Oberpfälzer Wald: Teichlandschaften, Moor und Radwege
Unterkünfte in Oberpfälzer Wald
Zahlreiche Weiher prägen das Landschaftsbild des Oberpfälzer Waldes. Viele davon werden oder wurden überwiegend zur Karpfenzucht genutzt. Teichlandschaften sind damit ein prägnanter Teil der Region – und eine Verbindung zwischen Natur und regionaler Esskultur. Dazu kommen Radrouten in unterschiedlichen Größen, geschützte Moor- und Teichgebiete sowie Einblicke in die Erdgeschichte. Für die Reiseplanung lässt sich so nach den Themen auswählen, die Sie am meisten interessieren.
Radwege in unterschiedlichen Größen
Wer sich für längere Radtouren interessiert, findet in der Oberpfälzer Radl-Welt ein ausgedehntes Streckennetz: Die Radrunde führt auf etwa 500 Kilometern durch den Oberpfälzer Wald und umfasst sechs Erlebniswelten von 85 bis 155 Kilometern Länge. Ihre Hauptroute ist eine Rundtour mit acht Etappen und 503 Kilometern. Sie weist 3.600 Höhenmeter und einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf; Start und Ziel liegen in Weiden i.d.OPf. Die verschiedenen Angaben geben Orientierung zum Gesamtumfang und zur Gliederung der Tour.
Eine andere Streckenlänge bietet der Bockl: Der rund 52 Kilometer lange Bahntrassen-Radweg verläuft auf der ehemaligen Eisenbahntrasse zwischen Neustadt an der Waldnaab und Eslarn. Auch der Bayerisch-Böhmische Freundschaftsweg setzt eine frühere Bahnlinie als Routenabschnitt ein. Er verbindet die mittelalterlichen Städte Nabburg und Horšovský Týn in Tschechien; der Teilabschnitt Wölsendorf–Schönsee führt mit moderaten Steigungen über eine ehemalige Bahntrasse. Die drei Fluss-Radwege Naabtal-Radweg, Waldnaabtal-Radweg und Haidenaab-Radweg zählen im Oberpfälzer Wald zu den beliebtesten ihrer Art.
Damit können Sie für Ihre Reise unterschiedliche Rad-Themen gegeneinander abwägen: eine Rundtour mit Etappen, einen Bahntrassenweg oder eine Route entlang eines Flusses. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet im Waldnaabtal verschiedene Wander- und Radrouten.
Teichlandschaften und geschützte Natur
Im Prackendorfer und Kulzer Moos liegt ein geschütztes Moorgebiet mit einer Fläche von mehr als 80 Hektar. Der Goldsteig führt durch das Gebiet. Die Waldnaabaue wiederum ist als Vogelschutzgebiet und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet streng geschützt. Ihre Teichlandschaft lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden; zahlreiche Fuß- und Radwege durchqueren sie. Die Wege und Schutzgebiete bieten unterschiedliche Zugänge zur Natur der Region, ohne dass Sie dafür eine einzige Aktivität zum Schwerpunkt Ihrer Reise machen müssen.
Einblicke in Erdgeschichte und Alltagskultur
Das GEO-Zentrum an der KTB bietet Führungen, Dokumentationen und Anschauungsstücke zu zwei Bohrungen mit 4.000 und 9.101 Metern Tiefe sowie zum System Erde, das durch Tiefbohrungen erforscht wird. Hier stehen die Bohrungen und die geologische Forschung im Mittelpunkt. Einen anderen Blick auf regionale Arbeit und Tradition ermöglichen Aktionen im Freilandmuseum Oberpfalz: Dazu gehören Bauernbrotbacken, Kartoffelernte und das Abfischen der Teiche. Die einzelnen Termine können variieren; prüfen Sie deshalb vor Ihrem Besuch das aktuelle Programm.
Zoigl und Karpfen
Die Teichwirtschaft spiegelt sich auch in der regionalen Küche. Der Oberpfälzer Karpfen g.g.A. ist eine geschützte geographische Herkunftsangabe. Viele Teichwirte im Oberpfälzer Wald haben sich unter diesem Siegel strengen Qualitätsstandards verpflichtet. Zoigl gehört ebenfalls zur regionalen Ess- und Trinkkultur: Gebraut wird das Bier in den fünf Kommunbrauhäusern in Eslarn, Falkenberg, Mitterteich, Neuhaus und Windischeschenbach. Die Zoiglwirtinnen und Zoiglwirt schenken es reihum aus.
Ein Besuch in einer Zoiglstube braucht etwas Terminplanung. Der Ausschank ist zeitlich begrenzt und wechselt nach einem festgelegten Zoiglkalender. Meist sind die Stuben einmal im Monat über ein verlängertes Wochenende geöffnet; die Dauer unterscheidet sich je nach Zoiglort. Wenn Zoigl zu Ihren Reiseplänen gehört, prüfen Sie daher den Kalender für den jeweiligen Ort.
Für die Wahl Ihrer Unterkunft können die unterschiedlichen Schwerpunkte eine erste Orientierung geben: Stehen Radetappen im Vordergrund, lässt sich zwischen Rundtour, Bahntrassen- und Flussradwegen unterscheiden. Möchten Sie vor allem Landschaft erleben, bieten Moor und Teichgebiete eigene Anknüpfungspunkte. Für Kultur und regionale Küche kommen Bohrungen, Museumsaktionen, Karpfen und Zoigl hinzu. So können Sie Ihre Reise nach den Erlebnissen ausrichten, die Sie im Oberpfälzer Wald besonders interessieren.
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