Madfeld entdecken: Geschichte und Wege
Unterkünfte in Madfeld
Madfeld verbindet historische Zeugnisse mit Natur- und Wandererlebnissen. Zwischen jüdischem Friedhof, alten Wegzeichen, Wald und Aabach liegen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung. Auch die Wege setzen verschiedene Schwerpunkte: Sie können einen Rundwanderweg durch die Wälder wählen, das Naturschutzgebiet Eschker Holz einbeziehen oder eine regionale Radtour betrachten.
Madfelds Geschichte und markante Orte
Der jüdische Friedhof in Madfeld wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt. Dort befinden sich 39 Grabsteine; zugleich ist er der größte jüdische Friedhof im Altkreis Brilon. Seine Geschichte gibt dem Ort einen besonderen kulturellen Bezugspunkt. Auch die alte Forstscheune gehört zu den historischen Zeugnissen Madfelds: Sie wurde etwa 1850 errichtet.
Pottricks Kreuz ist ein Wegekreuz des Historismus an der Bleiwäscher Straße zwischen Madfeld und Bleiwäsche. Ein weiteres markantes Zeichen ist das Millenium-Tor, das 2011 zum tausendjährigen Jubiläum Madfelds errichtet wurde. Am Tor laden Picknickbänke Wanderer zum Innehalten ein. Dorfschilder in Madfeld weisen auf die geschichtliche Vergangenheit des Ortes hin. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit dem Briloner Heimatbund – Semper Idem und wurden im Rahmen eines LEADER-Projekts finanziert.
Natur zwischen Bruch, Wald und Aabach
Nördlich von Madfeld liegt das Naturschutzgebiet Hemmeker Bruch. Es ist eine feuchte, als Grünland genutzte Mulde im Madfelder Schieferboden. Diese Landschaft unterscheidet sich von den Waldabschnitten der örtlichen Wanderwege und bietet einen eigenen Naturbezug. Im Madfelder Bürgerwald gibt es drei Bankgruppen, von denen aus sich je nach Jahreszeit Sonnenuntergänge beobachten lassen.
Am Aabach in Madfeld führt eine fünf Meter lange und 1,3 Meter breite Eichenbrücke über den Bach. Als kleines Bauwerk am Wasser ergänzt sie die größeren Landschaftsthemen Madfelds. Der Mehrgenerationenpark Brüggepark ist als Spielplatz und Treffpunkt für öffentliche Veranstaltungen vorgesehen.
Wanderwege und Radtouren
Der Rundwanderweg Brilon-Madfeld (M3) ist 9,83 Kilometer lang. Er führt durch die Wälder bei Madfeld und verläuft über Kelleker Holz, Liebfrauenberg und Brautlicht. Sie erreichen den M3 über den Wanderparkplatz Kelleker Holz oder mit dem Bus 483 bis zur Haltestelle Tiefer Weg.
Ein weiterer Madfelder Rundwanderweg, der M2, führt durch das Naturschutzgebiet Eschker Holz. Bei der Wahl zwischen den beiden Wegen können Sie sich an den genannten Merkmalen orientieren: Beim M3 sind Länge, Waldverlauf und einzelne Wegpunkte ausgewiesen; beim M2 ist der Abschnitt durch das Schutzgebiet der prägende Bezug. Eine regionale Radtour bietet nochmals eine andere Perspektive. Tour 4 führt von Brilon über Obermarsberg und Madfeld zurück nach Brilon.
Brilon als eigener Kultur- und Landschaftsschwerpunkt
Im übergeordneten Reiseziel Brilon eröffnen sich weitere, eigenständige Themen. Das Rathaus von Brilon wurde um etwa 1250 erbaut, besitzt eine barocke Front und gilt als eines der ältesten Rathäuser Deutschlands. Im Zentrum von Brilon, direkt am Marktplatz, liegt das Stadtmuseum Haus Hövener. Das Gebäude ist weitgehend im Zustand von 1910 erhalten. Im Museum sind Originalknochen eines Iguanodons ausgestellt, die 1978 in einem Steinbruch bei Brilon-Nehden entdeckt wurden; ein interaktives Stadtmodell vermittelt Einblicke in das Briloner Stadtleben vergangener Jahrhunderte.
Auch die Landschaft lässt sich in Brilon auf andere Weise erkunden. Der Geologische Sprung Brilon ist ein etwa acht Kilometer langer Themenweg mit geologischen Übergängen und Panoramaaussichten. Ein Höhepunkt ist eine Aussichtsplattform auf der 634 Meter hohen Bilsteinhalde. Wenn Sie sich stärker für Wanderwege interessieren, beginnen sowohl der zertifizierte Rothaarsteig als auch der zertifizierte Briloner Kammweg am Marktplatz von Brilon. Der Briloner Schnadezug ergänzt diese kulturellen Themen: Er ist seit 1388 als Grenzbegang belegt und hat eine mehr als 620-jährige Tradition.
Den Suchort nach Ihren Interessen wählen
Richten Sie die Suche auf den Ort, dessen Erlebnisse Sie besonders interessieren. So lässt sich die Wahl des Reiseziels an Ihren Kultur- oder Naturinteressen orientieren, ohne bestimmte Unterkunftsmerkmale vorauszusetzen.
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