Rom rollstuhlgerecht

Rom rollstuhlgerecht Fontana di Trevi in Rom, einer der größten Brunnen in Europa

Rom rollstuhlgerecht erleben

Rom rollstuhlgerecht, die Hauptstadt Italiens ist nicht überall rollstuhlgerecht zugänglich. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten, Plätze und Parks können jedoch von den Besuchern in Rom rollstuhlgerecht besichtigt werden. Auch einer ausgiebigen Einkaufstour steht nichts im Weg in Rom. Barrierefrei gestaltet sind neben den vielen Monumenten und Sehenswürdigkeiten auch viele große Geschäfte und kleine Boutiquen in der Mode-Metropole.

Viele sagen, Rom sei nur mit einer 1-zu-1-Betreuung gut zu besuchen und haben in weiten Teilen vielleicht auch Recht damit. Doch die Ewige Stadt mit ihrer schier unbegrenzten Fülle an Sehenswertem, Genussreichem, Historischem, Modischem und vor allem Lebendigem ist in jedem Fall ein unvergessliches Reiseziel. Nicht nur der Vatikan mit den Museen, dem Petersdom und weiteren interessanten Bauwerken wird hier besonders gerne besucht. Es sind auch die vielen Mode-Geschäfte, die Restaurants, Museen, Plätze, Parks, Cafés, das Forum Romanum (sehr abenteuerlich für Rollifahrer) und Ostia Antica und, und, und...

Rom rollstuhlgerecht, barrierefreie Anreise

Rom rollstuhlgerecht erleben und schon die Anreise barrierefrei als Teil des Rollstuhl-Urlaubs gestalten. So gibt es keine bösen Überraschungen. Der Flughafen Aeroporti die Roma Ciampino bietet einen Begleitservice der Gruppe ADR Assistance, durch welche mobilitätseingeschränkte Flugpassagiere unterstützt werden. Dieser Service ist auch am Flughafen Fiumicino vor Ort. Hier gilt wie auch an anderen Flughäfen, sich bis spätestens 48 Stunden vor Reiseantritt bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu melden, um den Bedarf bekannt zu geben. Beide Flughäfen in Rom sind für Besucher im Rollstuhl barrierefrei gestaltet.

Rom rollstuhlgerecht, Unterkünfte

Barrierefreie Zimmer nach Art eines Bed-and-Breakfast, Hotels, Ferienwohnungen und auch Ferienhäuser sind sehr gut zu finden in Rom. Rollstuhlgerecht ausgestattete Unterkünfte, bei denen Hilfsmittel, breite Türen, erhöhte Betten, unterfahrbare Waschbecken und befahrbare Duschen selbstverständlich sind. Man kann aus einem breit gefächerten Angebot wählen und jederzeit den Anbieter kontaktieren, um genau Informationen zu den Möglichkeiten der Unterkunft zu erhalten.

Mobilität in Rom rollstuhlgerecht

Wer mobil sein möchte kann in Rom rollstuhlgerecht ausgestattete Öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Mit der Metro kann man zu vielen Sehenswürdigkeiten in und um Rom fahren. Bei allen Verkehrsmitteln und Haltestellen gilt jedoch, dass sie nicht 100% barrierefrei sind. Bei den Bussen ist etwa jeder zweite Bus rollstuhlgerecht und auch nicht alle Metrostationen sind zugänglich gestaltet. Mit einer Begleitperson lassen sich jedoch manche Barrieren bewältigen.

Mit einem rollstuhlgerechten Bus für Stadtrundfahrten kann man Touren unternehmen, um in aller Ruhe die sehenswerten Bauwerke und Plätze der Stadt erklärt zu bekommen. Die mit dem Rollstuhl-Symbol gekennzeichneten Busse sind mit einem 24 Stunden-Ticket zu benutzen.

Manche mieten sich ein Auto in Rom – oftmals werden diese auch auf Wunsch zur Unterkunft gebracht. Wer erfahren ist und entspannt, kann sich den römischen Verkehr antun, alle Anderen steigen besser auf öffentliche Verkehrsmittel um.

Sehenswürdigkeiten in Rom rollstuhlgerecht

Es ist im Grunde ein nicht enden wollendes Kapitel – Rom und seine Sehenswürdigkeiten. Hier kann nur ein kleiner Einblick geschaffen werden, um einige der rollstuhlgerechten Bauwerke und Orte vorzustellen. Rollstuhlfahrer werden beispielsweise im Vatikan bestens behandelt, denn hier muss man nicht in einer der oft langen Schlangen warten, sondern wird durch gesonderte Einlässe geleitet. In Rom gilt, wie in vielen anderen Städten in Italien, rolligerecht gestaltete Gebäude, Plätze, Parks und Sehenswürdigkeiten machen einen Rollstuhl-Urlaub im Land auch für Gäste mit Behinderungen attraktiv.

