Paderborn: Paderquellen, Geschichte und Entdeckungen
Unterkünfte in Paderborn
Paderborn lässt sich über Wasser, Geschichte und Technik entdecken: In der Innenstadt entspringen mehr als 200 Paderquellen. Auch die Pader entspringt in Paderborn und gilt als kürzester Fluss Deutschlands. Das Paderquellgebiet unterhalb des Doms und des Abdinghofs ist als Gartendenkmal geschützt. So stehen die Quellen nicht nur für die Landschaft, sondern bilden auch einen Bezugspunkt für die Stadtgeschichte.
Paderquellen und historische Orte
An den Quellen der Pader trafen Papst Leo III. und Frankenkönig Karl am Ort des heutigen Doms aufeinander. Dort stand damals bereits eine große, Christus als Salvator Mundi geweihte Kirche. Sie wurde kurz darauf bei einem Stadtbrand zerstört und wieder aufgebaut. Im Dom werden in der Krypta die Reliquien des heiligen Liborius aufbewahrt, des Schutzpatrons des Erzbistums und der Stadt.
Das Museum in der Kaiserpfalz vermittelt die Geschichte Paderborns und Westfalens vom 6. bis zum 12. Jahrhundert. Ein Schwerpunkt ist die Pfalz Karls des Großen: Karl ließ sie im Jahr 777 oberhalb der Paderquellen errichten. Sie war die erste und einzige von ihm in Sachsen gebaute Pfalz. Die rekonstruierte ottonisch-salische Pfalz verfügt über Kapellen und einen einzigartigen Quellkeller. Architektur und historische Zeitspanne geben dem Besuch einen anderen Schwerpunkt als die Entwicklung der Stadt in späteren Jahrhunderten.
Auch die Bartholomäuskapelle setzt einen eigenen Akzent: Sie gilt als älteste bekannte Hallenkirche auf deutschem Boden und beeindruckt durch ihre besondere Akustik. Das Stadtmuseum Paderborn reicht thematisch von den ersten ur- und frühgeschichtlichen Siedlungen bis zu Fragen der städtischen Gegenwart und Zukunft. Zu ihm gehören der Kreuzgang und der Garten des Abdinghofklosters, das Bischof Meinwerk 1015/16 gründete.
Von Stadtgeschichte bis Informationstechnik
Das Heinz Nixdorf MuseumsForum wird als weltgrößtes Computermuseum beschrieben und verfügt über 6.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Seine Dauerausstellung umfasst 5.000 Jahre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Informationstechnik: Sie spannt den Bogen von der Keilschrift über Rechen- und Schreibmaschinen bis zu Internet und Robotik. Besucher können Telefone aus früheren Zeiten benutzen, historische und neue Computerspiele ausprobieren und sich mit dem virtuellen Wesen Max unterhalten. Für Ihre Planung mit Kindern ist der Unterschied zwischen historischen Themen und aktivem Ausprobieren eine hilfreiche Orientierung: Welche Art von Entdeckung spricht Ihre Familie besonders an?
Schloß Neuhaus und Wege durch die Stadt
Schloß Neuhaus, eine ehemalige fürstbischöfliche Residenz im gleichnamigen Paderborner Stadtteil, zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Wasserschlössern Westfalens. Der Barockgarten wurde anlässlich der Landesgartenschau 1994 nach einem Originalplan aus dem 18. Jahrhundert neu angelegt. Eine kombinierte Rad-Stadtführung der Stadt Paderborn beginnt mit einem Rundgang durch die historische Innenstadt und führt anschließend per Fahrrad entlang der Pader durch grüne Wiesen und Auen zu Schloß Neuhaus und dessen Barockgarten.
Wer sich für die Residenzgeschichte interessiert, kann außerdem eine öffentliche Führung mit dem Titel „Residenz der Fürstbischöfe“ in Schloß Neuhaus einplanen. Die Tourist Information Paderborn bietet sie mehrmals pro Jahr an; sie kann auch zu einem Wunschtermin gebucht werden. Für eine Erkundung im eigenen Tempo steht ein selbstgeführter Stadtrundgang mit klassischer Wegbeschreibung und einem Innenstadtplan bereit, auf dem die Route eingezeichnet ist. Damit können Sie zwischen geführten Angeboten und einer selbstständigen Stadterkundung wählen.
Die passende Unterkunft für Ihre Paderborn-Reise
Diese Schwerpunkte setzen unterschiedliche Akzente für Ihre Reise. Legen Sie zuerst fest, welche Erlebnisse für Sie und Ihre Familie im Vordergrund stehen; danach können Sie gezielter nach einer passenden Unterkunft suchen.
Weitere Reiseziele entdecken: Nesthausen, Borchen, Barkhausen, Bad Lippspringe, Bad Wünnenberg, Herbram, Lichtenau, Altenbeken.
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