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Marktoberdorf entdecken

Unterkünfte in Marktoberdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Marktoberdorf lässt sich über seine Stadtgeschichte, eine besondere Krippentradition und Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten entdecken. Im Stadtmuseum steht die Entwicklung des Ortes im Mittelpunkt; dazu kommen zeitgenössische Kunst, Nachkriegsgeschichte und Märkte, die das Jahr auf verschiedene Weise prägen. Wer gern draußen unterwegs ist, kann zwischen einem Themenpfad, einer Mountainbikerunde sowie Rad- und Pilgerwegen wählen. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Kultur, Marktterminen oder Bewegung ausrichten.

Stadtgeschichte, Kunst und Krippentradition

Das Stadtmuseum Marktoberdorf vermittelt in 18 Räumen auf rund 380 Quadratmetern die Entwicklung eines Ortes vom Dorf über den Markt zur Stadt. Diese Entwicklung gibt dem Besuch einen klaren thematischen Zusammenhang: Im Mittelpunkt steht, wie sich der Ort über die verschiedenen Stufen hinweg verändert hat. Im selben Gebäude befindet sich das Riesengebirgsmuseum Marktoberdorf. Sein historischer Schwerpunkt ist die Heimatvertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. Damit begegnen Ihnen unter einem Dach zwei unterschiedliche Perspektiven – die Entwicklung des Ortes und ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte.

Das Künstlerhaus Marktoberdorf widmet sich der zeitgenössischen Kunst. In der städtischen Sammlung sind über 100 Künstler vertreten; seit den 1970er-Jahren bildet sie einen Querschnitt der Allgäuer und schwäbischen Kunst. Eine weitere, saisonale Besonderheit ist die Spöttl-Krippe im Stadtmuseum: Sie gilt als älteste mechanische Krippe Schwabens und wird traditionell während der Adventszeit präsentiert. Zusammen ergeben diese Themen verschiedene Zugänge zu Marktoberdorf – von Ortsgeschichte über Kunst bis zu einer festlichen Tradition, die besonders in der Adventszeit ins Blickfeld rückt.

Ein weiterer geschichtlicher Akzent liegt in der Tiefgarage des Rathauses von Marktoberdorf: Dort befindet sich eine der größten Nachkriegsbunkeranlagen der Region. Das Bunkererbe erweitert die Themen des Museums um einen konkreten Ort mit Bezug zur Nachkriegszeit.

Märkte im Jahreslauf

Das Marktgeschehen hat unterschiedliche Rhythmen. Wöchentlich findet ein Wochenmarkt statt; jährlich kommen der Urbani- und der Martinimarkt sowie ein Weihnachtsmarkt hinzu. Die Stadt organisiert den Weihnachtsmarkt seit über 50 Jahren. Rund 40 weihnachtlich geschmückte Buden bieten unter anderem Dekoration, Filzarbeiten, Holzschnitzereien, Keramik, Schmuck, Süßigkeiten und wärmende Getränke an. Damit steht neben dem regelmäßigen Wochenmarkt auch ein saisonaler Markt mit einem breiten Angebot im Jahreslauf.

Wenn ein bestimmter Markt für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie vorab die jeweiligen Termine. Die Daten der Märkte variieren von Jahr zu Jahr; auch das Programm des Weihnachtsmarkts kann sich ändern.

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Zu Fuß, mit dem Rad oder auf Pilgerwegen

Der Clemens-Wenzeslaus-Pfad beginnt mitten in Marktoberdorf und führt bis zum Tempel am Ende der Lindenallee. Der Weg ist knapp 6 Kilometer lang; Informationstafeln greifen Geschichten und Geschichte rund um Marktoberdorfs berühmtesten Bewohner auf. So verbindet der Pfad eine überschaubare Streckenlänge mit einem historischen Thema. Für sportlich aktive Mountainbiker richtet sich die Bikerunde Hochwieswald an eine andere Art des Unterwegsseins. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Marktoberdorf und des Deutschen Alpenvereins, Sektion Allgäu-Immenstadt, Ortsgruppe Marktoberdorf.

Auch für Radreisen ist Marktoberdorf in größere Strecken eingebunden: Die Stadt liegt mitten auf der 475 Kilometer langen Radrunde Allgäu. Der 156 Kilometer lange Allgäu Radweg führt von Isny bis Halblech und ebenfalls mitten durch Marktoberdorf. Über den fahrradfreundlichen Bahnhof Marktoberdorf bestehen Verbindungen zu anderen Etappenorten. Die beiden Radwege bieten damit einen konkreten Bezug für unterschiedliche Reiseplanungen: eine längere Runde durch das Allgäu oder eine Strecke mit den genannten Endpunkten Isny und Halblech.

Marktoberdorf liegt außerdem auf der Strecke einer Pilgerroute von München zum Bodensee und ist Ziel- und Ausgangspunkt mehrerer Routenvarianten. Eine Variante führt vom Auerberg durch das Geltnachtal nach Marktoberdorf und weiter nach Oberthingau oder Görisried. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie zunächst überlegen, ob Sie eher Zeit für Museen und Märkte einplanen oder Rad- und Pilgeretappen in den Mittelpunkt stellen möchten. Die genannten Angebote eröffnen unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt, ohne dass daraus ein einheitliches Programm entstehen muss.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostallgäu.