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Bad Pyrmont: Kurgeschichte, Gärten und Heilquellen

Unterkünfte in Bad Pyrmont

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bad Pyrmont verbindet Heilquellen und Kurgeschichte mit Gartenräumen, die ganz unterschiedliche Eindrücke bieten. Im Kurpark wechseln sich Palmen und saisonale Blüten mit ruhigen Gartenbereichen ab; dazu kommen die Wandelhalle, die Schlossinsel und die HUFELAND Therme. So können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie lieber durch historische Anlagen schlendern, mehr über die Quellen erfahren oder Zeit für Wasser und Entspannung einplanen möchten.

Quellen und Kurstadtgeschichte

Der Hyllige Born ist die älteste Heilquelle Pyrmonts. Er sprudelt in einem Brunnentempel mit zwölf Säulen vor der Wandelhalle, die direkt an der Quelle im Herzen von Bad Pyrmont liegt. In der Wandelhalle werden die Heilquellen ausgeschenkt; außerdem umfasst sie mehrere Geschäfte, ein Café und einen Veranstaltungsraum. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Angaben zum Ausschank und zu den Einrichtungen.

Die Hauptallee bildet die Zentralachse der Kurstadt und gilt als eine der ältesten Kurparkanlagen Deutschlands. Mächtige Linden begleiten das Flanieren, und ein umfangreiches gastronomisches Angebot gehört ebenfalls zu ihrem Charakter. Damit stehen in Bad Pyrmont unterschiedliche Arten des Aufenthalts nebeneinander: der Blick auf die Kurgeschichte an der Quelle und ein Bummel unter den Bäumen der Allee.

Auch die Quellen selbst haben eine lange Geschichte: Das Museum im Schloss Bad Pyrmont erinnert an knapp 2.000 Jahre Geschichte der Pyrmonter Quellen. Seit 1987 beherbergt es in den barocken Räumen auf der Schlossinsel stadt- und badgeschichtliche Sammlungen. Wer lieber in Bewegung mehr über den Ort erfährt, kann mithilfe der Weserbergland-App einem historischen Rundgang folgen und dabei die bedeutendsten Orte des Kurbades kennenlernen.

Gartenwege mit verschiedenen Akzenten

Der Kurpark bietet sowohl Wege zum Flanieren als auch besondere Gartenbilder. Der Palmengarten ist die nördlichste Palmenfreianlage Europas. Zu seinen mehr als 500 Kübelpflanzen verschiedener Arten gehören Palmen, die bis zu elf Meter hoch werden. Die Klosterallee wiederum ist Teil des rund 3.000 Meter langen historischen Alleensystems im Kurpark – ein anderer Blick auf die Anlage als die exotischen Pflanzen des Palmengartens.

Ein markanter saisonaler Akzent ist der 300 Meter lange Azaleenweg. Er wurde 1926 gestaltet; die sommergrünen Azaleen blühen im Mai in leuchtenden Farben von Gelb bis Rosa und verströmen einen intensiven Duft. Im Westen des Kurparks liegt das Asiatische Refugium mit Japanischem Garten und Liegen sowie Hortensien-, Ahorn- und Schneeballgarten. Wenn Sie bei einem Spaziergang gern zwischen Pflanzenbildern wechseln, bieten diese Bereiche sehr unterschiedliche Eindrücke, ohne dass der Besuch auf eine einzige Gartenszene beschränkt bleibt.

Auch Ruhepunkte gehören zu den beschriebenen Gartenerlebnissen: Im Telemanngarten können Sie rund um das um 1810 gebaute Teehaus bei einer Tasse Tee die Ruhe des Parks genießen. Auf der benachbarten Wiese stehen Entspannungsliegen. Der Barfuß-Parcours setzt dazu einen aktiveren Kontrast: Er ist mehr als 180 Meter lang und rund 1,50 Meter breit, kann zu jeder Jahreszeit auch im Winter begangen werden und darf ausschließlich barfuß genutzt werden. Wer den Parcours einplant, sollte die Nutzungsregel beachten; der Gartenbesuch bietet zugleich ruhigere Alternativen.

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Wasser, Bewegung und Natur

Die HUFELAND Therme in Bad Pyrmont bietet Solewasser mit einem Salzgehalt von zwei Prozent sowie Innen- und Außenbecken. Hinzu kommen mehrere Saunen, ein Beauty- und Spabereich, ein Whirlpool und ein Eventbecken. Damit setzt sie einen anderen Schwerpunkt als die Wege und Gärten: Bei der Auswahl Ihrer Unternehmungen können Sie zwischen dem Aufenthalt im Kurpark und den Angeboten der Therme abwägen.

Im Bergkurpark lädt der Ewilpa® Bad Pyrmont dazu ein, essbare Wildpflanzen kennenzulernen. Das Gelände ist für alle frei zugänglich; das kostenlose Sammeln essbarer Wildpflanzen ist ausdrücklich erwünscht, mit Ausnahme der Station 14. Wenn Sie sammeln möchten, prüfen Sie vorher die Regeln vor Ort und beachten Sie diese Ausnahme.

Schlossinsel und besondere Ortsgeschichte

Die großen und kleinen Schlosshöfe der Schlossinsel bilden die Kulisse für die jährlich stattfindenden Veranstaltungen des „Pyrmonter Sommers“. Für konkrete Termine empfiehlt sich ein Blick ins aktuelle Programm. Das Museum im Schloss und die Veranstaltungen sprechen unterschiedliche Interessen an: Hier steht die Stadt- und Badgeschichte in den barocken Räumen im Mittelpunkt, dort das Kulturprogramm in den Schlosshöfen.

Eine weitere ungewöhnliche Ortsgeschichte erzählt die Dunsthöhle. Sie liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, in dem im 17. Jahrhundert Buntsandstein abgebaut wurde. Die Steinbrucharbeiter bemerkten dort ab einer bestimmten Tiefe einen „Dunst“. Auf einem ehemaligen Steinbruchgelände ließ Fürst Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont 1720 mit Genehmigung ein steinernes Gewölbe über der dünstenden Grube und darüber ein kleines Gebäude errichten, damit Kurgäste ein trockenes Schweißbad nutzen konnten. Der historische Hintergrund ergänzt die klassische Kurstadtgeschichte um einen eigenen Ort und eine konkrete frühere Nutzung.

Für weitere Entdeckungen können Sie auch Löwensen aufrufen.

Weitere Reiseziele entdecken: Hessisch Oldendorf, Bad Münder Am Deister, Aerzen, Hameln, Lauenstein, Salzhemmendorf, Emmerthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hameln-Pyrmont.

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