Woringen: Kirchengeschichte und Freizeit
Unterkünfte in Woringen
Woringen bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reise: Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche erzählt von Jahrhunderten religiöser und künstlerischer Geschichte. Der Landwirtschaftslehrpfad und die Freizeitanlage am Sportplatz setzen eigene Akzente. So können Sie Ortsgeschichte, Landwirtschaft und Sport je nach Ihren Interessen in den Mittelpunkt stellen.
Kirchengeschichte und Kunst in Woringen
Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche in Woringen ist die ehemalige Marienkirche. Erbaut wurde sie nach 1450 von der Herrschaft der Möttelin und der Gemeinde. Die Geschichte des Gotteshauses reicht weiter zurück: Vier Vorgängerkirchen standen nördlich des heutigen Gebäudes. Ausgrabungen wiesen dies 1959 nach. Urkunden aus dem späteren 14. Jahrhundert nennen außerdem eine Obere Burg auf dem Kellerberg und eine Untere Burg, das Schlößle. Diese unterschiedlichen historischen Spuren geben Ihrer Beschäftigung mit Woringen verschiedene zeitliche Bezugspunkte.
Ein wichtiger Einschnitt in der Kirchengeschichte war der 6. Dezember 1532: An diesem Tag fand in der Pfarrkirche der erste evangelische Gottesdienst statt. Auch an der Architektur und Ausstattung lassen sich verschiedene Epochen erkennen. Der gotische Turmhelm ist mit bunt glasierten Dachziegeln gedeckt; vermutlich stammt er aus der Zeit, in der das heutige Gotteshaus errichtet wurde. 1968 wurden im Chor Fresken freigelegt, die auf die Jahre 1490 bis 1500 datiert und der Strigel-Werkstatt zugeordnet werden.
Weitere Ausstattungsstücke setzen andere Akzente: Der neugotische Altar stammt aus dem Jahr 1892 und aus der Memminger Kunstschnitzerei Vogt. Die barocke Kanzel zählt zu den ältesten im Landkreis und wurde 1661 von Johann Friedrich Sichelbein I. bemalt. Wer sich für Kunst- und Baugeschichte interessiert, kann so verschiedene Stile und Zeitstellungen nebeneinander betrachten, von spätmittelalterlichen Fresken bis zum neugotischen Altar.
Lehrpfad, Tennis und Sportangebote
Der Woringer Landwirtschaftslehrpfad ist etwa fünf Kilometer lang und mit einem grünen Baum markiert. Auf dem Lehrpfad können drei Milchviehbetriebe besichtigt werden. Dafür ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Bei den Besuchen gibt es Informationen über Tierhaltung und Fütterung. Wenn Sie diesen Einblick einplanen möchten, stimmen Sie die Anmeldung rechtzeitig ab.
An der Freizeitanlage am Sportplatz finden Sie Fußball-, Skater-, Beachvolleyball- und Hockeyflächen sowie eine Bocciabahn. Auf dem Beachvolleyballplatz wird mittwochs Training für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. Prüfen Sie den Termin vor Ihrer Planung am besten noch einmal vor Ort. Am Waldrand befinden sich außerdem drei Sandplätze der Tennisabteilung; für eine konkrete Planung empfiehlt sich eine Nachfrage zur aktuellen Verfügbarkeit.
Für die Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Interessen im Raum: Kirchengeschichte und Kunst, ein Lehrpfad mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt oder verschiedene Sportmöglichkeiten. Überlegen Sie, welche dieser Themen Ihren Aufenthalt prägen soll, und berücksichtigen Sie bei den konkreten Aktivitäten die nötige Anmeldung beziehungsweise die aktuellen Termine und Verfügbarkeiten.
Das übergeordnete Reiseziel Unterallgäu
Im übergeordneten Reiseziel Unterallgäu bilden die Iller im Westen und die Wertach im Osten natürliche Grenzen. Zur Erreichbarkeit des Unterallgäus tragen die Autobahnen A7 und A96, ein dichtes Straßennetz, Zuganbindungen und der Allgäu Airport in Memmingerberg bei. Rad- und Wanderwege sind im gesamten Landkreis einheitlich beschildert; außerdem gibt es die Glückswege.
Auch Kultur und Natur bieten im Unterallgäu weitere Themen für Ihre Reiseplanung. Die barocke Basilika in Ottobeuren und die Mindelburg in Mindelheim zählen zu den bedeutenden Baudenkmälern der Region. Das Fuggerschloss in Kirchheim verfügt über den weltbekannten Zedernsaal; die ehemalige Reichskartause in Buxheim ist für ihr Chorgestühl bekannt. Im Ostflügel des Klosters dokumentiert das Sebastian-Kneipp-Museum mit mehr als 2.000 Ausstellungsstücken das Leben und Wirken des Pfarrers.
Für Naturerlebnisse stehen im Unterallgäu unter anderem das gut begehbare Benninger Ried mit Lehrpfad und Aussichtsplattform sowie mehrere Walderlebnispfade: Der Weg in Bad Grönenbach ist 3,2 Kilometer lang, der Buxheimer Pfad führt auf 2,7 Kilometern um den Buxheimer Weiher, und der Pfad im Bannwald in Ottobeuren umfasst elf Stationen. Bad Wörishofen ist eines der Kneipp-Heilbäder des Unterallgäus; Ottobeuren ist ein Kneippkurort. In Bad Wörishofen findet die Kulinarische Meile zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst, mit frisch zubereiteten Speisen an zahlreichen Verköstigungsständen statt. Prüfen Sie konkrete Veranstaltungstermine, wenn Sie dieses Angebot einplanen.
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