Petersdom in Rom rollstuhlgerecht

„Beeindruckend“ ist wohl das erste Wort, das jedem Besucher des Petersdoms in den Kopf kommt. Dies liegt mit Sicherheit auch an seinen Maßen, die ihn zu einem der größten kirchlichen Bauwerke der Welt machen: Er bietet Platz für 20.000 Menschen und seine Fläche beträgt über 15.000 Quadratmeter. Der Petersdom (Basilica di San Pietro) kann kostenlos besucht werden. Um die Basilica in Rom rollstuhlgerecht zugänglich zu gestalten, wurde in das Gebäude ein (kostenpflichtiger) Aufzug installiert, der Besuchern im Rollstuhl ermöglicht, die Kuppel zu besichtigen. Zunächst geht es hierfür auf die Portikus Aussichtsterrasse. Von hier aus kann man hinter den berühmten großen Statuen über den ganzen Petersplatz und zur herrlichen Engelsburg blicken. Man kann von der Kuppel aus auch in den Vatikan schauen und die Gärten sehen, die Museen, die Radiostation, den vatikanischen Bahnhof und auch die Sixtinische Kapelle mit ihrem berühmten Kamin, durch den bei der Papstwahl der schwarze oder weiße Rauch aufsteigt. Am Petersdom muss man mit Personenkontrollen rechnen, der Eintritt ist kostenlos. Man sollte auf passende Kleidung achten und nicht freizügig bekleidet sein. Rampen und Lifte sorgen für gute Besichtigungsmöglichkeiten. Eine der vielen künstlerischen Schönheiten des Doms ist die Pietà von Michelangelo, einem seiner grandiosen Meisterwerke.

Vatikanische Museen und die Sixtinische Kapelle barrierefrei

Zur Sixtinischen Kapelle geht es für Rollstuhlfahrer über einen speziellen Weg und sie präsentiert die berühmten Fresken Michelangelos wie „Die Erschaffung Adams“ und viele andere. Wenn die Kapelle sehr voll ist, kann es etwas unangenehm werden und schwierig, vom Rollstuhl aus die Malereien zu betrachten. Sie ist Teil der Vatikanischen Museen, die einige der wichtigsten und größten Sammlungen der Welt zeigen. Orientalische Exponate aus dem Altertum, die klassische Antike, etruskisch-italienisches Altertum, frühchristliche und auch mittelalterliche Kunst sind hier vertreten.

Diokletianstherme

Sehr schön ist auch der Blick in die Vergangenheit, der sich in den Thermen des Diokletian bietet. Die Thermen wurde zwischen 298 und 306 von mehreren Zehntausend Sklaven erbaut und gehören zu den größten Anlagen dieser Art in Rom. Später wurde der Badebetrieb eingestellt und die Bauwerke zum Teil als Steinbruch genutzt. Ein Teil des Gebäudes wurde nach Plänen von Michelangelo in eine Kirche umgestaltet. Die Kirche Santa Maria degli Angeli e di Martiri wurde erst im 18. Jahrhundert fertig.

Santa Maria Maggiore bedingt rollstuhlgerecht

Die Kirche Santa Maria Maggiore in Rom ist nur bedingt rollstuhlgerecht ausgelegt. Eine Assistenz für Rollifahrer wird empfohlen. Die Kirche geht auf frühchristliche Zeiten zurück und so lassen sich auch noch Mosaike aus dieser Zeit bestaunen. Der Bau dieser Kirche trug ab dem 5. Jahrhundert maßgeblich zur Bildung des Marienkultes bei. Etwas besonderes ist sicherlich auch der Vorplatz, denn er zeigt einen 14,3 Meter hohe Mariensäule, die aus der Maxentiusbasilika am Forum Romanum stammt.

Forum Romanum nicht rollstuhlgerecht gestaltet

Das Forum Romanum ist ein weiterer Klassiker bei einem Besuch in Rom. Wie einmalig ist der Blick zurück in die Zeit der Antike, den das älteste römische Forum bietet! Einst war es der Mittelpunkt des religiösen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Lebens der Stadt und ist in der heutigen Zeit eine der wohl wichtigsten Ausgrabungsstätten in Bezug auf das antike Rom. Rollstuhlgerecht ist das Forum allerdings nicht. Kopfsteinpflaster und unwegsames Gelände machen einen Besuch für Rollstuhlfahrer nahezu unmöglich. Auf den holperigen Wegen und Straßen des Forum Romanum wird eine (kräftige) Assistenz vorausgesetzt. Die meisten Besucher mit Mobilitätseinschränkungen sagen jedoch, es sei die Mühe wert.

Kontaktadresse zum Tourismusbüro

APT del Comune di Roma
Centro Visitatori
Via Parigi 5
Telefon 0039 (0)81-2525 711
Webseite www.turismoroma.it/?lang=de

Foto: www.wato.de, Alesia Belaya

News

Bundeslehrgang Barrierefreies Budo
„Barrierefreies Budo“, der Bundeslehrgang geht in die 12. Runde. Am 12. und 13. September 2015 öffnet die Karateschule Nippon in Bremerhaven die Pforten und lädt Menschen mit Behinderungen zum Selbstverteidigungskurs ein.
Barrierefreies Estland Pressereise
Sabine Wiedamann, Redakteurin von wato.de, wird an der Pressereise Unentdeckte Perlen des barrierefreien Estland teilnehmen.
Barrierefreiheit, Zertifizierungen am Hochdahler Markt
Erste Zertifizierungen auf Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer in Geschäften und bei Dienstleistern am Hochdahler Markt wurden von wato durchgeführt.

Facebook & Google+