Waldfenster: Bergwiesen, Wälder und Baugeschichte
Unterkünfte in Waldfenster
Waldfenster verbindet eine markante Wanderlandschaft mit Bau- und Glaubensgeschichte. Die Extratour Waldfenster führt durch offene Bergwiesen und ursprüngliche Wälder; Pfarrkirche und Wendelinuskapelle setzen dazu einen lokalen kulturellen Akzent. So können Sie Ihren Aufenthalt stärker auf das Wandern oder auf die Ortsgeschichte ausrichten – oder beides miteinander verbinden.
Auf der Extratour: Wiesen, Wald und Weitblick
Die Extratour Waldfenster führt durch das Naturschutzgebiet „Schwarze Berge“, eines der größten außeralpinen Naturschutzgebiete Deutschlands. Auf schmalen Wiesenwegen verläuft sie am Quellaustritt des Lautsbachs vorbei und durch artenreiche Bergwiesen. Offene Flächen und Waldabschnitte prägen damit unterschiedliche Teile der Tour.
Beim Aufstieg zur Platzer Kuppe auf 737 Metern durchquert der Weg eine Kernzone des Biosphärenreservats Rhön. Das Waldbild dort ist besonders ursprünglich; forstwirtschaftliche Nutzung findet in diesem Bereich seit 1978 nicht mehr statt. Bei guter Wetterlage bietet der Gipfel einen weiten Blick nach Westen. An den Weg grenzen außerdem Relikte historischer Wanderglashütten. Die Landschaft zwischen der Platzer Kuppe und Waldfenster bildet ein kleingliedriges Mosaik aus ursprünglichen Wäldern sowie wertvollen offenen Wiesen- und Weideflächen, wie es für die Rhön charakteristisch ist.
Kirchen und örtliche Tradition
In Waldfenster steht die barocke römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus dem Jahr 1804. Die heutige Wendelinuskapelle wurde 1965 von Bürgern aus Waldfenster unter Anleitung von Adolf Schlereth erbaut. Mit der Kapelle ist ein örtlicher Brauch verbunden: Während der Bittwoche wird sie für Andachten besucht, außerdem im Rahmen der Fronleichnamsprozession. So verbindet die Kapelle ein konkretes Baujahr mit einem religiösen Brauch.
Im übergeordneten Reiseziel Burkardroth kommen weitere Zeugnisse religiöser Kunst und Architektur hinzu. Die Pfarrkirche St. Petrus in Ketten in Burkardroth ist seit ihrer Fertigstellung 1699/1700 erhalten geblieben und prächtig sowie vielfältig ausgestattet. In der Dorfkirche im Ortsteil Burkardroth-Lauter befindet sich heute eine Sandstein-Muttergottes aus dem Kloster Frauenroth aus dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts. Der zeitliche Bogen reicht von der Marienfigur aus dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts über St. Petrus (1699/1700) bis zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von 1804 und spannt sich damit über mehrere Jahrhunderte religiöser Geschichte.
Wandern und Radfahren im übergeordneten Reiseziel
Auch für aktive Tage bietet das übergeordnete Reiseziel Burkardroth weitere Möglichkeiten: 15 Rundwanderwege des Naturparks beginnen und enden in Dörfern des Marktes; zusammen umfassen sie weit über 100 Kilometer. Außerdem sind im Markt Burkardroth zahlreiche Radwander- und Mountainbikestrecken ausgeschildert. Damit können Sie die Extratour Waldfenster als Schwerpunkt wählen oder weitere Wander- und Radtouren in Ihre Reiseplanung einbeziehen.
Richten Sie Ihre Suche nach der gewünschten Lage und dem geplanten Reiseprogramm aus.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burkardroth.