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Widdig: Rheinblick und Ortsgeschichte entdecken

Unterkünfte in Widdig

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Widdig verbindet Rheinblicke mit einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Von den Rheinterrassen richtet sich der Blick nach Süden über den Rhein, zur Insel Herseler Werth, nach Bonn und zum Siebengebirge. In der Pfarrkirche St. Georg treffen Baugeschichte und Kunst aufeinander; die Georgs-Prozession führt eine lange Tradition fort. Zusammen ergeben diese Themen einen besonderen Zugang zum Ort – vom Landschaftsbild bis zu den Geschichten, die in Widdig erinnert werden.

Rheinblick und Bornheimer Uferlandschaft

Die Aussicht von den Rheinterrassen umfasst mehrere markante Ziele zugleich: den Fluss, das Herseler Werth, Bonn und das Siebengebirge. Das Herseler Werth ist eine etwa 15 Hektar große Rheininsel und Naturschutzgebiet. Seit 1993 darf die Insel nicht mehr betreten werden; sie gehört also zum Landschaftsblick, nicht zu einem Ausflugsziel zum Betreten.

Im übergeordneten Reiseziel Bornheim erstreckt sich der Rheinufersaum über 4,5 Kilometer. Der Leinpfad wird von Spaziergängern, Joggern, Skatern und Radfahrern genutzt. Das gibt dem Aufenthalt einen größeren landschaftlichen Rahmen, während der Blick von Widdigs Rheinterrassen einen konkreten Bezugspunkt am Ort bietet. Auch das Gebiet um das Gestüt Aluta in Widdig wird von Spaziergängern, Radfahrern und Sportlern genutzt.

St. Georg: Kirchenbau und Kunst

Die Pfarrkirche St. Georg an der Römerstraße 63 entstand zwischen 1927 und 1929 als Saalkirche. Die Architekten Renard und van Geisten planten den Bau anstelle einer älteren Kapelle. Zur Anlage gehört auch ein Pfarrhaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. An der Orgel zeigt sich eine weitere Facette der Kirche: Die von der Bonner Orgelbauwerkstatt Johannes Klais gebaute Typenorgel gilt als bedeutsam, weil Kleinorgeln aus dieser Zeit inzwischen selten sind.

Auch die Fenster geben der Kirche ein eigenes künstlerisches Profil. Die Werkstatt Oidtmann fertigte zwischen 1986 und 1988 Fenster aus mundgeblasenem Glas an. Die Schiffer-Fenster gestaltete der Glasmaler und Künstler Herb Schiffer; sie wurden im Zuge der Renovierung und Neuausstattung zwischen 1986 und 1989 eingebaut. Für Besucher, die sich für Architektur und sakrale Kunst interessieren, bietet St. Georg so mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte – vom Baukörper bis zu den Details der Ausstattung.

Kapelle, Ortsgeschichte und Georgs-Prozession

Die Geschichte des heutigen Gotteshauses ist eng mit dem Rhein und seiner Landschaft verbunden. Eine frühere Kapelle stand näher am Fluss. Beim Hochwasser von 1784 wurde sie fortgerissen, nachdem das unterspülte Steilufer abgerutscht war. Widdig wird um das Jahr 898 in einer Schenkung des Grafen Alfwin an Sankt Cassius erwähnt.

Eine lebendige Tradition ist die Georgs-Prozession: Sie besteht in der Pfarrei seit mehr als 350 Jahren und zieht jedes Jahr zum Patrozinium von Ende April bis Anfang Mai durch ganz Widdig. Wer den Aufenthalt an diesem Brauch ausrichten möchte, sollte die konkreten Termine für das jeweilige Jahr prüfen. Geschichte lässt sich hier sowohl an einem einzelnen Bauwerk als auch an einem wiederkehrenden gemeinschaftlichen Anlass entdecken.

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Wege und Erinnerungsorte

Der Radfernwanderweg Duisburg–Köln–Bonn–Mainz ist in Widdig Teil des linksrheinischen Jakobswegs. Dazu kommt der Natur-Kultur-Pfad mit drei Einzeltouren in Hersel, Uedorf und Widdig. Diese Wege eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Umgebung: Der Jakobsweg verbindet Widdig mit einer überregionalen Pilgerroute, während der Natur-Kultur-Pfad mehrere Bornheimer Ortschaften einbezieht.

Zur Ortsgeschichte gehört auch das Gedenken an die Familie Rolef. An der Germanenstraße 26 erinnern 2010 verlegte Stolpersteine an Berta Rolef, geborene Kahn, und Abraham Rolef. Vier weitere Stolpersteine an derselben Adresse erinnern an Sally Salomon Rolef, Else Rolef, Hans Rolef und Ruth Rolef; sie gehören zu den Verlegungen des Jahres 2021. Zusammen mit der Kirche und der Prozession geben diese Erinnerungsorte der Reise eine historische Dimension, die über das Landschaftserlebnis hinausgeht.

Widdig und das größere Reiseziel Bornheim

Wer über Widdig hinaus Rad fahren möchte, kann Bornheim als übergeordneten Rahmen einbeziehen. Die Bornheimer Nebenroute der Rheinischen Apfelroute ist eine rund 40 Kilometer lange Radschleife, die alle 14 Ortsteile zwischen Rhein und Vorgebirge verbindet. Sie setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die Ortsgeschichte und die Kirchenkunst in Widdig: Hier steht die Erkundung der Bornheimer Umgebung auf dem Rad im Vordergrund.

So können Sie Ihre Standortwahl an den geplanten Erlebnissen ausrichten, ohne die unterschiedlichen Orts- und Regionalthemen gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Hersel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bornheim.

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