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Börnicke zwischen Luchlandschaft und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Börnicke

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Börnicke liegt an der Grenze zwischen dem Havelländischen Luch und dem Ländchen Glien. Wald, das weite und ruhige Luchgebiet sowie eine vielschichtige Dorfgeschichte geben dem Ort mehrere Reiseakzente.

Landschaft und Wanderungen

Der Wald und das weite, ruhige Luchgebiet rund um Börnicke laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Börnicke liegt außerdem an der Deutschen Alleenstraße. Diese beiden Reisebezüge sprechen unterschiedliche Interessen an: Bewegung in der Landschaft und der Bezug zur Alleenstraße. So können Sie bei der Planung abwägen, ob Naturerleben oder auch die kulturellen Themen des Ortes im Mittelpunkt stehen sollen.

Die Dorfkirche und ihre Baugeschichte

Die Dorfkirche Börnicke ist ein spätgotischer Backsteinbau mit charakteristischem Blendgiebel. Ihr Turm wurde Anfang des 18. Jahrhunderts angebaut. Auch die Ausstattung umfasst konkrete Details aus verschiedenen Zeiten: Der Renaissancealtar stammt aus dem Jahr 1604 und wurde 1739 restauriert. Die Kanzel zeigt Bilder der Evangelisten; auf der Westempore befindet sich eine Gesell-Orgel aus dem Jahr 1850. Der Wechsel zwischen spätgotischem Bau, später hinzugefügtem Turm und datierter Ausstattung lässt sich als zeitliche Staffelung lesen. Für Architekturinteressierte bietet die Kirche damit mehr als einen einzelnen Baustil als Anknüpfungspunkt.

Hofanlage und Gedenken

Das Vierseitgehöft in der Mitteldorf 6 zeigt einen anderen Maßstab des baulichen Erbes. Es umfasst ein Wohnhaus, zwei Ställe und Scheunen; das Wohnhaus ist ein klassizistischer Bau aus der Zeit um 1870/80. So lässt sich die Hofanlage als Ganzes von der architektonischen Einordnung ihres Wohnhauses unterscheiden: Hier gehören die Zusammensetzung des Gehöfts und der Stil eines einzelnen Gebäudes gleichermaßen zur Ortsgeschichte.

Die Dorfgeschichte umfasst auch ein schweres Kapitel. Das frühe Konzentrationslager Börnicke wurde Mitte Mai 1933 von der SA-Standarte 224 errichtet und entwickelte sich während seines dreimonatigen Bestehens zur zentralen Haftstätte für das Osthavelland. Auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik an der Straße nach Tietzow erinnert seit 1975 ein Gedenkstein an die Opfer dieses Konzentrationslagers, das dort 1933 eingerichtet wurde. Damit stehen Baugeschichte und Erinnerung an die Opfer als unterschiedliche, wichtige Themen nebeneinander.

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Stadtgeschichte im übergeordneten Reiseziel Nauen

Im übergeordneten Reiseziel Nauen kommt ein städtischer Blick auf die Geschichte hinzu. Fast der gesamte historische Altstadtkern von Nauen ist erhalten. In der Nauener Altstadt prägen kopfsteingepflasterte Gassen, große baulich prägende Gründerzeitgebäude an den Hauptstraßen und kleine Ackerbürgerhäuser in den Seitenstraßen das Bild. Die evangelische Kirche St. Jacobi am Martin-Luther-Platz im Zentrum der Nauener Altstadt ist eine dreischiffige Hallenkirche im Stil der Backsteingotik; sie wurde in der Spätgotik aus roten Mauerziegeln erbaut. Die städtische Altstadt und die Börnicker Dorfzeugnisse setzen unterschiedliche kulturgeschichtliche Akzente.

Eine klare Gewichtung dieser Themen hilft, die Suche an den Interessen auszurichten, die für Ihren Aufenthalt zählen.

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