Waldkraiburg entdecken: Stadtgeschichte und Kultur
Unterkünfte in Waldkraiburg
In Waldkraiburg führt der Weg der Geschichte zu Gebäuden und Orten, die für die Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wichtig sind. Museen und Sammlungen ergänzen diese Perspektive um Industriegeschichte, Glas, Kunst und weitere Themen. So lässt sich ein Aufenthalt nach den Interessen der Mitreisenden gestalten: mit einem Rundweg durch die Stadtgeschichte oder mit einem gezielten Blick auf einzelne Ausstellungen und Sammlungen.
Stadtgeschichte entlang eines Rundwegs
Der Weg der Geschichte ist als Rundweg angelegt und umfasst 18 Stationen. Bilder und Texte beziehen sich auf die jeweiligen Orte; zu den genannten Stationen zählen das Haus der Kultur, der Ölberg, der ehemalige Feuerwachturm, Bunker 29, die Bunkerkirche, der alte Bahnhof und das ehemalige Frauenlager. Die gelb-blauen Wegweiser und Bodenmarkierungen sind im gesamten Stadtgebiet Waldkraiburgs angebracht. Damit verbindet der Rundweg unterschiedliche Orte und Gebäude, statt die Stadtgeschichte auf ein einzelnes Thema oder einen einzigen Ort zu beschränken.
Die Stationen setzen jeweils bei ihrem Ort an. Das macht den Weg der Geschichte interessant für alle, die Waldkraiburgs Entwicklung anhand konkreter Schauplätze kennenlernen möchten. Seine 18 Stationen geben dem Rundweg eine klare Gliederung; Bilder und Texte liefern dazu Informationen über die jeweiligen Orte. Wer sich besonders für die Geschichte der Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs interessiert, findet hier einen passenden thematischen Zugang.
Museen, Industriegeschichte und Kunst
Bunker 29, das Industriemuseum Waldkraiburg-Aschau, befindet sich in einem original erhaltenen Gebäude der Pulverfabrik von 1940 am Schweidnitzer Weg. In sechs Räumen wird die Geschichte Waldkraiburgs und seiner Industrie vermittelt. Der historische Charakter des Gebäudes und die Themen der Ausstellung treffen hier an einem Ort zusammen. Bunker 29 ist außerdem eine der Stationen des Wegs der Geschichte.
Andere Sammlungen richten den Blick auf bestimmte Materialien und Lebenswelten. Die Heimatstube ist als Schausammlung eingerichtet und zeigt kulturelle Zeugnisse der deutschen Bevölkerung im Adlergebirge von etwa 1900 bis zur Vertreibung. Das Glasmuseum widmet sich historischen Gläsern aus Nordböhmen. Filmmaterial, Fotografien, Bilder und Objekte vermitteln dort Einblicke in Glas und seine Herstellung sowie in die verwendeten Techniken und Methoden.
Im Feuerwehrmuseum Bayern reichen die Exponate bis ins 19. Jahrhundert zurück. Das Stadtmuseum zeigt ein originales Zeitzeugeninterview mit Peter Maffay über seine musikalischen Anfänge in Waldkraiburg. Der Künstler gab das Interview exklusiv für das Museum. Wer unterschiedliche Interessen in einer Reisegruppe zusammenbringen möchte, kann daher nach Themen wählen: Industrie und Stadtgeschichte, Glasherstellung, Feuerwehrgeschichte oder ein persönlicher Blick auf Musikgeschichte.
Die Städtische Galerie Waldkraiburg widmet sich vielfältigen Aspekten von Kunst und Kultur. Sie zeigt Themen- und Einzelausstellungen mit bedeutenden künstlerischen Positionen, darunter auch überregionale und internationale, zu aktuellen Themen und Fragestellungen. Zusammen mit den historischen Sammlungen erweitert sie das kulturelle Angebot um Gegenwartsthemen. Die konkreten Ausstellungsthemen können sich dabei unterscheiden.
Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt wählen
Der Rundweg und die Museen setzen unterschiedliche Akzente: Der Weg der Geschichte führt an mehreren stadtgeschichtlich wichtigen Orten vorbei und erläutert sie mit Bildern und Texten; Bunker 29 konzentriert die Themen Stadt und Industrie auf sechs Räume. Die Heimatstube und das Glasmuseum bieten wiederum klar umrissene Sammlungsthemen, während die Galerie aktuelle Kunst- und Kulturfragen aufgreift. Sie können den Schwerpunkt auf den Rundweg, auf einzelne Sammlungen oder auf Kunst und aktuelle Fragestellungen legen, ohne die verschiedenen Angebote auf ein gemeinsames Thema zu reduzieren.
Weitere Akzente im übergeordneten Reiseziel Mühldorf Am Inn
Auch Mühldorf Am Inn bietet eigene historische und kulturelle Themen. Der 500 Meter lange Stadtplatz ist von farbenprächtigen Fassaden im Inn-Salzach-Baustil geprägt; auf ihm steht der Salzburger Hochbrunnen, der 1692 ein Geschenk des Salzburger Fürsterzbischofs Johannes Ernst von Thun war. Die beiden Traidkästen Haberkasten und Kornkasten wurden im 15. Jahrhundert als Getreidespeicher errichtet. Der Haberkasten wurde später zu einem Kulturzentrum umgebaut. Seit 1999 findet das Sommerfestival im Haberkasten-Innenhof alljährlich in den ersten beiden Juliwochen statt. Diese Einblicke in Mühldorf Am Inn ergänzen die auf Waldkraiburg bezogenen Stadt-, Industrie- und Sammlungsthemen um eine eigene Perspektive auf Stadtplatz, historische Bauten und Kulturprogramm.
Weitere Reiseziele entdecken: Erharting, Haag In Oberbayern, Neumarkt-Sankt Veit, Rattenkirchen, Polling, Gars Am Inn, Buchbach, Reichertsheim.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mühldorf Am Inn.