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Lauf a.d.Pegnitz: Altstadt, Mühlen und Radwege

Unterkünfte in Lauf An Der Pegnitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Lauf a.d.Pegnitz treffen Spuren der Kaiserzeit auf anschauliche Industriegeschichte und Radwege durch die Pegnitzstadt und ihre Ortsteile. Das Wenzelschloss, der historische Marktplatz und die Anlagen des Industriemuseums setzen unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Entdeckungstour: mittelalterliche Stadtgeschichte, alte Technik oder Bewegung auf zwei Rädern.

Kaiserzeit und Stadtbild entdecken

Kaiser Karl IV. ließ zwischen 1356 und 1360 auf der Pegnitzinsel das heutige Wenzelschloss errichten – an der Stelle der zuvor zerstörten Reichsburg und als Nebenresidenz. Vorwiegend diente ihm das Schloss als Rastplatz auf dem Weg zu seiner kaiserlichen Residenz in Prag. Diese Verbindung macht den Ort zugleich als Bauwerk und als Station einer historischen Reisebewegung interessant.

Auch der Laufer Marktplatz erzählt von Verbindungen zwischen Städten: Er wurde im 13. Jahrhundert an der „Goldenen Straße“ zwischen Nürnberg und Prag angelegt. Das frei stehende Alte Rathaus steht in seiner Mitte; zwei Stadttore fassen den Platz ein. Rund um den historischen Marktplatz in der Altstadt laden Geschäfte und Restaurants zum Einkaufen und Einkehren ein. So lässt sich der Blick auf die Baugeschichte mit einem Aufenthalt im Stadtzentrum verbinden.

Zum Wenzelschloss gehören weitere Räume und Ausstellungen, deren Besuch über den Verein Stadtführer Lauf e.V. und die Altstadtfreunde Lauf e.V. möglich ist: den Wappensaal sowie die Ausstellungen der Stadt im Kaisersaal und in der Herrenstube. Die Besuchsmöglichkeiten können sich ändern; erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Arrangements. Einen eigenen Zugang zu den historischen Plätzen und Bauwerken bietet der kostenlose Audioguide „Was machte Kaiser Karl IV. in Lauf?“ mit zwölf Hörstationen. Er richtet sich besonders an Familien, Kinder und Jugendliche. Prüfen Sie vor der Nutzung, ob die App verfügbar ist.

Industriegeschichte in alten Werkstätten

Das Industriemuseum Lauf präsentiert auf 4.000 m² in 14 denkmalgeschützten Gebäuden mehr als 120 Jahre Industriegeschichte. Die Größe des Areals und die Vielfalt der Gebäude geben dem Thema einen konkreten Rahmen: Statt Technik nur als fertiges Ergebnis zu sehen, begegnen Besucherinnen und Besuchern einzelne Maschinen und Werkstätten in ihrem Zusammenhang. Das Hammerwerk Engelhardt zählt zu den letzten erhaltenen Anlagen seiner Art in Bayern.

Mitmachstationen machen technische Zusammenhänge durch Experiment und Spiel erfahrbar. Zu den Beispielen gehören ein Dampfmaschinenmodell, das in Betrieb gesetzt wird, und Züge, die mit Muskelkraft bewegt werden. Die konkreten Stationen können sich im Lauf der Zeit verändern. Auch der Betrieb alter Mühlentechnik gehört zum Museumserlebnis: Die wasserbetriebene Roggenmühle wird bei Vorführungen und alljährlich am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag in Gang gesetzt. Die Hammermühle im Industriemuseum wird ebenfalls betrieben, um ihre Funktionsweise zu zeigen. Auch die Reichl’sche Schleifermühle wird noch vorgeführt, damit Besucher ihre Arbeitsweise kennenlernen.

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Eine weitere Möglichkeit, Stadtgeschichte und lokale Tradition zu verbinden, ist die vorab buchbare Bierführung durch die historische Altstadt. Sie endet mit einer Bierverkostung im Museum. Verfügbarkeit und Arrangements sollten Sie vor der Reise erneut prüfen.

Radwege und unterschiedliche Reisepläne

Der 35,6 Kilometer lange Laufer Radrundweg lädt dazu ein, die Pegnitzstadt und ihre Ortsteile mit dem Fahrrad zu entdecken. Das Radwegenetz der Stadt verbindet mit dem Radweg Industriekultur, dem Fünf-Flüsse-Radweg und dem Paneuropa-Radweg Paris–Lauf–Prag. Dabei gibt es auch konkrete Anknüpfungspunkte für eine Tour mit kulturellem Ziel: Der Fünf-Flüsse-Radweg führt am Industriemuseum vorbei, und das Museum ist Station der Radtour Industriegeschichte.

Eine andere Perspektive eröffnet der Sinnesradweg, der nach Tauchersreuth führt. Der Ort ist Laufs höchster Punkt und bietet einen Aussichtspunkt. Radfahren und Stadtgeschichte lassen sich damit als unterschiedliche Schwerpunkte in die Reiseplanung aufnehmen. Bei der Suche nach einer Unterkunft hilft die Frage, ob Sie vor allem die historischen Plätze und das Museum oder die Radrouten in Ihr Programm einbeziehen möchten. Richten Sie Ihre Suche nach dem Tagesprogramm aus, das Sie in Lauf erleben wollen.

Über Lauf hinaus im Nürnberger Land

Wer die Reiseplanung über Lauf hinaus auf das Nürnberger Land ausdehnen möchte, findet dort mehr als 3.000 Kilometer markierte Wander- und gut ausgebaute Radwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Als konkrete Wanderoption im übergeordneten Reiseziel führt die Route „Hohenstein (634 m) – SevenSummits“ durch Kirchensittenbach: Sie ist 10,1 Kilometer lang und umfasst 406 Höhenmeter im Aufstieg sowie 397 im Abstieg. Damit bietet die Region auch eine eigenständige Wanderperspektive neben den Radmöglichkeiten in Lauf.

Weitere Reiseziele entdecken: Leinburg, Nürnberg, Pommelsbrunn, Röthenbach An Der Pegnitz, Happurg, Vorra, Simmelsdorf, Fischbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nürnberger Land.

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