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Saulgrub zwischen Ammer, Moor und Geschichte

Unterkünfte in Saulgrub

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Saulgrub liegt in einer wald- und wiesenreichen Voralpenlandschaft zwischen dem 1.548 Meter hohen Hörnle im Osten und dem 1.396 Meter hohen Hochschergen im Westen. Die Ammer durchquert das von Saulgrub, Altenau und Wurmansau geprägte Tal in einem natürlichen, ursprünglichen Flusslauf. Natur, Wege und historische Orte geben dem Aufenthalt ganz unterschiedliche thematische Schwerpunkte.

Moorlandschaft und Schlucht

Auf Höhe von Saulgrub steht die Scheibum seit 1949 unter Naturschutz. In der näheren Umgebung ist sie ein 600 Meter langer und bis zu 80 Meter tiefer Felsdurchbruch und eine Schlucht sowie ein Naturdenkmal. Das Eckfilz bei Saulgrub ergänzt diesen Landschaftseindruck um ein Hochmoor, das ausschließlich von Niederschlagswasser gespeist wird. Schlucht und Moor zeigen zwei unterschiedliche Formen der Natur, die das Umfeld des Ortes prägen.

Auch Wege greifen diese Landschaft auf: Der Meditationsweg führt durch die Ammerschlucht „Scheibum“ in Richtung Bad Kohlgrub. Wer sich für die Flusslandschaft interessiert, kann dabei die Scheibum als konkreten Bezugspunkt einordnen; das Eckfilz steht dagegen für die besondere Entstehung eines Hochmoors. Beide Orte liegen in der Umgebung Saulgrubs, nicht im selben Landschaftstyp.

Der Sinnesweg und seine Touren

Auf dem Sinnesweg Saulgrub stehen Hören, Riechen und Tasten im Mittelpunkt. Besonders für sehbehinderte oder blinde Menschen ist der Weg erlebbar. Die beiden Touren setzen unterschiedliche Akzente: Die Erlebnistour „Torfhund“ richtet sich vor allem an Familien, während die vertiefende Tour „Moorleiche von Saulgrub“ Natur- und Kulturlandschaftsbegeisterte anspricht. So können Sie für Ihren Ausflug einen Schwerpunkt wählen, der zu den Interessen Ihrer Reisegruppe passt, ohne die beiden Angebote gleichzusetzen.

Der Sinnesweg beginnt am Naturfreundehaus Saulgrub. Von der Zughaltestelle Saulgrub aus ist das Haus über die Ammergauer Straße und die Achelestraße erreichbar. Diese Orientierung verbindet den Startpunkt des Weges mit einem konkreten Ankunftsort im Ort. Für die Planung ist außerdem hilfreich, dass die Touren nicht nur unterschiedliche Zielgruppen, sondern auch verschiedene inhaltliche Vertiefungen haben.

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Historische Spuren und Bauwerke

Teile der Via Claudia Augusta, die Augsburg mit Verona verband, sind noch heute in Saulgrub erkennbar. Einen anderen historischen Akzent setzt die Kirche St. Franziskus: Sie wurde 1858 im neugotischen Stil erbaut und am 27. August 1860 durch Erzbischof Gregor von Scherr eingeweiht. Zugleich beginnt an der Kirche der Benedikt-Pilgerweg im Naturpark Ammergauer Alpen. Architekturgeschichte und Wegbeginn treffen hier an einem benannten Ort zusammen.

Auch die Technikgeschichte ist präsent: Das Bahnwasserkraftwerk Kammerl wurde gemeinsam mit der Bahnstrecke Murnau–Oberammergau von 1897 bis 1899 im Jugendstil erbaut. Die Fatimakapelle ist dagegen eine kleine Votivkapelle auf einem Höhenrücken in Saulgrub, mit Blick über das nördliche Ammertal. Ihre Weihe erfolgte am 12. September 1954. Damit stehen ein Bauwerk aus der Eisenbahngeschichte, eine neugotische Kirche und eine jüngere Kapelle für verschiedene historische Themen.

Orientierung für den Aufenthalt

Bei Ihrer Suche nach Unterkünften in Saulgrub können Sie den Schwerpunkt wählen: Moor und Flusslandschaft, der Sinnesweg oder historische Bau- und Wegespuren bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Reise. Für Radfahrende gibt es an der Tourist-Information Saulgrub in der Kohlgruber Straße 2 eine Radservicestation mit Luftpumpe und verschiedenen Werkzeugen für Fahrradreparaturen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Bayersoien, Murnau Am Staffelsee, Krün, Uffing Am Staffelsee, Oberammergau, Mittenwald, Riegsee, Oberau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Garmisch-Partenkirchen.

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