Hersel: Rheinaue, Radwege und Geschichte
Unterkünfte in Hersel
Wer Hersel kennenlernt, trifft auf unterschiedliche Themen: die geschützte Aue am Rhein, Wege für Spaziergänge, Jogging und Radfahren, historische Bauwerke und den Marienhof mit seiner Weinwirtschaft. Diese Mischung eröffnet verschiedene Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Sie können überlegen, ob die Landschaft, eine Radroute oder die Ortsgeschichte den Takt Ihrer Reise bestimmen soll.
Rheinaue und Natur am Rhein
Die Rheinaue bei Hersel ist eine großflächige, unter Landschaftsschutz stehende Aue. Der Leinpfad am Rhein in der Rheinaue wird von Fußgängerinnen und Fußgängern, Joggerinnen und Joggern sowie Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt. Auch auf dem Auenweg sind diese Gruppen unterwegs; er führt mitten durch die Rheinaue.
Das Herseler Werth liegt vollständig auf Bornheimer Gebiet. Die rund 15 Hektar große Rheininsel steht unter Naturschutz und darf seit 1993 nicht betreten werden. Auf Herseler Werth brüten Pirol, Nachtigall und Schwarzmilan. Der Schutzstatus und das Brutvorkommen bilden eine andere Seite des Naturraums als die Wege, auf denen Menschen zu Fuß, joggend und mit dem Rad unterwegs sind.
Radroute und Natur-Kultur-Pfad
Hersel ist an die rund 40 Kilometer lange Bornheimer Nebenroute der RHEINISCHEN APFELROUTE angebunden. Die Schleife verbindet alle 14 Bornheimer Ortschaften zwischen Rhein und Vorgebirge. Wer die Reise nach dem Umfang der Route ausrichten möchte, kann diese regionale Runde von den Wegen in der Rheinaue unterscheiden: Hier geht es um eine Schleife durch die Ortschaften, dort um Wege innerhalb der Aue.
Eine weitere Routenstruktur bietet der Natur-Kultur-Pfad. Er besteht aus drei Einzeltouren in Hersel, Uedorf und Widdig. Die Apfelroute verbindet alle 14 Bornheimer Ortschaften in einer Schleife; der Natur-Kultur-Pfad ist in drei Touren für diese drei Orte gegliedert. So lassen sich die Routen nach ihrer jeweiligen Reichweite unterscheiden, ohne sie zu einem einzigen Wegangebot zusammenzufassen.
Gutshof, Kirchen und Ortsgeschichte
Der Marienhof verbindet Baugeschichte mit der Weinwirtschaft des Ortes. Der vierflügelige Gutshof besitzt ein spätklassizistisches Herrenhaus aus dem Jahr 1867. Der ehemalige Bauern- und Winzerhof ist von einer großen Parkanlage mit altem Baumbestand umgeben. Die Eigentümerfamilie betreibt dort eine Weinkellerei und einen Weinhandel. Frühere Hofnutzung, Architektur und heutiger Weinhandel treffen hier unter einem Namen zusammen.
Auch Kirchenbauten geben Hersel einen historischen Rahmen. Der Aegidiussaal ist ein barockes Kirchlein aus dem Jahr 1744 und wird heute als Gemeindezentrum genutzt. Die Pfarrkirche St. Aegidius wurde ab 1899 erbaut und 1901 konsekriert. Als weitere historische Ortsmarke gilt die ehemalige Germania-Brauerei, die aus dem Jahr 1864 stammt.
Zur Erinnerungskultur gehören der Jüdische Friedhof Hersel und die Stolpersteine in der Germanenstraße. Der Friedhof wurde Mitte des 19. Jahrhunderts an der heutigen Elbestraße angelegt, wohl zwischen 1848 und 1853. Vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Rolef in der Germanenstraße 26 erinnern Stolpersteine an Familienmitglieder, die im Holocaust ermordet wurden. Diese Orte setzen unterschiedliche historische Akzente: Der Friedhof verweist auf Hersels jüdische Geschichte, die Stolpersteine auf das Schicksal der Familie Rolef.
Herseler Herbst und passende Schwerpunkte
Auch der „Herseler Herbst“ gehört zur örtlichen Tradition. Er findet traditionell am dritten Sonntag im September statt. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Termin ausrichten möchten, prüfen Sie die Daten für das jeweilige Jahr vorab.
So beginnen Sie Ihre Suche mit den Erlebnissen, die für Ihre Reise wichtig sind.
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