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Kreien: See und Dorfgeschichte entdecken

Unterkünfte in Kreien

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kreien lädt dazu ein, Natur und Dorfgeschichte nebeneinander zu entdecken: Am Kreiener See prägen flache Uferzonen und Unterwasserbewuchs das Bild, im Dorf erzählen Kirche, Höfe und archäologische Funde von weit zurückreichender Geschichte. So können Sie bei Ihrer Reiseplanung zwischen Naturerlebnissen und den Bau- und Kunstwerken des Ortes Schwerpunkte setzen.

Der Kreiener See und seine Landschaft

Der Kreiener See hat eine Wasserfläche von 16 Hektar und etwa 2.000 Meter Uferlänge. Er ist ein ungeschichteter Flachwassersee des Typs Hecht-Schlei-See. Breite Flachwasserzonen am Ufer und starker Unterwasserbewuchs bestimmen seine Beschaffenheit. An den Feuchtwiesen und Erlenbrüchen am See kommen Amphibien, Wasservögel, Raubvögel und andere Wildtiere vor – ein weiterer Blickwinkel auf die Landschaft neben dem Bade- und Bootsvergnügen.

Für Boote gilt eine klare Einschränkung: Wegen seiner geringen Größe darf der Kreiener See nur mit Ruderbooten befahren werden. Die Badestelle ist ein Treffpunkt für Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Während der Sommerferien setzt die Gemeinde dort einen Rettungsschwimmer ein. Auch der Badesteg gehört zur Geschichte des Badeplatzes: Im Winter 2014/2015 wurde er vollständig saniert, damit er zu Beginn der Badesaison wieder betreten werden konnte.

Kirche, Kunst und Spuren der Dorfgeschichte

Die Kirche im Dorf Kreien stammt aus dem 14. Jahrhundert. Zusammen mit der Friedhofsmauer bildet sie den Dorfmittelpunkt; Kirche und Friedhofsmauer stehen unter Denkmalschutz und sind über 630 Jahre alt. Auch das Pfarrhaus mit Pfarrgarten gehört zu diesem Mittelpunkt und ist rund 200 Jahre alt. Die Kirche zu Kreien ist ein gotischer Bau aus gesprengten Felsen. Ihre Giebel schließen nach Osten und Westen flach ab. Der hölzerne Glockenstuhl steht westlich davon separat.

Im Inneren verbindet sich die Baugeschichte mit bemerkenswerter Schnitz- und Malerei. Benedikt Dreyer schnitzte die Altargruppe 1507. Die barocke Kanzel stammt aus dem Jahr 1710, wurde 1880 renoviert und zeigt die vier Evangelisten, auf Holz gemalt. An der Nordwand befindet sich eine um 1250 geschnitzte Figur des Erzengels Michael. An der Südwand sind drei handgeschmiedete Grabkreuze vom Friedhof befestigt; sie sind über 100 Jahre alt. Der freistehende Glockenstuhl besteht in seiner heutigen Form seit 1880. Seine Stahlglocken stammen aus dem Jahr 1922, erneuert wurde der Glockenstuhl 1965 und 1995.

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Auch das Taufgefäß erzählt von einer anderen Epoche: Das Renaissance-Taufgefäß stammt aus dem Jahr 1664 und besteht aus einer Messingschale in einem Holzbehälter. Die Messingschale wird nicht in der Kirche aufbewahrt. Bei einem Rundgang durch die Geschichte des Dorfes reicht der Blick zudem weiter zurück: Archäologische Funde zeigen, dass die Feldmark Kreien in der Jungsteinzeit, etwa zwischen 3000 und 1600 v. Chr., besiedelt war. Aus der Bronzezeit stammen zwei Hügelgräber im Gebiet von Kreien, in denen Halsringe und ein Schwertgriff aus Bronze gefunden wurden.

Zum baulichen Erbe im Dorf zählt außerdem ein gut erhaltenes und saniertes Dreiseithof-Ensemble mit einem Backsteinwohnhaus und zwei Backsteinställen; es befindet sich in Privatbesitz. Auch die ehemalige Schule, 1848 errichtet, ist heute in Privatbesitz. Die ehemalige Molkerei wurde 1902 erbaut. In der zugehörigen Gemeinde Kreien prägen große Bauernhöfe, Häuslereien und Büdnereien das Bild; sie befinden sich in gutem baulichem Zustand.

Wege und Landschaft im Gemeindegebiet

Im näheren Umfeld von Kreien ist eine frühere Feldbahn vom Gut Kreien zur Elde heute noch als lange Feldhecke in der Landschaft erkennbar. Im gesamten Gemeindegebiet laden ruhige Feld- und Waldwege zum Wandern und Radfahren ein. Die Landschaft hat auch eine eiszeitliche Prägung: Im Bereich der heutigen Gemeinde erstreckte sich die sogenannte Frankfurter Eisrandlage. Schmelzwasser floss durch ein Gletschertor bei Hof Koppel, durch die heutige Kreiener Schweiz und den Kreiener See in Richtung Elde. See, Feldwege und Dorfgeschichte eröffnen damit unterschiedliche Möglichkeiten, Kreien und seine Umgebung zu erkunden.

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