Roßdorf entdecken: Geschichte, Kirchenkunst und Wanderwege
Unterkünfte in Roßdorf
Roßdorf verbindet die Erinnerung an ein Gefecht von 1866 mit einer Kirche voller architektonischer Details und zwei unterschiedlich angelegten Wanderwegen. Der Ort liegt im Thüringer Teil des Biosphärenreservats Rhön. Kulturgeschichte und Wandern bilden damit zwei markante Schwerpunkte für die Planung eines Aufenthalts.
Gefecht am Nebelberg und Roßdorfer Kirchenkunst
Am 4. Juli 1866 kämpften nahe Roßdorf am Nebelberg bayerische Truppen auf österreichischer Seite und preußische Truppen. Dabei gab es Hunderte Tote und Verletzte. Auf dem Friedhof von Roßdorf erinnert ein Sandsteinobelisk, das Bayerndenkmal, an die gefallenen bayerischen Soldaten. Ein kleines Museum in Roßdorf informiert über das Gefecht am Nebelberg und ist auch als Museum 1866 bekannt. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie bitte vorab die aktuelle Zugänglichkeit.
Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte erschließt die Trinitatiskirche. Sie ist hauptsächlich ein Barockbau und wurde von 1682 bis 1733 weitgehend erneuert sowie um zwei Fensterachsen nach Osten erweitert. Bei diesem Umbau entstand auch der Turm neu – an der ungewöhnlichen Nordseite der Kirche. Der lang gestreckte Saalbau fällt durch seine Raumtiefe auf; figürliche Malereien schmücken das Tonnengewölbe und die Brüstungen der dreiseitig umlaufenden, zweigeschossigen Emporen. Zum historischen Kircheninventar gehört außerdem ein achteckiger Taufstein aus dem Jahr 1674.
Auch Carl Wagner ist mit Roßdorf verbunden: Zur Ausstellung im Gutshof Roßdorf gehören mehrere Reproduktionen wichtiger Ölbilder und einige Originalgrafiken des Künstlers. Damit stehen neben der Baugeschichte der Kirche auch Malerei und Grafik als eigene Themen im Ort. Für einen geplanten Besuch der Ausstellung empfiehlt es sich, die aktuelle Zugänglichkeit vorab zu prüfen.
Zwei Wanderwege mit unterschiedlichen Routenformen
Der Wagner-Mosengeil-Gedenkweg erinnert an Ernst Wagner und führt von Roßdorf über den Pleß nach Breitungen. Die Strecke ist 14 km lang und beginnt am Pfarrhaus Roßdorf. Zunächst verläuft sie über Kirchweg, Badegasse, Schlosspark, Salzunger Weg, Hohe Straße und Eichberg zur Stoffelskuppe. Weiter geht es über Roßdorfer Tor, Roßdorfer Ausspanne, Hohlweg, Kleine Pleßwiese, Pleßkuppe, Roten Stock und Breiten Weg nach Breitungen. Unterwegs liegen außerdem die Abzweige Helmers und Gaststätte Wittgenthal, Knollbach, die Breitunger Landwehr, der Weg Richtung Bahnhof und das Naturschutzgebiet Breitunger Seen. Zu den weiteren genannten Wegpunkten zählen Kirche, Forstamt, Markt, Zehntmauer und Gaststätte Zur Linde sowie das Pfarrhaus Frauenbreitungen.
Anders angelegt ist der Rundwanderweg Roßdorf 2: Die 12 km lange Runde startet am Bürgerhaus und führt über den Park, die Roßdorfer Kutte, den Salzunger Weg (Wagner-Mosgeil-Weg), die Stoffelskuppe, den Hohen Rain, die Bernshäuser Kutte, Bernshausen, das Horn, den Langen Rain und die Bernshäuser Straße zurück nach Roßdorf. Für Ihre Tages- und Unterkunftsplanung ist dieser Unterschied konkret: Die Runde kehrt nach Roßdorf zurück, während der Gedenkweg bis Breitungen führt. Prüfen Sie für detaillierte Tourenplanung die aktuellen Grenzen des Biosphärenreservats.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Schmalkalden-Meiningen
Im übergeordneten Reiseziel Schmalkalden-Meiningen ergänzen weitere Kultur- und Genussthemen die Ortsgeschichte Roßdorfs. In Schmalkalden können Besucher in der Viba Nougat-Welt die Nougatherstellung in einer gläsernen Manufaktur erleben. Praktische Confiserie-Kurse laden dazu ein, Schokolade zu gießen, Nougat zu verzieren und Pralinen zu kreieren. Kurszeiten und Buchungsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese Angaben daher vor Ihrer Planung.
Einen Kontrast aus Handwerk und Industriegeschichte bietet ebenfalls in Schmalkalden das Hochofenmuseum „Neue Hütte“. Die Hochofenanlage stammt aus dem Jahr 1835; bis 1924 wurden dort einheimische Eisenerze auf Holzkohlebasis zu Roheisen verhüttet. Die Ausstellungen widmen sich der fast 1300-jährigen Geschichte der Eisen- und Stahlwarenproduktion in der Region Schmalkalden, einschließlich der bekannten „Schmalkalder Artikel“. Eine 45-minütige Führung behandelt Geschichte und Funktion des Hochofenbetriebs.
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Grabfeld, Breitungen/Werra, Fambach, Henneberg, Trusetal, Oberschönau, Zella-Mehlis, Meiningen
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