Penzberg entdecken: Bergbaugeschichte, Kunst und grüne Wege
Unterkünfte in Penzberg
Penzberg zeigt seine Eigenart in mehreren, klar unterscheidbaren Facetten: Kunst und Stadtgeschichte, Spuren des Bergbaus sowie Wege durch eine grüne Landschaft. Der Besuch lässt sich deshalb unterschiedlich gestalten, vom Museum bis zum Aussichtspunkt oder Weiher.
Kunst und Erinnerung
Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk zeigt die weltweit größte Ausstellung von Werken Heinrich Campendonks. Zu sehen sind Bilder, Zeichnungen und leuchtende Hinterglaswerke. Campendonk war der einzige Künstler der Vereinigung „Blauer Reiter“, der Penzberg in seinen Bildern verewigte. Eine Dauerausstellung widmet sich außerdem der NS-Zeitgeschichte und der sogenannten „Penzberger Mordnacht“. So begegnen im Museum Kunst und ein gewichtiger Teil der Stadtgeschichte.
Eine Rekonstruktion macht eine andere Seite der Vergangenheit anschaulich: Das Museum zeigt die Nachbildung einer Bergarbeiterwohnung aus der Zeit um 1920 in einem denkmalgeschützten Altbau. Der Blick richtet sich damit nicht allein auf Werke und Ereignisse, sondern auch auf eine konkrete Wohnform aus jener Zeit.
Bergbaugeschichte im Museum und unterwegs
Das Bergwerksmuseum Penzberg bewahrt die Erinnerung an den Pechkohlebergbau. Es befindet sich in der Karlstraße 36, im Untergeschoss des Rückgebäudes der Realschule, und ist über den Schulhof zugänglich. Vom Bahnhof Penzberg aus ist das Museum zu Fuß in etwa zehn Minuten erreichbar. Prüfen Sie vor der Anreise die Zugangsmöglichkeiten. So können Sie den Museumsbesuch besser in Ihre Planung einordnen, ohne eine bestimmte Öffnungszeit vorauszusetzen.
Wer das Thema auch draußen aufgreifen möchte, findet den Bergbau-Rundweg in Penzberg. Der Bergknappenverein Penzberg hat ihn eingerichtet; an seinen 13 Stationen werden frühere Einrichtungen des Bergwerks gezeigt und beschrieben. Die Rad- und Wanderkarte Penzberg enthält außerdem Tourenvorschläge rund um Penzberg bis nach Weilheim, Bernried, Bad Tölz und Kochel am See sowie Fern- und Wanderwege. Für die Planung sollten Sie die aktuelle Kartenedition und den Routenverlauf prüfen, da beides sich ändern kann.
Berghalde und Eitzenberger Weiher
Die Berghalde entstand 1974 aus den ehemaligen Schutthügeln des Bergwerks und ist heute eine grüne Oase mitten in Penzberg. Auf dem Plateau gibt es Spazier- und Walkingwege; von dort bietet sich ein Panoramablick auf das Loisach-Kochelseemoos und die Alpenkette. Der Ort verbindet damit eine sichtbare Spur der Bergbauvergangenheit mit Wegen und einem weiten Landschaftsblick.
Der Eitzenberger Weiher liegt im Nordwesten Penzbergs in einer sanften Wald- und Hügellandschaft. Der kleine Moorsee hat seidiges Wasser, ein fest verankertes Floß und mehrere Badestege. Er ist gut fünf Hektar groß und zehn Meter tief; hinzu kommen mehr als 18.000 Quadratmeter gepflegte Liegewiese. Im Vergleich zur Aussicht von der Berghalde prägen hier das Wasser und die Uferbereiche das Landschaftsbild. Beide Orte setzen unterschiedliche Akzente für die Zeit im Freien.
Orientierung vor Ort
Das Stadtbuskonzept umfasst vier Linien zur Erschließung einzelner Stadtteile. Die Linien 940 und 941 sowie zwei Direktlinien beginnen und enden grundsätzlich im Stadtzentrum und am Bahnhof. Für den Besuch des Bergwerksmuseums ist außerdem die ungefähre Gehzeit vom Bahnhof eine konkrete Orientierung; die tatsächliche Planung hängt auch von den aktuellen Verbindungen und den Zugangsmöglichkeiten ab.
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