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Blowatz: Orgelgeschichte, Handwerk und Radwege

Unterkünfte in Blowatz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Der Ostseeküsten-Radweg erreicht Blowatz, und der Reit- und Fahrverein Blowatz richtet seit vielen Jahren Turniere aus. Daneben bieten Kirchenkunst, Orgelgeschichte, Filzhandwerk und regionale Geschichte weitere Themen für die Reiseplanung. Welche davon Ihren Aufenthalt prägen sollen, kann auch bei der Wahl einer Unterkunft den Ausschlag geben.

Backstein, Wandmalereien und Orgel in Dreveskirchen

Die denkmalgeschützte Dorfkirche Dreveskirchen ist ein Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ihre Architektur zeigt den Übergang von der Romanik zur Gotik. Im Inneren treffen unterschiedliche Epochen aufeinander: Zur Ausstattung gehören barocke Einrichtungsgegenstände, eine spätgotische Triumphkreuzgruppe und mittelalterliche Wandmalereien. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier mehrere konkrete Details an einem Ort.

Auch die Orgel hat eine eigene Geschichte. Die Paul-Schmidt-Orgel wurde 1754 erbaut und von 1999 bis 2001 restauriert. Sie ist die älteste erhaltene Paul-Schmidt-Orgel in Mecklenburg. Die Orgel ist außerdem bei den Konzerten des jährlich stattfindenden Dreveskirchener Musiksommers zu erleben. Wenn Sie einen Konzertbesuch planen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine.

Die evangelische Kirche Dreveskirchen ist im Juli und August täglich von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Besichtigungen sind auch nach vorheriger Absprache möglich. Da es sich um saisonale Öffnungszeiten handelt, empfiehlt sich ein Blick auf die Zeiten vor der Anreise.

Reitsport und Vereinsgeschichte in Blowatz

Der Reit- und Fahrverein Blowatz richtet seit vielen Jahren Reitturniere aus. Zur Geschichte des Turnierplatzes gehört sein schrittweiser Ausbau durch die Gemeinde mit Unterstützung der LPG zu einer Turnierstätte. Ein reetgedeckter Richterturm ist Teil des Platzes. So begegnen sich in der Vereinsgeschichte Turniersport und ein markantes Detail der Anlage.

Neben dem Turniergeschehen treffen sich die Freizeitreiter des Vereins zu gemeinsamen Ausritten.

Filzhandwerk zum Anschauen und Ausprobieren

Im Garten von Martina Weiß können Besucher Bänder selbst filzen. Außerdem lädt ein Filztisch dazu ein, selbst mit dem Material zu arbeiten. In einem runden Holzpavillon präsentiert Martina Weiß Filz-Seidenbekleidung, Kappen, Rucksäcke und Sitzkissen aus Filz. Der Ort verbindet damit eine Produktpräsentation mit einer praktischen Beschäftigung: Sie können Handwerk nicht nur betrachten, sondern beim Filzen selbst tätig werden.

Für die Planung setzt dieses Angebot einen anderen Akzent als die Kirchen- und Orgelgeschichte oder das Radfahren. Wenn Sie gern kreative Tätigkeiten in Ihre Reise einbeziehen, ist das Filzen ein konkreter Themenpunkt. Die beschriebenen Möglichkeiten umfassen sowohl selbst gefilzte Bänder als auch den Filztisch; die ausgestellten Gegenstände zeigen zugleich, wie vielfältig Filz verwendet wird.

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Radwege mit unterschiedlichen Verläufen

Der Ostseeküsten-Radweg erreicht Blowatz, nachdem er an den Häusern von Wodorf vorbeigeführt hat. Dabei verläuft er auf einem eigenen Radweg neben der Landstraße L12. Ein weiterer Rad- und Wanderweg führt von Groß Strömkendorf am Breitling entlang über Damekow und Dreveskirchen in Richtung Stove-Boiensdorf.

Für Ihre Reiseplanung lässt sich so zunächst klären, ob der Radweg nach Blowatz oder der Verlauf über die genannten Orte stärker zu Ihren Interessen passt. Der Rad- und Wanderweg verläuft von Groß Strömkendorf am Breitling entlang über Damekow und Dreveskirchen in Richtung Stove-Boiensdorf.

Regionale Sehenswürdigkeiten und Geschichte

Zu den Sehenswürdigkeiten der Region um Blowatz zählen ein reetgedecktes Malerhaus in Wodorf und die Wirkungsstätte des mecklenburgischen Malers Carl Hinrichs in Heidekaten. Beide Orte setzen unterschiedliche kulturelle Akzente: In Wodorf ist es das reetgedeckte Haus, in Heidekaten der Bezug zum Maler. Westlich von Groß Strömkendorf an der Wismarbucht bestand vor etwa 1.200 Jahren außerdem ein großer Seehandelsplatz, der als das alte Rerik bezeichnet wird.

Nordwestmecklenburg als übergeordneter Landschaftsrahmen

Im übergeordneten Reiseziel Nordwestmecklenburg reicht die landschaftliche Einordnung vom „Nordwestmecklenburgischen Hügelland mit Wismarbucht“ im Norden bis zur „Westmecklenburgischen Seenlandschaft mit Schweriner See“ im Süden. Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen prägen das Landschaftsbild des Landkreises.

Auch Kultur und Naturschutz gehören zu diesem größeren Rahmen. Schloss Gadebusch ist ein Renaissanceschloss von 1573 und ein seltenes Beispiel der mecklenburgischen beziehungsweise norddeutschen Backsteinrenaissance; zu seinen Merkmalen zählen Reliefs im regionalen Johann-Albrecht-Stil. Das Landschaftsschutzgebiet „Radegasttal“ erstreckt sich auf etwa 600 Hektar zwischen dem südlichen Ortsrand von Rehna und dem Neddersee bei Gadebusch. Es umfasst den stark mäandrierenden, naturnahen Verlauf der Radegast sowie angrenzendes Grünland, Röhrichte, Gehölze und Bruchwälder. Diese Beispiele ergänzen die Orts- und Kulturthemen um die landschaftliche Vielfalt Nordwestmecklenburgs.

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