die Ausstattung stammt in wesentlichen Teilen noch aus der Bauzeit, während die Orgel von Marcus Runge aus dem Jahr 1910 stammt. Das Altarbild schuf Suhrland, der Hofmaler aus Ludwigslust. Diese Elemente setzen unterschiedliche zeitliche und künstlerische Akzente: Die Bauzeit bildet den älteren Zusammenhang, die Orgel verweist auf eine spätere Entstehungsphase, und das Altarbild ergänzt die Ausstattung um eine eigene künstlerische Handschrift.

Die Kirche dient weiterhin der Gemeinde für Gottesdienste. Eine Tradition musikalischer und weiterer Kulturveranstaltungen soll fortgeführt werden. Wenn ein solcher Termin für Ihre Reise wichtig ist, prüfen Sie vorab, ob eine Veranstaltung für Ihren Reisezeitraum angesetzt ist.

Gutsgeschichte und Radtouren

Der ehemalige Oberforsthof und der Zickhusener Gutskomplex bilden ein nahezu unverändertes architektonisches Ensemble. Zur Geschichte des Gutes gehört auch ein Wechsel der Besitzer: Im 15. Jahrhundert gehörte es der gleichnamigen Adelsfamilie, bevor es an das mecklenburgische Herzogshaus verkauft wurde. Damit stehen im Ort zwei unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit nebeneinander – die Bau- und Ausstattungsgeschichte der Kirche sowie die Entwicklung des Gutes und seines baulichen Ensembles.

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Auch der Radwegeanschluss ist ein eigener Anknüpfungspunkt für die Reiseplanung: Er gilt als wichtiger Knotenpunkt für Radtouren. Im Zuge der Radverkehrsarbeiten wurde außerdem die Parkfläche gegenüber dem Schwarzen See erweitert. Wenn Sie Ihre Unterkunft suchen, legen Sie zunächst fest, ob für Ihre Reise eher die Bau- und Gutsgeschichte oder das Radfahren im Mittelpunkt steht. Dieser Schwerpunkt kann Ihnen helfen, die gewünschte Lage Ihrer Unterkunft an Ihren eigenen Plänen auszurichten.

Nordwestmecklenburg als größerer Rahmen

Das übergeordnete Reiseziel Nordwestmecklenburg umfasst im Norden den Landschaftsraum „Nordwestmecklenburgisches Hügelland mit Wismarbucht“ und im Süden die „Westmecklenburgische Seenlandschaft mit Schweriner See“. Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen prägen das Landschaftsbild des Landkreises. Diese großräumigen Landschaftsformen bilden einen anderen Betrachtungsmaßstab als die Baugeschichte und das Gutserbe in Zickhusen.

Ein Beispiel für die Natur im übergeordneten Reiseziel ist das Landschaftsschutzgebiet „Radegasttal“. Es umfasst etwa 600 Hektar zwischen dem südlichen Ortsrand von Rehna und dem Neddersee bei Gadebusch. Zum Gebiet gehören der stark mäandrierende, naturnahe Verlauf der Radegast sowie angrenzende Grünlandbereiche, Röhrichte, Gehölze und Bruchwälder. Einen weiteren kulturgeschichtlichen Akzent setzt Schloss Gadebusch: Das Renaissanceschloss von 1573 liegt in Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg und gilt als seltenes Beispiel der mecklenburgischen beziehungsweise norddeutschen Backsteinrenaissance. Zu seinen Merkmalen zählen Reliefs im regionalen Johann-Albrecht-Stil. So unterscheiden sich die architektonischen Themen innerhalb Nordwestmecklenburgs: In Zickhusen steht die klassizistische Kirche im Fokus, in Gadebusch die Backsteinrenaissance.

Weitere Reiseziele entdecken: Pokrent, Grambow, Dalberg-Wendelstorf, Alt Meteln, Perlin, Pingelshagen, Cramonshagen, Seehof.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Lützow-Lübstorf.

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