Hopsten: Töddengeschichte und Heiliges Meer
Unterkünfte in Hopsten
Hopsten vereint einen historischen Ortskern mit dem Naturraum am Heiligen Meer. Alte Tödden- und Fachwerkhäuser prägen das Zentrum; die romanische Pfarrkirche St. Georg und die Töddensäule geben der Ortsgeschichte konkrete Bezugspunkte. Im Naturschutzgebiet Heiliges Meer richtet sich der Blick auf Erdfallseen und unterschiedliche Lebensräume. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit verschiedene Schwerpunkte: Ortsgeschichte, vereinbarte Führungen und Routen durch die Natur.
Töddengeschichte im Ortskern
Die Töddensäule steht mitten im Ortskern von Hopsten und wurde 1956 zum Gedenken an die Tödden errichtet. Zusammen mit den alten Tödden- und Fachwerkhäusern prägt sie den historischen Charakter des Zentrums. Die romanische Pfarrkirche St. Georg gehört ebenfalls zu diesem Ortskern. So liegen Gedenksäule, Kirche und traditionelle Bauformen als unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Rundgang durch die Ortsgeschichte vor Ihnen.
Ein weiterer Ort für historische Einblicke ist das Alte Brauhaus auf der Hofanlage Holling. Dort werden historische Gegenstände gezeigt, darunter eine alte Schusterwerkstatt und ein Friseursalon. Für eine Führung gilt eine konkrete Voraussetzung: Sie wird nach Anmeldung angeboten. Das Alte Brauhaus eignet sich deshalb als eigener Programmpunkt, den Sie vorab vereinbaren können, statt einen spontanen Besuch vorauszusetzen.
Haus Nieland und persönliche Führungen
Haus Nieland, auch Poggeburg genannt, wurde von Hermann Pogge erbaut, der als einflussreichster Töddengroßhändler seiner Zeit bezeichnet wird. Bekannt wurde das Haus durch den 1912 gegründeten Dichterbund der Werkleute auf Haus Nieland.
Haus Nieland wird von den Eigentümern persönlich nach vorheriger Terminvereinbarung geführt. Termine können Sie unter 05458 936866 vereinbaren. Auch Führungen durch das sagenumwobene Heilige Meer mit dem Heimatverein Hopsten finden nach vorheriger Terminvereinbarung statt; dafür ist die Nummer 05458 1386 angegeben. Beide Angebote setzen also eine vorherige Absprache voraus, unterscheiden sich aber durch ihren Gegenstand: hier ein Haus mit seiner Geschichte, dort das Naturschutzgebiet.
Das Heilige Meer: Erdfallseen und Lebensräume
Das Heilige Meer in Hopsten ist ein etwa 260 Hektar großes Naturschutzgebiet und den Gemeinden Hopsten und Recke im Kreis Steinfurt zugeordnet. Über Jahrtausende entstand dort eine Kette von Erdfallseen durch Einbrüche unterirdischer Salinen. Neben den natürlich entstandenen Seen gehören Heideflächen sowie Waldgesellschaften trockener und feuchter Standorte zu den beschriebenen Lebensräumen. Geologie und unterschiedliche Naturbereiche geben diesem Ausflugsthema eine andere Ausrichtung als die historischen Häuser im Ortskern.
Von Ende März bis Ende Oktober bietet das LWL-Museum für Naturkunde am Heiligen Meer eine kostenlose Ausstellung an. Sie behandelt die Entstehungsgeschichte der Erdfallseen sowie die Lebensräume, Pflanzen und Tiere im Naturschutzgebiet. Wenn Sie die Ausstellung einplanen, orientieren Sie sich an diesem saisonalen Zeitraum. Naturgebiet und Ausstellung bieten so zwei verschiedene Zugänge zum Thema: draußen die Landschaft und ihre Lebensräume, im Museum deren Entstehung und Naturkunde.
Radrouten und Ziele unterwegs
Die 25 Kilometer lange Radtour Heiliges Meer führt über Hopsten, durch die Aabauernschaft, durch das Naturschutzgebiet und durch die Bauernschaft Staden. Ihre Länge und die genannten Abschnitte geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte für die Tourenplanung. Die St.-Anna-Route ist dagegen als Rundweg durch das Gebiet der Gemeinde Hopsten und der Stadt Hörstel beschrieben. Sie führt zum Naturschutzgebiet Heiliges Meer, am Mittellandkanal entlang, zum Herthasee und durch den Ostenwald zur Wallfahrtskapelle St. Anna in der Bauernschaft Breischen in Hopsten.
An der Wallfahrtskapelle St. Anna auf dem Breischen lässt sich die Routenbeschreibung mit einer religiösen Tradition verbinden: Alljährlich im August pilgern viele Gläubige dorthin. Die beiden Routenangaben setzen unterschiedliche Akzente. Die Heiliges-Meer-Tour ist mit 25 Kilometern beziffert und nennt ihre Passagen; die St.-Anna-Route führt als Rundweg zu mehreren benannten Zielen und durch zwei kommunale Gebiete.
Ein Angebot zur Töddengeschichte
Das Hopstener Töddendiplom vermittelt die Töddengeschichte Hopstens in einem kurzweiligen Programm mit Spiel und Wissensvermittlung. Nach bestandener Prüfung schließt es mit einem Töddendiplom ab. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an Gruppen und Vereine – ein wichtiger Unterschied zu den beschriebenen Führungen, für die eine Terminvereinbarung oder Anmeldung genannt wird. Wer mit einer Gruppe plant, kann diesen Programmpunkt als eigene Form der Beschäftigung mit der lokalen Geschichte prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Lienen, Metelen, Altenberge, Wettringen, Hörstel, Ibbenbüren, Lotte, Ladbergen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steinfurt.