Beilngries: Stadttürme, Wasserwege und Kultur
Unterkünfte in Beilngries
Beilngries verbindet mittelalterliche Stadtgeschichte mit einer Landschaft, die von Wasser geprägt ist. Zehn der ursprünglich fünfzehn Stadttürme sind erhalten geblieben; ihre Errichtung begann ab 1407. Zugleich ist die Stadt von Altmühl, Sulz, Main-Donau-Kanal und Ludwigskanal umgeben. Kultur und Wasser geben Ihrem Aufenthalt damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte.
Stadttürme, Kirchen und Stadtgeschichte
Ein Stadtrundgang durch Beilngries dauert eine Stunde und ist zwei Kilometer lang. Das gibt Ihnen einen klar umrissenen zeitlichen Rahmen, um die Stadt zu Fuß kennenzulernen. Zu den markanten Sakralbauten zählt die Frauenkirche: Der Rokokobau gilt als bedeutendster Sakralbau der Stadt. Seine Errichtung begann ab 1753 unter Maurizio Pedetti, dem fürstbischöflichen Hofbaudirektor. Auch die Stadtpfarrkirche St. Walburga setzt einen eigenen Akzent. Mit ihren buntglasierten Turmhelmen bildet sie den auffälligen Mittelpunkt innerhalb des Kreises, den die historischen Türme der Beilngrieser Altstadt beschreiben.
Schloss Hirschberg bewahrt in seinem heutigen Erscheinungsbild mehrere Elemente der früheren Burganlage: Schlossmauer, Grafenbau, Bergfried und Burgkapelle. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann diese erhaltenen Bestandteile als konkreten Zugang zur Vergangenheit der Anlage betrachten. Eine andere Perspektive auf Alltagsgeschichte bietet das Spielzeugmuseum Beilngries. Es zeigt altes Spielzeug jeder Art, das der Kulturhistorische Verein Beilngries-Kinding e. V. zusammengetragen und zu einer Ausstellung vereint hat. Zur Sammlung gehören eine groß dimensionierte Modelleisenbahnanlage und besondere Spielbereiche, in denen Kinder spielen können.
Wasserwege und Technik erleben
Das Wasser prägt Beilngries nicht nur landschaftlich. Am Ortsrand wurden zwischen 1836 und 1845 als Bestandteile des Ludwig-Donau-Main-Kanals ein zweigeschossiges Hafenmeisterhaus, ein Güterschuppen sowie eine Kaimauer mit Eisenkran errichtet. Diese Bauwerke verweisen auf die technische und wirtschaftliche Geschichte der Wasserstraße. Seit 2017 befindet sich in der Gösselthalmühle direkt am Main-Donau-Kanal das Informations- und Besucherzentrum Erlebniswelt Wasserstraße. Dort geht es um Wasserstraßen, Technik, Schifffahrt und Natur; an interaktiven Stationen können Besucher Themen rund um Schifffahrt und Wasserstraßen erkunden.
Wenn Sie lieber selbst auf dem Wasser unterwegs sein möchten, lässt sich die Altmühl von Beilngries aus beim Bootwandern erkunden. So stehen in der Stadt unterschiedliche Zugänge zum Thema Wasser nebeneinander: historische Kanalbauten, Einblicke in Schifffahrt und Technik sowie eine Aktivität auf dem Fluss. Welche dieser Seiten Sie in den Mittelpunkt stellen, kann den Charakter Ihres Aufenthalts mitbestimmen.
Natur und Ausblicke rund um Beilngries
Die vier Wasserstraßen – Altmühl, Sulz, Main-Donau-Kanal und Ludwigskanal – bilden den Rahmen einer Naturlandschaft, die auch durch die Kraft des Wassers geformt wurde. Für einen Spaziergang bietet der Wünschelrutenweg Ausblicke über Beilngries, den Main-Donau-Kanal und das Altmühltal. Ein weiterer besonderer Landschaftspunkt ist das Geotop Malmschichten am Arzberg. Seine Abbauwände sind 70 Meter hoch; der ehemalige Steinbruch dokumentiert einen Ablagerungszeitraum von etwa fünf Millionen Jahren. Der Weg und das Geotop eröffnen unterschiedliche Perspektiven: hier der Blick über die Umgebung, dort ein sichtbarer Einblick in ihre geologische Geschichte.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Eichstätt
Auch das übergeordnete Reiseziel Eichstätt bietet eigene Kultur- und Naturthemen. Im Jura-Museum Eichstätt liegt der Schwerpunkt auf Fossilien der Solnhofener Plattenkalke; außerdem ist dort das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx zu sehen. Die Willibaldsburg wurde 1355 von Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. Von der 420 Meter langen Burg sind unter anderem Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 Meter lange Torhalle und der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten. Im 1.500 Quadratmeter großen Bastionsgarten wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt; dort können Besucher viele der ursprünglichen Pflanzenarten kennenlernen. Der Fossilienpfad Eichstätt ergänzt diese Auswahl als mittelschwerer, neun Kilometer langer Rundweg für Familien.
So lässt sich der gewünschte Reisestil mit den unterschiedlichen Themen verbinden, die Beilngries selbst bietet.
Weitere Reiseziele entdecken: Kinding, Titting, Altmannstein, Schernfeld, Mörnsheim, Denkendorf, Böhmfeld, Kösching.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eichstätt.