Ehekirchen: Wanderwege, Dorfkirchen und Donaumoosblicke
Unterkünfte in Ehekirchen
Ehekirchen verbindet Wanderwege mit weiten Landschaftsblicken und besonderen Details aus der Dorfgeschichte. Auf den Routen begegnen Sie dem Donaumoos, geschützten Trockenhängen und Orten, an denen sich Naturbeobachtungen mit kleinen historischen Entdeckungen verbinden lassen. Auch die Kirchen in den verschiedenen Ortsteilen erzählen von unterschiedlichen Bauzeiten und Kunstwerken.
Wanderwege zwischen Moosblicken und Tierbeobachtungen
Die „Ambachrunde“ eröffnet Ausblicke über die Weiten des Donaumooses. Bei Föhn ist in südlicher Richtung der Alpenkamm erkennbar. Auch der Wanderweg „Rund um Ehekirchen“ bietet Blicke auf das Donaumoos, die Alpen und das umliegende Hügelland; seine Route führt um den Hauptort. Wer Landschaft und Tierbeobachtungen verbinden möchte, findet am Rückhaltebecken an der Route „Baierner Flecken“ viele Vögel, Wasserbüffel und eine große Herde Murnau-Werdenfelser Rinder, die dort beobachtet werden können. Der Weg überquert den Längenmühlbach und führt auf seinem letzten Dammabschnitt zum Wald.
Strecken nach Länge und Landschaft vergleichen
Die Längen der Routen bieten eine konkrete Orientierung für die Tagesplanung: Der „Leitenbachweg“ misst 2,8 Kilometer, die „Ambachrunde“ 3,17 Kilometer. Beide sind damit kürzer als die 6,34 Kilometer lange Strecke „Baierner Flecken“ und die ebenfalls 6,34 Kilometer lange „Bucher Wandertour“. Der „Leitenbachweg“ verläuft bei Bonsal an einem mit Feldgehölzen bewachsenen Hang bis zur Ostgrenze von Illdorf. Ein Abstecher führt über blumenreiche, unter Naturschutz stehende Trockenhänge oberhalb von Illdorf. An der „Bucher Wandertour“ ist das Haselbachtal überwiegend von Wiesenlandschaft geprägt.
Weitere Strecken setzen andere Akzente: Die „Gumppenbergrunde“ ist 8,85 Kilometer lang, „Rund um Ehekirchen“ 7,28 Kilometer. Die Route „Lorenzi-Donaumoos“ misst 14,2 Kilometer und verbindet die Weite des oberen Donaumooses mit den bewaldeten Aindlinger Terrassentreppen; Fernblicke reichen nach Osten und Süden. Mit 15,2 Kilometern ist die „Streichholzrunde“ die längste Runde des Ehekirchener Wanderprogramms. Am Ortsrand von Bonsal führt sie an einem steinernen Kreuz vorbei. Die Gemeinde stellt Streckenverläufe als PDF sowie GPX-Dateien für Smartphones mit GPS-fähiger App bereit. So lässt sich die Streckenlänge zusammen mit den beschriebenen Landschaften als Auswahlhilfe nutzen.
Dorfkirchen mit eigenen Geschichten
Auch die Kirchen in Ehekirchen und den Ortsteilen zeigen unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte. Die neue Pfarrkirche in Ehekirchen wurde am 25. August 1896 von Diözesanbischof Petrus v. Hötzl unter Mitwirkung von 26 Geistlichen feierlich eingeweiht. In Hollenbach ist der Turm eines größeren Kirchenbaus aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Das Langhaus wurde mehrfach erneuert und 1720 im Inneren renoviert sowie barockisiert. In der Außenwand der Dorfkirche von Holzkirchen ist der Torso eines römischen Grabdenkmals eingemauert – ein ungewöhnliches Detail, das sich schon beim Blick auf die Kirchenmauer erschließt.
In der Kirche von Bonsal befinden sich zwei historische Plastiken: „Mariens Tod“ stammt aus der Zeit um 1480, die wertvolle „Beweinung Christi“ entstand um 1500. Die Kirche in Buch wurde um 1500 erbaut und erhielt 1787 ein verlängertes Schiff. In Ambach folgte auf den Bau der Kirche im Jahr 1450 ihre Verwüstung durch die Schweden während des Dreißigjährigen Krieges; um 1690 wurde sie wieder aufgebaut. Die Kaisereiche, auch Friedenseiche genannt, wurde 1871 in Ehekirchen gepflanzt.
Für die Wahl Ihrer Unterkunft kann der Schwerpunkt Ihres Aufenthalts eine praktische Orientierung sein: Möchten Sie vor allem wandern und Landschaften erleben, oder interessieren Sie sich ebenso für die Kirchen und ihre Geschichte? Die beschriebenen Routen und Ortsdetails geben Ihnen unterschiedliche Anhaltspunkte, um Ihre Reise nach den Unternehmungen auszurichten, die Ihnen wichtig sind.
Neuburg-Schrobenhausen als übergeordneter Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen reicht die Landschaft von Felsformationen im Norden über den Auwald an der Donau und das Donaumoos mit seiner tiefschwarzen Erde bis zu den charakteristischen Spargelfeldern des Schrobenhausener Landes im Süden. Auch die Kulturgeschichte der Region bietet einen eigenen Schwerpunkt: Das Residenzschloss Neuburg ist eine bedeutende Anlage der Frührenaissance, die Pfalzgraf Ottheinrich von 1530 bis 1545 erbauen ließ. Seine Schlosskapelle gehört zu den ältesten protestantischen Kirchenbauten der Welt und besitzt Fresken von Hans Bocksberger aus dem Jahr 1543. Diese regionalen Eindrücke ergänzen den Blick auf Ehekirchens Wanderwege und Dorfkirchen, ohne deren eigene Ortsgeschichten zu ersetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Rennertshofen, Neuburg An Der Donau, Schrobenhausen, Karlskron, Weichering.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuburg-Schrobenhausen.