Jerichow: Backstein, Kloster und Elbauen
Unterkünfte in Jerichow
Jerichow erzählt seine Geschichte in Backstein: im ehemaligen Kloster, in der Stadtkirche und in einer Windmühle mit erhaltener Innenkonstruktion. Dazu kommen Wege durch Elbwiesen und eine abwechslungsreiche Naturlandschaft. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen Kulturgeschichte, Natur und aktiven Tagen unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Kloster, Ziegel und Mühlengeschichte
Das Kloster Jerichow war eine Prämonstratenser-Stiftung und ist ein bedeutendes romanisches Baudenkmal. Es gilt als ältester Backsteinbau Norddeutschlands und liegt an der Straße der Romanik. Zum Kloster gehören restaurierte Klausurräume, der Kreuzgang und eine historische Ausstellung im Dormitorium. Im Klostermuseum können Besucher die Geschichte des Klosters kennenlernen; außerdem werden Führungen durch Kirche und Klosteranlage angeboten. Prüfen Sie die Termine für Führungen vorab.
Auch das Backsteinmuseum widmet sich dem Material, das Jerichows Baugeschichte prägt: Es behandelt Ursprung, Geschichte und Verbreitung des Ziegels in der Elberegion. Bei buchbaren Vorführungen können Besucher aus Ton einen neuen Ziegel formen und selbst einen Miniaturziegel herstellen. Für interessierte Reisegruppen kann das Klostermuseum ebenfalls das Formen von Ziegeln vorführen. Wenn Sie solche Angebote einplanen, stimmen Sie die Verfügbarkeit gesondert ab.
Eine andere Facette der Ortsgeschichte zeigt die Holländer-Windmühle Jerichow. Sie ist die letzte von sieben ehemaligen Windmühlen des Ortes. Die Mühle wurde 1857 als Ersatz für eine ältere gebaut; ihre vollständige Innenkonstruktion aus dieser Bauzeit ist erhalten. Der Vergleich mit den Backsteinbauten macht zwei unterschiedliche Handwerkstraditionen sichtbar: hier die Ziegelbaukultur, dort die Technik einer historischen Mühle.
Romanische Kirchen und besondere Details
Die Stadtkirche Jerichow ist ein spätromanischer Backsteinbau aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. Ihr Fachwerkturm stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich ein Renaissance-Epitaph aus Marmor und Alabaster für Amtmann M. von Arnstedt und seine Frau. Bauzeit, Turm und Gedenkmal erzählen jeweils eine andere Etappe der Geschichte des Gebäudes.
Weitere Beispiele romanischer Backsteinarchitektur finden sich in den Dorfkirchen Großwulkow und Redekin. Die Dorfkirche Großwulkow verwendet denselben rundbogigen romanischen Backsteinstil wie das Kloster Jerichow. Zu ihrer Ausstattung gehören ein romanisches Triumphkreuz aus der Zeit um 1160 und ein originales Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Die um 1170 entstandene Dorfkirche Redekin ist eine vierteilige romanische Backsteinkirche, die mit der Backsteinbaukultur rund um das Kloster Jerichow verbunden ist.
Elbauenwege und Naturlandschaft
Westlich von Jerichow liegt das 1.008 Hektar große Naturschutzgebiet Bucher Brack–Bölsdorfer Haken, das Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe ist. Feuchtwiesen, Reste von Auwald, Gebüsch, Dünenrücken, Wasserläufe und Tümpel bilden dort ein vielfältiges Landschaftsmosaik. Das Gebiet bietet Brut-, Rast- und Nahrungslebensraum für zahlreiche Vögel, darunter Seeadler, Kraniche, Weiß- und Schwarzstörche sowie Fischadler. Welche Arten vorkommen, variiert saisonal.
Im Schutzgebiet „Alte Elbe“ und „Bucher Brack“ verläuft ein 2,5 Kilometer langer Naturlehrpfad zwischen Jerichow und Klietznick. Eine weitere Möglichkeit ist der drei Kilometer lange Fuß- und Radweg über die Elbwiesen bis zur Hauptelbe. Jerichow ist außerdem mit örtlichen Wander- und Radwegen verbunden, die zum Elbe-Radweg in Beziehung stehen. Die beiden konkret beschriebenen Wege unterscheiden sich sowohl in ihrer Länge als auch in ihrem Ziel.
Jerichow im übergeordneten Reiseziel Jerichower Land
Im übergeordneten Reiseziel Jerichower Land lässt sich der Landkreis entlang des Elbe-Radwegs von Norden nach Süden entdecken. Der Elbe-Havel-Radweg verläuft am Kanal und verbindet den Elbe-Radweg mit dem Havelradweg. Diese regionale Perspektive ergänzt die örtlichen Wege Jerichows, ohne die Ausflugsplanung auf einen einzelnen Streckenabschnitt festzulegen.
Zum übergeordneten Reiseziel Jerichower Land gehören auch der nach historischen Vorbildern gestaltete Klostergarten des Klosters Jerichow und das dortige Café mit regionalen Produkten und selbstgebackenem Kuchen. Prüfen Sie vor einem Besuch die Öffnungsdetails des Cafés. Als lokales Souvenir wird der Jerichower Klosterklaus angeboten, ein milder und herzhafter Kräuterlikör.
Den Schwerpunkt der Reise wählen
In Jerichow gibt es Führungen durch Kirche und Klosteranlage sowie buchbare Vorführungen im Backsteinmuseum; hinzu kommen Naturlehrpfad und Radweg. So lässt sich die Recherche nach Unterkünften an den Erlebnissen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Wulkow, Roßdorf, Karow, Möckern, Elbe-Parey, Biederitz, Möser, Genthin.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jerichower Land.