Creußen entdecken: Keramik, Handwerk und Wege
Unterkünfte in Creußen
Creußen verbindet die Geschichte des Keramikhandwerks mit Ortsrundgängen und Wanderwegen. Im Krügemuseum steht Creußener Steinzeug im Mittelpunkt; draußen führen Wege durch die Kulturlandschaft und zu historischen Orten. Dazu kommen Führungen auf Voranmeldung und der Internationale Töpfermarkt. Für Ihre Reiseplanung lässt sich so zwischen einem Schwerpunkt auf Handwerk und Ortsgeschichte und längeren Wegstrecken wählen.
Creußener Steinzeug und Töpfertradition
Das Krügemuseum in Creußen zeigt einen umfassenden Überblick über die Steinzeugproduktion der Creußener Meister im 17. und 18. Jahrhundert. Zu sehen sind auf der Töpferscheibe gedrehte Gebrauchsgefäße wie Kannen, Töpfe, Schalen und Krüge. Hinzu kommen Apostel-, Planeten-, Jagd- und Wappenkrüge. Die Auswahl verbindet damit alltägliche Gefäßformen mit verschiedenen benannten Krugtypen und gibt der örtlichen Keramikgeschichte ein konkretes Gesicht.
Auch der Internationale Töpfermarkt erinnert an die Tradition des Keramikhandwerks in Creußen. Die Herstellung Creußener Steinzeuggeschirre erreichte im 17. und 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Der Markt findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im Juli statt. Da er an einen bestimmten Termin gebunden ist, prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Veranstaltungseintrag.
Rundwege und längere Wanderstrecken
Der Naturlehrpfad „Oberes Rotmaintal“ ist ein Rundwanderweg. Er führt durch das ehemalige Dorf Bühl, das seit 1972 durch Eingemeindung ein Ortsteil von Creußen ist, am Bühler Schloss vorbei und hinab ins Rotmaintal. Entlang des Weges erläutern 17 Stationen die Kulturlandschaft. Die Runde verbindet so Landschaft und Ortsgeschichte: Bühl, das Schloss und das Tal sind Stationen des Wegverlaufs, während die Tafeln den Blick auf die Kulturlandschaft ergänzen. Prüfen Sie die Wegweisung vor dem Aufbruch vor Ort.
Eine andere Größenordnung hat die fünfte Etappe des Oberfränkischen Jakobuswegs von Hof nach Nürnberg: Sie beginnt in Creußen und endet nach gut 35 Kilometern in Pegnitz. Die Länge bezieht sich auf die gesamte Etappe. Wer eine solche Strecke plant, kann sie damit von der Runde im Oberen Rotmaintal unterscheiden, ohne die beiden Wegangebote zu verwechseln.
Im weiteren regionalen Umfeld liegt der Bierquellen-Wanderweg im Naturpark Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst zwischen Pegnitz, Creußen und Hummeltal. Er ist etwa 18 Kilometer lang. Zusammen betrachtet stehen damit eine Ortsrunde mit 17 Stationen, eine gut 35 Kilometer lange Jakobus-Etappe und ein Weg von etwa 18 Kilometern im weiteren Umfeld für unterschiedliche Planungsrahmen.
Führungen und besondere Orte
Auf Voranmeldung ist eine Führung über den Handwerkerrundweg mit Erläuterungen zu Wappen und Handwerkszeichen buchbar. Ebenfalls auf Voranmeldung gibt es den Kinderstadtrundgang „Mittelalter erleben“. Beide Angebote geben Anlass, einen Besuch gezielt zu planen; die Voranmeldung gehört dabei dazu.
Eine besondere historische Station ist das Eremitenhäuschen. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nur nach Voranmeldung über die Stadt Creußen besichtigt werden. Zugleich gilt es als einzige erhaltene bürgerliche Eremitage Deutschlands. Wenn Sie diesen Besuch einplanen möchten, berücksichtigen Sie die erforderliche vorherige Anmeldung.
Der größere Rahmen Bayreuth
Im übergeordneten Reiseziel Bayreuth prägen unterschiedliche Landschaftsbilder den Landkreis: Die Fränkische Schweiz bestimmt den westlichen und südlichen Teil, das Fichtelgebirge mit dunklen Wäldern und Granit-Blockmeeren den nördlichen. Im Landkreis gibt es außerdem ein gut gepflegtes Netz aus rund 1.400 Kilometern Loipen, Wander- und Radwegen. Diese Angaben eröffnen einen weiteren Maßstab für die Reiseplanung, über die örtlichen Angebote in Creußen hinaus.
So richtet sich die Suche nach dem gewünschten Zuschnitt Ihres Aufenthalts.
Weitere Reiseziele entdecken: Goldkronach, Mistelgau, Emtmannsberg, Hummeltal, Glashütten, Bindlach, Ahorntal, Bayreuth.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bayreuth.