Pegnitz entdecken: Geschichte und Karstlandschaft
Unterkünfte in Pegnitz
Pegnitz verbindet Baugeschichte mit besonderen Wasserformen und weiten Ausblicken. Mitten auf dem langgestreckten Straßenmarkt steht das Historische Rathaus; hinter der ehemaligen Zaußenmühle entspringt die Pegnitz an einer Karstquelle. Aussichtspunkte, Kirchen und unterschiedlich lange Angaben für den Stadtspaziergang geben Ihnen verschiedene Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung.
Baugeschichte an mehreren Orten
Das Historische Rathaus von Pegnitz wurde um 1347 errichtet und steht mitten auf dem langgestreckten Straßenmarkt der Stadt. Auch die Kirchen erzählen von Veränderungen über die Zeit: Die St.-Bartholomäuskirche ist der dritte Kirchenbau an diesem Standort; die heutige Kirche wurde 1900 eingeweiht. Die Marienkirche entstand 1927 für eine auf etwa 600 Katholiken angewachsene Diaspora-Gemeinde. Um 1939 erhielt sie durch die barocke Ausstattung aus der Dornbacher Kirche ihr heutiges Gesicht.
Die Geschichte der Zaußenmühle reicht weiter zurück. Hans Zauß errichtete sie um 1450; 1710 baute Hans Dennerlein sie nach jahrzehntelangem Ruin wieder auf. Einen anderen Abschnitt der Ortsgeschichte hält das Felsdenkmal auf der Fischelhöhe fest: Es wurde 1973 an der Absturzstelle errichtet, und eine Tafel nennt die Namen aller verunglückten Soldaten. Das umfassend sanierte und umgebaute Altenstädter Schloß wird für städtische Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Die Pegnitzer Sommerkonzerte gehören ebenfalls zum Veranstaltungsangebot.
Karstlandschaft und Aussicht
Hinter der ehemaligen Zaußenmühle entspringt die Pegnitz an einer typischen Karstquelle. Am Wasserberg „Karstwunder“ verliert der Mühlbach am Nordhang einen Teil seines Wassers in Kalkklüften und einer Ponorhöhle. So stehen in Pegnitz zwei unterschiedliche Wasserformen nebeneinander: der Ursprung der Pegnitz und das teilweise Versickern des Mühlbachs.
Der 544 Meter hohe Schloßberg ist ein Wahrzeichen der Stadt. Sein Turm ist über 97 Stufen erreichbar und bietet einen Rundblick über Pegnitz und die Umgebung. Vom Kleinen Kulm, der 626 Meter hoch und eine der höchsten Erhebungen der Fränkischen Schweiz ist, reicht der Ausblick über den Frankenwald, das Fichtelgebirge und die Fränkische Schweiz. Die beiden Aussichtspunkte eröffnen unterschiedliche Blickrichtungen auf die Landschaft.
Wenn Sie einen Weg mit Kinderwagen planen, beachten Sie die Einschränkung beim WaldTIERlehrpfad: Er beginnt im Bereich des Schloßbergs und ist nicht für Kinderwagen geeignet. Diese konkrete Wegbedingung lässt sich vorab in Ihre Tagesplanung einbeziehen.
Stadtspaziergang, Wege und Veranstaltungen
Der Stadtspaziergang in Pegnitz beginnt und endet am Alten Rathaus in der Hauptstraße 45. Als Länge sind etwa 3,5 beziehungsweise 5,7 Kilometer angegeben. Der Leo-Jobst-Weg beginnt und endet dagegen an der Pegnitzquelle hinter der Zaußenmühle, Bayreuther Straße 3 / Forchheim. Damit unterscheiden sich die beiden Wegbeschreibungen schon durch ihre Start- und Endpunkte: Beim Stadtspaziergang ist es das Alte Rathaus, beim Leo-Jobst-Weg die Quelle.
Seit Juni 2021 ist Pegnitz in die regionale Freizeitbuslinie Schlösserlinie eingebunden. Die Route verläuft zwischen Bayreuth, Pegnitz, Pottenstein, Gößweinstein, Waischenfeld, Hollfeld und Kulmbach. Wenn Sie die Linie für Ihre Reise einplanen, prüfen Sie vor einer Fahrt den aktuellen Fahrplan. Soll ein Konzert den Termin Ihres Aufenthalts bestimmen, lohnt sich ebenfalls ein Blick auf die jeweiligen Veranstaltungstermine.
Im übergeordneten Reiseziel Bayreuth
Auch das übergeordnete Reiseziel Bayreuth bietet unterschiedliche Landschaftsbilder. Die Fränkische Schweiz prägt mit abwechslungsreichen, lieblichen Landschaftsbildern den westlichen und südlichen Teil des Landkreises Bayreuth. Im nördlichen Teil prägt das Fichtelgebirge die Landschaft mit dunklen Wäldern und Granit-Blockmeeren. Diese regionalen Kontraste helfen Ihnen, die Interessen für eine Reise über Pegnitz hinaus einzuordnen, ohne die Landschaften mit der Stadt gleichzusetzen.
Im Landkreis Bayreuth besteht ein gut gepflegtes Netz aus rund 1.400 Kilometern Loipen, Wander- und Radwegen. Fern- und Themenradrouten erschließen den Landkreis und führen durch verschiedene Naturräume zu deren besonderen Merkmalen und touristischen Höhepunkten. Lokale Radrundwege verdichten das Streckennetz und ermöglichen eine kleinräumige Routenplanung. Auch beim Essen ist der regionale Blick hilfreich: Viele Biergärten im Landkreis sind meist mit hauseigenen Brauereien, Metzgereien oder Bäckereien verbunden. Traditionelle Gasthäuser bieten fränkische Wirtsstuben und regionale Köstlichkeiten.
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