Zirchow: Haff, Moor und mittelalterliche Baukunst
Unterkünfte in Zirchow
Zirchow liegt direkt am Nordufer des Stettiner Haffs und innerhalb des Naturparks Insel Usedom. Westlich des Ortes liegt das Thurbruch; St. Jacobus bringt eine lange Kirchengeschichte hinzu, und der Regionalflughafen Heringsdorf liegt auf den Gemeindegebieten von Zirchow und Garz. Natur, Baugeschichte und Luftfahrt geben dem Ort unterschiedliche Akzente. Bei der Wahl einer Unterkunft können Sie überlegen, ob Sie vor allem Haff und Moor, historische Architektur oder Radverbindungen in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten.
Haff, Naturpark und Thurbruch
Die Lage am Haff und die Einbindung in den Naturpark bestimmen den Landschaftsbezug Zirchows. Der Naturpark Insel Usedom umfasst rund 59.000 Hektar; 5.500 Hektar davon sind Naturschutzgebiete. Westlich von Zirchow liegt das Thurbruch, von dem Teile als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Es gilt als eines der größten Niedermoorgebiete Norddeutschlands und ist innerhalb des Naturparks ein Rückzugsraum für Moorflora und -fauna.
Für die Orientierung lassen sich zwei Landschaftsbezüge unterscheiden: das Haff am Nordufer und das Niedermoor westlich des Ortes. Wer sich für Natur und Landschaft interessiert, findet in diesen Angaben sowohl den weiten Rahmen des Naturparks als auch ein konkretes Gebiet mit eigener Charakteristik.
St. Jacobus und die Geschichte des Ortes
St. Jacobus ist eine spätgotische Backstein- und Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert und das älteste erhaltene Kirchengebäude auf Usedom. Ihr quadratischer Westturm kam im 15. Jahrhundert hinzu und erhielt später eine barocke Haube. So treffen an einem Bauwerk mehrere Epochen aufeinander. Im Altarbereich wurden mittelalterliche Wandmalereien teilweise freigelegt.
Auch die frühere Schutzfunktion gehört zur Geschichte der Kirche: Ihre Portaltüren konnten während Überfällen mit Holzbalken verbarrikadiert werden, um Schutz zu bieten. Lyonel Feininger verwendete die Kirche häufig als Motiv für seine Gemälde. Im Oktober 2022 zeichnete die Kiba-Stiftung St. Jacobus als „Kirche des Monats“ aus. Architektur, Wandmalereien und die Verbindung zur Kunstgeschichte ergeben verschiedene Zugänge zu diesem historischen Ort.
Luftfahrt und Miniaturmodelle
Der Regionalflughafen Heringsdorf liegt auf den Gebieten der Gemeinden Zirchow und Garz. Er verfügt über eine 2.305 Meter lange Start- und Landebahn sowie einen Instrumentenanflug. Flugpläne und Flughafenbetrieb können sich ändern; prüfen Sie aktuelle Angaben, wenn Sie eine Flugreise planen.
Im Flughafengebäude befindet sich die Ausstellung Airport Miniaturwelt. Sie zeigt flughafenbezogene Miniaturmodelle auf mehr als 200 Quadratmetern. Damit ergänzt ein eigenes Luftfahrtthema die Natur- und Baugeschichte Zirchows.
Zu Fuß und mit dem Rad unterwegs
Tour 18 beginnt an der Kirche in Zirchow. Nach etwa 1,1 Kilometern führt die Route unter einer alten Eisenbahnbrücke hindurch; nach ungefähr 1,6 Kilometern erreicht sie ein größeres Waldgebiet. Eine Sitzgelegenheit dient als erster Rastpunkt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen und Zugangsmöglichkeiten. Auch die Ausstattung am Weg kann sich im Laufe der Zeit verändern.
Befestigte Radwege verbinden Zirchow mit Bansin, Ahlbeck, Heringsdorf, Kamminke, Garz, Świnoujście und Usedom. Die Oberflächen und Routenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie daher die geplanten Verbindungen vor Ihrer Fahrt. Zu Fuß orientiert sich Tour 18 an aufeinanderfolgenden Wegpunkten, während die Radwege mehrere benannte Ziele verbinden. So können Sie bei der Tagesplanung zwischen einer Route mit konkreten Stationen und einer Auswahl verschiedener Radausflüge abwägen.
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