Obere Warnow: Windmühle, Feldsteinkirchen und Landschaft
Unterkünfte in Obere Warnow
Ausgedehnte Felder, Wiesen und Wälder prägen Obere Warnow. Zugleich erzählen Windmühle, Feldsteinkirchen und historische Zeugnisse von verschiedenen Zeiten und Bauweisen. Die Warnow entspringt in Grebbin und mündet in die Ostsee; die Wocker entspringt bei Wozinkel. So lässt sich die Reise zwischen Landschaft, längeren Wegen und Dorfgeschichte ausrichten.
Landschaft für längere Touren und Naturerlebnisse
Rad- und Wanderwege, die von Feldern, Wiesen und Wäldern gesäumt sind, laden zu ausgedehnten Touren ein. Wer gern längere Strecken in die Reiseplanung einbezieht, kann diese Wege als Schwerpunkt wählen. Radfahren und Wandern bieten dabei zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die Landschaft zu erleben.
In Herzberg und Lenschow bietet jeweils ein geschützter Gutspark Besuchern Erholung und Naturerlebnis. Das setzt einen anderen Akzent als die ausgedehnten Touren auf den Wegen: Hier steht der Aufenthalt im Park im Mittelpunkt, dort die längere Bewegung durch die Landschaft.
Windmühle, Feldsteinkirchen und Ortsgeschichte
In Grebbin steht eine Holländerwindmühle aus dem Jahr 1878. Auch die dortige Kirche ist ein historischer Blickfang: Der Feldsteinbau stammt aus dem 13. Jahrhundert und zeigt gotischen Einschlag. An ihrer Nordwand wächst ein Braunfußfarn, der europaweit auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten steht.
Eine andere architektonische Ausprägung zeigt die Dorfkirche in Herzberg. Sie gilt als die bedeutendste Feldsteinkirche des 14. Jahrhunderts im Kirchenkreis Parchim. Der schlichte gotische Feldsteinbau wird im Westen von einem wuchtigen Fachwerkturm dominiert. Im Vergleich zur Kirche in Grebbin fallen hier die andere Bauzeit und der markante Turm besonders auf.
Weitere Zeugnisse verteilen sich auf unterschiedliche Orte und Epochen: In Woeten gibt es einen historischen Backofen. Die Dorfkirche in Kossebade wurde wahrscheinlich um 1450 errichtet. Im Gemeindegebiet befinden sich außerdem ein Großsteingrab aus der Jungsteinzeit und ein Hügelgrab aus der Bronzezeit. Damit reicht der historische Themenbogen von alten Bauwerken bis in die Vorgeschichte.
Kulturgeschichte im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim
Auch das übergeordnete Reiseziel Ludwigslust-Parchim bietet einen eigenen Blick auf Kulturgeschichte. Schloss Ludwigslust war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet zusammen mit Park und Stadt ein Ensemble, das als »kleines Versailles des Nordens« bezeichnet wird. Das Schloss ist Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt.
Diese Schloss- und Stadtgeschichte setzt einen anderen kulturellen Akzent als die Dorfkirchen und die Mühle in Obere Warnow. Wer verschiedene historische Themen interessant findet, kann bei der Planung abwägen, ob ländliche Baugeschichte oder höfische Kultur den Schwerpunkt bilden soll. Die regionalen Beispiele gehören zum übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim; sie sind nicht mit den einzelnen Orten in Obere Warnow gleichzusetzen.
Den passenden Schwerpunkt für Ihre Reise wählen
Bei der Wahl Ihres Aufenthaltsortes lohnt sich zuerst die Frage nach dem gewünschten Schwerpunkt: Sollen längere Wander- und Radtouren, die Gutsparks oder Bau- und Ortsgeschichte den Ton angeben? Wenn Sie mit mehreren Interessen planen, können Sie außerdem abwägen, ob Landschaftserlebnisse oder historische Entdeckungen für Ihre Reisegruppe besonders wichtig sind.
Weitere Reiseziele entdecken
Rom, Spornitz, Groß Godems, Lewitzrand, Damm, Karrenzin, Zölkow, Domsühl
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Parchimer Umland.