Sukow: Dorfkirche, Porzellan und Lewitz
Unterkünfte in Sukow
Die Gemeinde Sukow verbindet historische Dorfkultur und Porzellanhandwerk mit Pferdesport und ihrer Lage am Rand des Landschafts- und Naturschutzgebiets Lewitz. Die Ortsgeschichte zeigt sich besonders anschaulich in der Dorfkirche; Werkstatt und Kurse bieten Einblicke in die Porzellanarbeit. Für Ihre Reiseplanung gibt es außerdem unterschiedliche Möglichkeiten, Zeit im Freien zu verbringen.
Dorfkirche mit bewegter Geschichte
Die heutige neugotische Dorfkirche entwarf der Schweriner Architekt Theodor Krüger. Nach dreijähriger Bauzeit wurde sie 1883 eingeweiht und ist bereits das dritte Gotteshaus an diesem Standort. Bei Bauarbeiten an der Kirche wurde ein dreiteiliges Altarbild aus einer Vorgängerkapelle wiederentdeckt. Es zeigt das Abendmahl, die Kreuzigung und die Grablegung Jesu. Auf der Rückseite ist vermerkt, dass David Hille, Hofmaler aus Schwerin, das Gemälde 1700 malte.
Auch Glocken und Orgel erzählen von unterschiedlichen Epochen. Heute hängen drei Glocken im Kirchturm. Zwei nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegossene Bronzeglocken wurden 1969 in einem festlichen Gottesdienst geweiht; die kleinste Glocke stammt aus dem Jahr 1614. Ihre wechselvolle Geschichte behandelt ein Gedicht von Heinrich Jaeger zur Glockenweihe von 1930. Eine Orgel erhielt die Kirche 1908.
Porzellanhandwerk und Pferdekultur
In ihrer Werkstatt in Sukow lässt sich die Porzellanmalerin und Designerin Kerstin Behrens bei der Arbeit über die Schulter schauen. Wer selbst gestalten möchte, kann in Kursen der Porzellanmanufaktur eigene kleine Kunstwerke aus Porzellan anfertigen, malerische Fähigkeiten entdecken und die praktische Arbeit in einer Manufaktur kennenlernen. Die Erste Mecklenburgische Porzellanmanufaktur fertigt außerdem handgemalte Unikate nach Kundenwunsch.
Eine andere Seite Sukows ist der Reitsport: Der Ort hat sich seit vielen Jahren zu einer Hochburg dieser Sportart entwickelt. Pferdeliebhaber können für einige Stunden vom Fahrradsattel in den Reitsattel wechseln oder eine Kutschfahrt durch das Lewitzgebiet unternehmen. Das sind unterschiedliche Arten, die Gegend zu erleben – aktiv im Sattel oder bei einer Kutschfahrt.
Lewitz und Einblicke ins Landleben
An der Kirche lädt der Uhlenpark mit gepflegten Grünflächen, Parkbänken und einem Holzpavillon zum Verweilen ein. Die Lage Sukows am Rand des Landschafts- und Naturschutzgebiets Lewitz gibt dem Ort zugleich einen landschaftlichen Bezug.
Im Ortsteil Zietlitz der Gemeinde Sukow bietet der Norddeutsche Kinderbauernhof Besuchern Einblicke ins Landleben. Gegründet wurde er 2007 als Projekt für den Lewitz-Außenstandort der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin. In einer großen, rustikalen Rundscheune finden verschiedene Veranstaltungen statt; informieren Sie sich vor der Reise über konkrete Termine.
Der Bodderwech ist ein alter Weg im Ortsteil Zietlitz. Er führt vom Zietlitzer Wald zum Raben Steinfelder Wald in Richtung Schwerin. Von Zietlitz aus ermöglichen Radwege Touren in Richtung Pinnow, Schwerin und in das Landschaftsschutzgebiet Lewitz.
Anreise und Reiseplanung
Sukow verfügt über einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Schwerin–Parchim. Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, prüfen Sie die aktuelle Verbindung vor der Reise. So können Sie Ihre Reiseplanung an den Themen ausrichten, die Ihnen besonders wichtig sind.
Weitere Reiseziele entdecken: Plate, Banzkow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Banzkow.