Hinrichshagen zwischen Radweg und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Hinrichshagen
Felder, Wiesen und ein landwirtschaftlich geprägtes Umfeld geben Hinrichshagen seinen ländlichen Charakter. Der Ort liegt direkt vor den Toren Greifswalds und hat eine ruhige, naturnahe Umgebung. Für die Wahl des Reiseziels können Sie daher abwägen, ob der ländliche Ortscharakter und der örtliche Radweg Ihren Aufenthalt prägen sollen oder ob Greifswald stärker im Mittelpunkt steht. Hinrichshagens Geschichte bietet daneben einen eigenen Zugang: Die Entwicklung der Siedlung reicht vom mittelalterlichen Landesausbau bis zu Veränderungen des 20. Jahrhunderts.
Radweg zwischen Dersekow und Hinrichshagen
Entlang der L 261 verläuft zwischen Dersekow und Hinrichshagen ein asphaltierter Radweg. Die Strecke ist 3,4 Kilometer lang und 2,50 Meter breit. In Dersekow und in Hinrichshagen Hof 1 bindet sie an vorhandene Radverkehrsanlagen an. Ihr Ende liegt südlich der Ortslage Hinrichshagen Hof 1 an der Einmündung der Greifswalder Straße in die L 261. Der Radweg wurde 2021 fertiggestellt und bietet insbesondere Schülerinnen und Schülern einen sicheren Weg mit dem Fahrrad. Prüfen Sie vor einer Fahrt den aktuellen Zustand vor Ort.
Spuren der Siedlungsgeschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Hinrichshagen stammt aus dem Jahr 1248; der Ortsname lautete damals „Henrikeshaghen“. Die Siedlung entstand durch Rodung und Trockenlegung von Wäldern und Sumpfgebieten nördlich und südlich des Rycks. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts befanden sich diese Gebiete im Besitz des Klosters Eldena. Landschaftsveränderung und die frühe urkundliche Nennung eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes.
1668 ging Hinrichshagen in den Besitz der Universität Greifswald über. 1932 wurde der Freischulzenhof aufgesiedelt und in 32 Rentengüter aufgeteilt. Diese bildeten die Grundlage für die Chausseesiedlung, Heimsiedlung und Feldsiedlung. Die Siedlungsstruktur von Hinrichshagen hat sich bis heute nahezu unverändert erhalten. So stehen die Aufteilung des Freischulzenhofs und die daraus hervorgegangenen Siedlungsbereiche neben einer weitgehend erhaltenen Siedlungsstruktur.
Auch das Gutshaus steht für historische Nutzungen. Während der Zeit des Nationalsozialismus diente es als Reichswerkschule und Landjahrlager. Im ehemaligen Gutshaus wurde 1965 ein Evangelisches Kinderheim eröffnet. Diese Nutzungen ergänzen die Geschichte von Landschaft, Höfen und Siedlungsbereichen um die institutionelle Geschichte des Gebäudes.
Radfahren und Kultur im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald gibt es auch Radrouten zur Erkundung des Landkreises. Der Ostseeküsten-Radweg, Teil der EuroVelo-Route EV10, führt in den Landkreis. Der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik gehören ebenfalls zu den regionalen Radrouten, auf denen sich Vorpommern-Greifswald erkunden lässt. Damit können Sie den örtlichen Radweg zwischen Dersekow und Hinrichshagen einer regionalen Radreise gegenüberstellen: Die Streckenplanung kann sich auf die konkrete Verbindung zwischen den beiden Orten oder auf Routen mit dem Landkreis als Rahmen konzentrieren.
Für einen kulturellen Schwerpunkt gibt es im übergeordneten Reiseziel weitere, eigenständige Ziele. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. Das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam ist ein technisches Personenmuseum für den Flugpionier, Maschinenbauingenieur und Humanisten Otto Lilienthal in dessen Heimatstadt. Radfahren und Museumsbesuche setzen unterschiedliche Akzente für die Reiseplanung, ohne die ländliche Prägung Hinrichshagens mit diesen regionalen Angeboten gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken
Diedrichshagen, Weitenhagen, Dersekow, Mesekenhagen, Dargelin, Neuenkirchen, Wackerow, Levenhagen
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Landhagen.