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Wittenburg: Romanische Backsteinkirche und Skihalle

Unterkünfte in Wittenburg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wittenburg verbindet mittelalterliche Baukunst und Mühlengeschichte mit einem ungewöhnlichen Kontrast: einer Skihalle mit Indoor-Pisten und Schneeverhältnissen bei −1 °C. Auch die typisch mecklenburgische Altstadt und die Wallanlagen geben dem Aufenthalt eigene Akzente. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie sich zunächst fragen, ob historische Entdeckungen, ein Spaziergang oder Pistenzeit den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden soll.

Backstein, Baugeschichte und eine markante Kirche

Die St. Bartholomäuskirche steht am Rand des Marktplatzes. Der Bau der romanischen Backsteinkirche begann um 1240. An ihrem Äußeren finden sich zahlreiche romanische Schmuckformen, darunter Ecklisenen und rundbogige Trauffriese. Das Langhaus ist dreischiffig und dreijochig; daran schließt sich ein zweijochiger Rechteckchor an. So treffen an einem Baukörper klar gegliederte Teile und unterschiedliche architektonische Details zusammen.

Auch der Turm erzählt von einem späteren Abschnitt der Baugeschichte: Nachdem der ursprüngliche Turm im 17. Jahrhundert durch einen Brand zerstört worden war, wurde er 1908 in neugotischen Formen neu errichtet. Mit 64 m Höhe gilt er als Wahrzeichen Wittenburgs. Die romanische Kirche und ihr neugotischer Turm stehen damit für zwei verschiedene Bauzeiten. Auf der Westempore befindet sich zudem eine um 1848 erbaute Orgel von Friedrich Wilhelm Winzer.

Altstadt und Mühlengeschichte

Wittenburg besitzt eine typisch mecklenburgische Altstadt mit einem liebevoll sanierten mittelalterlichen Stadtkern. Ein weiterer historischer Schwerpunkt ist die Erdholländer-Windmühle: Sie wurde 1890 aus Schwerin nach Wittenburg umgesetzt. Das Mühlenmuseum der Stadt wurde 1979 mit der sanierten Wittenburger Mühle als erstem Museumsobjekt eröffnet. Damit verbindet sich die Geschichte des Ortswechsels der Mühle mit ihrer Rolle in der Museumsgeschichte.

Kirche und Mühle eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit Wittenburgs: Bei der Kirche stehen romanische Bauformen und der neugotische Turm im Blick, bei der Mühle ihr Umsetzen aus Schwerin und die Eröffnung des Museums mit ihr als erstem Objekt. Zusammen mit dem sanierten mittelalterlichen Stadtkern entsteht ein historischer Schwerpunkt, der sich deutlich von einem Aufenthalt mit sportlichem Fokus unterscheidet.

Indoor-Skipisten und Spaziergang im Freien

Die Skihalle des alpincenters Hamburg-Wittenburg bietet zwei unterschiedlich dimensionierte Pisten. Die Hauptpiste ist 330 m lang und 40 m breit. Für Anfänger und Kinder gibt es eine 90 m lange und ebenfalls 40 m breite Übungspiste mit 10 % Gefälle. Bei gleicher Breite ist die Übungspiste deutlich kürzer als die Hauptpiste; die ausdrücklich genannte Zielgruppe der kleineren Piste hilft bei der Wahl des passenden Schwerpunkts. Die Indoor-Pisten bieten Schneeverhältnisse bei einer Temperatur von nur −1 °C. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuelle Pistenkonfiguration und die Betriebsbedingungen.

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Einen anderen Gegensatz dazu bieten die Wallanlagen: Sie eignen sich zu jeder Jahreszeit für einen Spaziergang, wobei örtliche Bedingungen den Zugang beeinflussen können. So stehen ein Indoor-Erlebnis auf Schnee und Zeit im Freien als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander. Überlegen Sie, welche dieser Aktivitäten den Rhythmus Ihres Aufenthalts bestimmen soll, bevor Sie Ihre Unterkunft auswählen.

Anreise mit dem Bus

Wittenburg wird von der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP) durch diverse Buslinien und das Rufbussystem bedient. Wenn Sie Ihre Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan: Verkehrsangebote und Zeiten können sich ändern.

Weitere Kulturperspektiven in Ludwigslust-Parchim

Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim eröffnet Schloss Ludwigslust einen weiteren architektonischen Schwerpunkt. Das Schloss war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet zusammen mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Schloss Ludwigslust bildet den Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt.

Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim liegt die Zitadelle Dömitz. Sie ist eine nach italienischem Vorbild angelegte Renaissancefestung in Form eines Fünfecks, mit Bastionen, Kasematten und Zugbrücke. Die beiden Beispiele setzen unterschiedliche Akzente: Schloss Ludwigslust steht für Residenz, Stadtanlage und höfische Kultur; die Zitadelle für Renaissancefestungsbau. Sie ergänzen den eigenen Blick auf Wittenburgs Backsteinkirche und Mühlengeschichte um weitere regionale Architekturthemen.

Weitere Reiseziele entdecken: Lehsen, Wittendörp, Körchow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Wittenburg.

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