Dietramszell entdecken: Kirchenkunst und Wege
Unterkünfte in Dietramszell
Sakrale Kunst, Kapellen mit eigener Baugeschichte und Wege durch Wald und über Höhen prägen Dietramszell. An Kirchen und historischen Bauwerken lassen sich unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte entdecken; die Rundwege setzen andere Akzente und führen zu Waldstücken oder zu einem weiten Blick über Gebirge und Alpenvorland. Für die Suche nach einer Unterkunft können Sie überlegen, ob Sie vor allem Kunst und Baugeschichte erleben oder Zeit für Touren zu Fuß einplanen möchten.
Kirchenkunst und Baugeschichte
In der früheren Klosterkirche und heutigen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wirkten Johann Baptist Zimmermann, Franz Xaver Schmädl und Philipp Jakob Rämpl an der Innenausstattung mit. Auch die Wallfahrtskirche St. Leonhard verbindet mehrere markante Kunstwerke: Das Kuppelfresko stammt von Christian Wink, Altäre und Kanzel von Philipp Rämpl. Nach überlieferter Charakterisierung schuf Rämpl dort sein größtes und schönstes Werk.
An der spätgotischen Friedhofskirche Kreuzbichl ließ Probst Georg Wagner 1641 an der Westseite eine Kapelle mit Turm zu Ehren der Mutter Gottes von Einsiedel in der Schweiz anbauen. Eine weitere Baugeschichte hat die Totenkerker-Kapelle an der Südseite der Kirche: Sie wurde 1666 errichtet, 1826 an die Familie von Schilcher verkauft und dient als Familiengruft. Die frühere Pfarrkirche und heutige Klosterkirche St. Martin wurde 1717 erbaut.
Maria Elend und Rundwege
Rund einen Kilometer südlich von Dietramszell liegt die Wallfahrtskirche Maria Elend an einem Feldweg im Wald. Im Osten befindet sich eine barocke hölzerne Empore, unter der heute fast alle erhaltenen Votivbilder vereint sind. Im Westen erhebt sich über dem Altar ein Rokokoretabel. Auch der Name hat eine eigene Überlieferung: Mundartlich wird „Elend“ „illat“ ausgesprochen; er leitet sich von „alilanti“ über „elilanti“ ab und bedeutet etwa „anderes Land“, „fremdes Land“, „Grenzland“ oder Land außerhalb der Gemarkung.
Im Gemeindegebiet führt ein Rundweg vom Kloster Dietramszell über die Wallfahrtskirche Maria Elend und den Zeller Wald bis zur Grünen Marter. Anschließend geht es auf einem Waldweg an einer großen Kiesgrube vorbei zur Pelletsmühler Schotterstraße; der Rückweg verläuft von dort bergab in Richtung Kloster. Der Rundweg Peretshofener Höhe führt von St. Leonhard über Großegelsee, Humbach und Steinsberg über die Höhe nach Peretshofen. Von der Höhe bietet sich ein weiter Blick auf Gebirge und Alpenvorland. Der eine Weg verknüpft Kloster, Wallfahrtskirche und Wald, der andere führt über mehrere benannte Orte zu einem weiten Aussichtspunkt. Die Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie den aktuellen Zustand vor einer Tour.
Bad Tölz-Wolfratshausen als größerer Rahmen
Dietramszell liegt im übergeordneten Reiseziel Bad Tölz-Wolfratshausen. Das Tölzer Land ist die Tourismusmarke für alle 21 Städte und Gemeinden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Der Heilklimapark Tölzer Land umfasst 37 Routen auf einem Wegenetz von über 340 Kilometern zwischen Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Kochel am See, Wackersberg und Lenggries. Die Routenzahl kann sich ändern; prüfen Sie aktuelle Angaben, wenn Sie das Wegenetz für Ihre Planung nutzen.
Ein konkretes Beispiel aus diesem übergeordneten Reiseziel ist der Loisachweg in Wolfratshausen: Der leichte Spaziergang führt über 3,34 Kilometer entlang der Loisach zu Spuren der Flößerei, dem Kastenmühlwehr und der Floßlände; die angegebene Gehzeit beträgt 49 Minuten.
Weitere Reiseziele entdecken: Hechenberg, Linden, Bichl, Kochel Am See, Gaißach, Sachsenkam, Münsing, Jachenau.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Tölz-Wolfratshausen.