Springstille: Höhenlage, Fachwerk und Kirchengeschichte
Unterkünfte in Springstille
Springstille liegt 380 Meter über dem Meeresspiegel am Fuß des östlichen Ausläufers von Stiller Stein und Stiller Berg. Im näheren Umfeld liegt der Quellteich des Flüsschens „Stille“. Auch das Gasthaus zur Hechel gibt eine konkrete Orientierung im Ort: Es liegt direkt am Ortseingang von Springstille.
Kirche und Ortsgeschichte in Springstille
Die Springstiller Kirche verbindet mehrere historische Zeitschichten. Ihre mittelalterliche Vorgängerkirche war St. Peter und Paul geweiht, diente als Pfarrsitz von Steinbach-Hallenberg und wurde 1285 zerstört. Von ihr blieben die untersten Geschosse des Turms erhalten. Das Kirchenschiff der Springstiller Kirche wurde vermutlich 1628 an den Turm angebaut; die Datierung ist also als wahrscheinlich überliefert.
Die Kirche ist eine der wenigen unverputzten Fachwerkkirchen im Kirchenkreis Schmalkalden. Auch zwei ihrer Ausstattungsstücke haben eine eigene kunsthistorische Einordnung: Opferstock und Taufstein sind Arbeiten des bäuerlichen Rokoko. Springstille wurde 948 erstmals urkundlich erwähnt. Die frühe Ortsnennung und die späteren Bauphasen der Kirche eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschichte des Ortes.
Weitere Erlebnisse im übergeordneten Reiseziel Schmalkalden
Im übergeordneten Reiseziel Schmalkalden ergänzen Bau- und Reformationsgeschichte die Springstiller Ortsgeschichte. Der Bau der Stadtkirche St. Georg in Schmalkalden begann 1413/14 unter Einbeziehung von Teilen einer romanischen Vorgängerkirche. Bei der bedeutendsten Tagung des Schmalkaldischen Bundes im Jahr 1537 predigten dort die bekanntesten Theologen jener Zeit; Martin Luther legte in der Stadtkirche seine Schmalkaldischen Artikel vor.
Schloss Wilhelmsburg erhebt sich über der Altstadt von Schmalkalden und beherbergt eine Dauerausstellung zur Zeit Martin Luthers und des Schmalkaldischen Bundes. Im Museum Schloss Wilhelmsburg können Besucher die Festsäle, die reich verzierte Schlosskirche, originale Raumstrukturen mit Wandmalereien und Stuckaturen, die Herrenküche sowie den Terrassengarten besichtigen. Auch eine historische Holzpfeifenorgel ist dort weiterhin bespielbar. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangs- und Öffnungszeiten.
Eine andere Art des Erlebens bietet die Viba Nougat-Welt in Schmalkalden: Durch eine gläserne Manufaktur können Besucher beobachten, wie Nougat hergestellt wird. In verschiedenen Workshops lassen sich Pralinen, Schokolade oder eine klassische Nougatstange selbst herstellen. Prüfen Sie vorab die aktuellen Buchungsdetails für die Workshops.
Wer sich für Industriegeschichte interessiert, findet in Schmalkalden mit der Neuen Hütte einen weiteren Schwerpunkt. Aufgrund ihres sehr guten Erhaltungszustands lässt sich dort eine frühindustrielle Hochofenanlage noch in ihrer Gesamtheit nachvollziehen. Besucher können den originalen Ofen rundherum erkunden und bis auf eine Höhe von über 11 Metern steigen. Öffentliche Stadtführungen durch die historische Altstadt Schmalkaldens werden von April bis Oktober angeboten; bestätigen Sie Termine und Abfahrtsdetails bei der Tourist Information.
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