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Wolgast entdecken: Kirchen, Hafen und historische Wege

Unterkünfte in Wolgast

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Wolgast kommen historische Baukunst, maritime Geschichte und verschiedene Wegeperspektiven zusammen. Einen weiten Blick über die Stadt bis zur Insel Usedom bietet der Turm der St.-Petri-Kirche: Besucher können ihn über 184 Stufen besteigen und aus 40 Metern Höhe schauen. Auch das Bauwerk selbst ist ein markanter Teil der Stadtgeschichte. Die dreischiffige Backsteinbasilika stammt aus dem 14. Jahrhundert; in ihrer Gruft befindet sich die Grablege der letzten Pommernherzöge.

Foto: Karin Höll

Backsteinkirchen und Stadtgeschichte

Einen anderen architektonischen Akzent setzt die St.-Gertrud-Kapelle. Der zwölfseitige Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert besitzt eine Mittelsäule und ein Sterngewölbe. Von ursprünglich über 30 Gertrudenkapellen in Pommern sind heute nur noch vier erhalten; die Wolgaster Kapelle ist die einzige davon in Deutschland. Auch das Historische Rathaus erzählt von älteren Bauphasen: Es entstand in seiner heutigen Form Anfang des 18. Jahrhunderts.

Auf vier Etagen zeigt das Stadtmuseum „Kaffeemühle“ Wolgasts Entwicklung von der pommerschen Residenzstadt zu einem modernen Schiffbaustandort. Im Wolgaster Stadtmuseum können Besucher außerdem eine digitale Rekonstruktion des untergegangenen Herzogsschlosses ansehen. Ein weiterer kultureller Bezugspunkt ist Philipp Otto Runge: In seinem Geburtshaus wurde am 23. Juli 1997, zu seinem 220. Geburtstag, ein Museum eröffnet, das seinem Leben und Werk gewidmet ist.

Maritime Spuren am Peenestrom

Der Museumshafen Wolgast befindet sich auf der sogenannten Schlossinsel im Peenestrom. Ein eigenes Kapitel der maritimen Geschichte steht mit dem denkmalgeschützten Eisenbahndampffährschiff „Stralsund“ im Zusammenhang: Es wurde am 20. Oktober 1890 vom Königlich-Preußischen Eisenbahnmaschinenamt in Dienst gestellt und auf der Schichau-Werft in Elbing gebaut. Es gilt als ältestes Eisenbahndampffährschiff Europas. Auf dem Schiff werden geführte Rundgänge angeboten.

Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Auch wer Wolgast zu Fuß oder mit dem Rad erkunden möchte, findet konkrete Routenbezüge. Ein Abschnitt des Hanseatenweges führt von Greifswald kommend über Buddenhagen und Hohendorf durch die Stadt und weiter auf die Insel Usedom. Wolgast liegt außerdem am Ostseeküsten-Radweg, am Jakobsweg und am E9.

Einen eigenen historischen und spirituellen Schwerpunkt hat der Jerusalem-Kreuzweg. Er führt von St. Petri zur Kapelle St. Gertrud, dem Nachbau des Heiligen Grabes. Der Kreuzweg ist eine 1:1-Kopie des Kreuzwegs in Jerusalem und etwa eine römische Meile lang. Im 15. Jahrhundert wurde dieser historische Weg von Herzog Wartislaw IX. von Pommern nach einer Jerusalemreise nachgebildet. So unterscheiden sich die Wegthemen: Auf dem Hanseatenweg führt der Verlauf durch Wolgast weiter nach Usedom, während der Jerusalem-Kreuzweg zwei religiös geprägte Orte in der Stadt verbindet.

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Wassernahe Orte und eine frei zugängliche Sammlung

Nördlich des Wolgaster Stadtzentrums liegt die Badestelle Dreilindengrund am Peenestrom. Zu den dort vorhandenen Einrichtungen zählen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Spielmöglichkeiten und eine Grillstelle. Eine andere Art der Erkundung bietet der Mühlenstein-Park an der Dr.-Theodor-Neubauer-Straße: In dem kleinen Park ist eine Ende der 1980er Jahre angelegte, frei zugängliche Sammlung zu sehen. Sie umfasst steinzeitliche Mühlensteine und Mühlsteine der Neuzeit.

Was bei der Unterkunftswahl zählt

Wenn Sie gemeinsam mit unterschiedlichen Interessen planen, hilft es, die Wolgast-Reise nach Schwerpunkten zu sortieren: historische Gebäude und Museen setzen andere Akzente als maritime Themen oder Wege zu Fuß und mit dem Rad. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie die Orte und Routen, die für Ihre Reise wichtig sind, als Orientierung für die weitere Lageauswahl nutzen. So richtet sich die Suche danach, was Sie in Wolgast erleben möchten.

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald

Auch im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald gibt es eigenständige Natur- und Kulturthemen. Die drei Naturparke im Landkreis nehmen fast 40 Prozent seiner Fläche ein. In Peenemünde lässt sich das Museum Juliett U-461 bei einem Rundgang erkunden; prüfen Sie vor Ihrer Planung die aktuellen Rundgangsangebote. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Am Peenestrom.