Amt Ludwigslust-Land: Raseneisenstein, Wälder und Radtouren
Unterkünfte in Amt Ludwigslust-Land
Radtouren durch die Griese Gegend und Spuren der Raseneisenstein-Geschichte geben dem Amt Ludwigslust-Land ein konkretes Profil. Die 46 Kilometer lange Raseneisenstein-Dörfer-Tour führt durch die Griese Gegend und verbindet Ludwigslust, Glaisin, Göhlen, Leussow, Picher, Warlow und weitere Dörfer. Sie ist als Tagesausflug für geübte Radfahrer gedacht und verbindet Natur- und Kulturerlebnisse.
Mit dem Rad Landschaft und Geschichte entdecken
Weitere thematische Radrouten führen rund um den Raseneisenstein sowie durch die Kraaker und Jasnitzer Wälder. Sie verbinden Landschaftserlebnisse mit historischen Informationen. So können Sie Ihre Tour nicht nur nach der Strecke, sondern auch nach dem Interesse an Natur und regionaler Geschichte ausrichten. Radkarten sind beim Amt erhältlich; bestätigen Sie die Verfügbarkeit vor Ihrer Reise. Prüfen Sie außerdem die Streckenbedingungen vor Ort, bevor Sie losfahren.
Raseneisenstein und regionale Baugeschichte
Zum lokalen Erbe gehört die frühere Verwendung von Raseneisenstein als Baumaterial. Göhlen steht für frühe Eisenproduktion; ein rekonstruierter Rennofen gehört ebenfalls zu diesem Themenfeld. In Warlow zählen Klump-gebaute Elemente und geführte Touren zum Raseneisenstein-Erbe. Die Verfügbarkeit der Führungen kann variieren. Zusammen geben diese Beispiele dem Thema unterschiedliche Facetten: Rohstoffnutzung, historische Produktion und Bauweise.
Die 46-Kilometer-Tour ist ausdrücklich für geübte Radfahrer beschrieben. Über Bahnhöfe in Rastow und Sülstorf ist das Amtsgebiet regional per Bahn erreichbar; Verbindungen führen in Richtung Ludwigslust, Schwerin und Wismar. Prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Fahrzeiten und Verbindungen.
Ludwigslust als eigener Kulturakzent
Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust kommt eine barocke Park- und Stadtgeschichte hinzu. Der Schlosspark umfasst etwa 120 Hektar und lädt zu Spaziergängen vorbei an Wiesen, Wasserflächen sowie alten und seltenen Bäumen und Ziersträuchern ein. Der von 1731 bis 1735 angelegte Park wird durch einen 28 Kilometer langen Kanal mit Wasser für die Wasserspiele und die Kaskaden vor dem Schloss versorgt. Der Kanal entstand von 1756 bis 1760. Die Kaskaden selbst wurden von 1780 bis 1785 aus Sandstein nach Entwürfen des böhmischen Bildhauers Rudolf Kaplunger geschaffen.
Von den Kaskaden verläuft eine Sichtachse über das Schloss bis zur Stadtkirche. Schloss Ludwigslust ist das ehemalige Residenzschloss und der Mittelpunkt der spätbarocken Stadtanlage. Das Museum im Schloss zeigt Säle mit Kunst des 18. Jahrhunderts. In der Stadtkirche befindet sich das etwa 350 Quadratmeter große Altargemälde „Verkündigung der Hirten“, das als Europas größtes Altargemälde gilt.
Auch Kunsthandwerk und Natur eröffnen in Ludwigslust weitere Themen. In der Papiermaché-Manufaktur des Palais Bülow können Besucher mehr über die Tradition erfahren und sich selbst an der Anfertigung von Souvenirs versuchen. Führungen zur adeligen Wohnkultur sind dort nach vorheriger Anmeldung möglich. Das Natureum Ludwigslust, das einzige Naturmuseum in West-Mecklenburg, wird ehrenamtlich von einem Verein betrieben und veranstaltet Angebote für Erwachsene und Kinder rund um die heimische Natur. In der Saison von April bis Oktober versucht der Verein, an Wochenenden und Feiertagen Öffnungszeiten von 10 bis 15 Uhr abzusichern; für einen bestimmten Besichtigungstermin wird eine vorherige Kontaktaufnahme empfohlen.
Weitere Orte im Amt entdecken
Leussow, Warlow, Alt Krenzlin, Bresegard Bei Eldena, Göhlen, Groß Laasch, Lübesse, Lüblow, Rastow, Sülstorf, Uelitz, Wöbbelin.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ludwigslust-Parchim.