Raben Steinfeld zwischen Seen und Geschichte
Unterkünfte in Raben Steinfeld
Raben Steinfeld liegt zwischen dem Schweriner See und dem Pinnower See. Die Landschaft verbindet die Lage zwischen zwei Seen mit geschützten Natur- und Landschaftsgebieten, einem historischen Schlosspark und markanten geologischen Zeugnissen. Bei der Planung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Bewegung im Freien, die Geschichte des Schlosses und seiner Parkanlage oder Einblicke in die Erdgeschichte.
Wege durch die geschützte Landschaft
Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Raben Steinfeld lassen sich über ein gut ausgebautes Netz aus Wander-, Rad- und Reitwegen erleben. Damit stehen verschiedene Arten der Bewegung für Ihre Tagesplanung bereit: Sie können den Schwerpunkt auf Wandern, Radfahren oder Reiten legen. Welche dieser Möglichkeiten Ihren Interessen entspricht, entscheiden Sie selbst; die drei Aktivitäten bieten unterschiedliche Perspektiven auf die Landschaft.
Eine konkrete Weglage bietet das Naturschutzgebiet „Görslower Ufer“: Dort verläuft unmittelbar am Ufer ein Wanderweg. Das Gebiet ist eine etwa 10 Kilometer lange Uferzone am Ostufer des Schweriner Innensees. Am Görslower Ufer steigt außerdem ein etwa 10 bis 15 Meter hoher Kliffhang steil an. Er entstand durch Ablagerungen von Bodensedimenten an den Haupteisrandlagen der Weichseleiszeit. So verbindet die Uferzone eine geschützte Landschaft mit einem anschaulichen Zeugnis ihrer geologischen Entstehung.
Eichen und Parkgeschichte
Die an Schloss Raben Steinfeld grenzende Parkanlage umfasst 34 sogenannte „Raben Steinfelder Eichen“. Die stärkste Eiche hat einen Umfang von 7,40 Metern. Als Ensemble bilden die Bäume 34 der ältesten Eichen; sie sind zwischen 300 und 650 Jahre alt und als Baumnaturdenkmale ausgewiesen. Die Angaben erzählen dabei zwei verschiedene Geschichten: Der Umfang hebt einen einzelnen Baum hervor, während die Altersangabe und die Ausweisung das Ensemble als Ganzes beschreiben.
Auch die Geschichte von Schloss Raben Steinfeld setzt eigene zeitliche Akzente. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es zur großherzoglichen Sommerresidenz umgebaut; später diente es Marie von Schwarzburg-Rudolstadt als Witwensitz. Räumlich und durch seine Blickachsen steht das Schloss in unmittelbarer Beziehung zum UNESCO-Welterbe „Residenzensemble Schwerin – Kunst des Historismus“. Der Landschaftspark rund um das Schloss wurde bereits 1851 von Theodor Klett angelegt, dem großherzoglichen Hofgärtner von Mecklenburg-Schwerin. Schlossgeschichte und Gartengestaltung bieten damit unterschiedliche, miteinander verbundene Zugänge zur Geschichte des Ortes.
Geologische Zeugnisse entdecken
Der Findlingsgarten Raben Steinfeld zeigt 138 ausgewählte Findlinge aus der Region. Sie gelten als Zeugen der Weichseleiszeit und repräsentieren die vielfältige Gesteinswelt Skandinaviens und des Ostseegrundes. Im Geologischen Museum Raben Steinfeld steht ein anderes geologisches Thema im Mittelpunkt: das 30 Millionen Jahre alte Sternberger Gestein, im Volksmund auch „Sternberger Kuchen“ genannt. Das Museum hebt es als fossilreichstes Gestein Norddeutschlands mit mehr als 520 Arten besonders hervor. Findlinge und Sternberger Gestein lenken den Blick somit auf unterschiedliche geologische Beispiele – auf der einen Seite ausgewählte Steine aus der Region, auf der anderen ein fossilreiches Gestein mit eigenem Namen.
Schlossparkgeschichte und Geologie geben weitere Themen, anhand derer Sie Ihre Prioritäten für den Aufenthalt ordnen können.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Ostufer Schweriner See.