Naila entdecken: Wanderwege, Kirchenkunst und Museen
Unterkünfte in Naila
In Naila treffen Lehrpfade zu Wasser und Geologie auf eine neugotische Stadtkirche und ein Museum mit einer ungewöhnlichen Ballongeschichte. Wer die Reise mit mehreren Interessen plant, findet unterschiedliche Schwerpunkte: leichte Rundwanderungen und Lehrpfade, Aussichtspunkte im näheren Umfeld sowie Einblicke in Handwerk und Ortsgeschichte.
Wasser, Geologie und leichte Wanderwege
Der 5,3 Kilometer lange Erlebnispfad Wasser ist ein leichter Lehr- und Rundwanderweg. Er beginnt an den Mineralquellen Höllensprudel und Hochfrankenquelle. Unterwegs geht es um die frühere und heutige Nutzung der Wasserkraft; außerdem erklärt der Pfad, wie die Selbitz das Höllental geschaffen hat. Auf dem Röhrensteig führt er zum Quellenhäuschen zurück. So verbindet die Runde eine konkrete Wegstrecke mit Themen aus der Landschaft und ihrer Nutzung.
Der leichte Geopfad Naila ist 6,6 Kilometer lang und widmet sich der Geologie sowie dem Geopark Schieferland. Ein Thema ist das frühere Rohstoffvorkommen in Naila und dessen Gewinnung. Als Abstecher bietet der Weg die etwa 800 Meter lange einfache Strecke zum Flaserkalk-Steinbruch Kalkofen. Auch die Pikritfelsen liegen am Weg; dort befindet sich ein Rastplatz. Damit setzt der Geopfad einen anderen Akzent als der Erlebnispfad Wasser: Im Mittelpunkt stehen Gestein und Rohstoffgeschichte statt Wasserkraft.
Für einen Vergleich der Touren helfen die ausgewiesenen Streckenlängen: 5,3 Kilometer beim Erlebnispfad Wasser, 6,6 beim Geopfad und 10,6 beim Garles-Weg OS 43. Alle drei sind als leicht eingestuft. Der Garles-Weg ist eine Rundwanderung von Naila zum Garlesfelsen und über Marlesreuth; die Wanderung beginnt am Bahnhof Naila. Im näheren Umfeld von Naila bietet der Garlesfelsen eine Sitzgruppe und eine fantastische Aussicht. Wenn Sie mit Kindern reisen, geben Streckenlänge, Einstufung und Thema konkrete Anhaltspunkte für die gemeinsame Tagesplanung.
Aussicht und Landschaft im Umfeld
Das FrankenwaldSteigla „Der Wilde Mann“ eröffnet im Bereich des alten Guts Schneckengrün einen Blick über Naila und den Altlandkreis bis zum Döbraberg. Die Route berührt außerdem den Nailaer Stadtteil Froschgrün. Ein anderer Landschaftseindruck erwartet Sie im näheren Umfeld: Das Höllental gilt als wildromantisch. Diese Ziele ergänzen die Lehrpfade um Aussicht und Landschaft, ohne dass jede Tour dasselbe Thema verfolgt.
Stadtkirche, Museum und Handwerk
Die heutige Stadtkirche Naila wurde nach dem letzten großen Stadtbrand zwischen 1869 und 1871 im neugotischen Baustil erbaut. Ihre Orgel entstand 1997 durch die Berliner Orgelbaufirma Karl Schuke und zählt zu den herausragendsten Instrumenten in ganz Oberfranken. Baugeschichte und Orgel setzen dabei unterschiedliche Akzente: Die Kirche verweist auf den Wiederaufbau nach dem Stadtbrand, während das Instrument ein eigenständiger Höhepunkt der Kirchenkunst ist.
Im Museum Naila im neuen „Forum Naila“ wird der bekannte Heißluftballon gezeigt, der mit der spektakulären Ballonflucht von 1979 verbunden ist. Zur Sammlung gehören außerdem Exponate zum Schusterhandwerk und eine faszinierende Puppenstube. Am Finkenflug in Dreigrün befindet sich ein Ballon-Landeplatz.
Auch Marlesreuth bietet kulturelle Einblicke im näheren Umfeld von Naila. Das Handwebermuseum vermittelt anschaulich das Leben und die Arbeit der Handweber und führt in die vergangene Zeit des „Handweber-Frankenwaldes“ zurück. Die Dorfkirche Marlesreuth besitzt eine geschnitzte Holzkassettendecke, einen Kanzelaltar und einen Taufengel. Das Weberhaus Marlesreuth zählt zu den Sehenswürdigkeiten, die im touristischen Angebot rund um Naila genannt werden.
Überlegen Sie zuerst, welche dieser Themen Ihre Reise prägen soll; so können Sie Unterkünfte für Naila gezielt nach Ihren Reiseplänen suchen.
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