Donau-Ries entdecken: Kraterlandschaft, Geschichte und Kultur
Unterkünfte in Donau-Ries
Der Geopark Ries mit dem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater ist eine touristische Attraktion im Landkreis Donau-Ries. Im weiteren regionalen Umfeld des Landkreises Donau-Ries entstand das Nördlinger Ries vor 14,5 Millionen Jahren durch einen Asteroideneinschlag. Im weiteren regionalen Umfeld des Landkreises Donau-Ries misst das Becken des Rieskraters etwa 25 Kilometer im Durchmesser; sein Kraterrand ist bis zu 150 Meter hoch. So verbindet sich ein weiträumiges Landschaftsthema mit konkreten Orten, an denen Geologie, Geschichte und Kultur anschaulich werden.
Vom Meteoriteneinschlag zur Landschaft
Am Geopark-Lehrpfad Kühstein erläutern acht Ereignistafeln die Prozesse des Einschlags. Vom Buchberg öffnet sich ein Panorama auf das Ries sowie seinen inneren und äußeren Kraterrand. Die Tafeln und der Ausblick setzen unterschiedliche Akzente: Hier geht es um die Entstehung, dort um die Form, die der Einschlag in der Landschaft hinterlassen hat.
Auch an weiteren Orten im Nördlinger Ries stehen Geologie, Geschichte und Geschichten im Mittelpunkt. Entlang des Sagenwegs informieren elf Ereignistafeln über diese Themen; der Weg beginnt am Johannisweiher in Wemding. Die Geopark-Infostelle Wemding gibt anhand mehrerer Schautafeln Orientierung zu Standorten, von denen aus sich die Kraterstruktur besonders gut erkennen lässt. Sie erläutert außerdem, wie der nahe gelegene Steinbruch Otting und das dort untersuchte Suevitgestein dazu beitrugen, das Ries als Meteoritenkrater zu erkennen.
Im weiteren regionalen Umfeld informieren Lehrpfade, Themen-Wanderwege, Aussichtspunkte, Führungen, Infozentren und Infostellen über Entstehung, Geologie und Geschichte des Rieses. Einen größeren Rahmen setzt der Ries-Panoramaweg: Der Rundweg ist 128 Kilometer lang und in sieben Tagesetappen von jeweils höchstens 21 Kilometern gegliedert.
Stadtmauer und Museen in Nördlingen
Die mittelalterliche Stadtmauer von Nördlingen ist vollständig erhalten und komplett begehbar. In der Stadt lässt sich das historische Thema in den Museen weiter vertiefen. Das Stadtmuseum zeigt auf vier Stockwerken eine über 150 Jahre alte Sammlung. Sie behandelt das Leben und den Glauben der Menschen in Nördlingen, die Veränderungen der Reformationszeit, den Dreißigjährigen Krieg und die Schlacht bei Nördlingen von 1634. Ein Modell veranschaulicht diese Schlacht mit rund 6.000 Zinnfiguren.
Das RiesKraterMuseum richtet den Blick auf den Asteroideneinschlag, der das Nördlinger Ries schuf, auf dessen kosmische Hintergründe und auf Auswirkungen bis heute. Zu sehen sind Meteoriten, Fossilien und ein Stück echtes Mondgestein; Informationstafeln und Multimediaangebote ergänzen die Ausstellung. Das Museum stellt das Riesereignis in einem aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503 dar. Zusammen mit dem Stadtmuseum ergibt sich so ein Wechsel zwischen lokaler Geschichte und der Entstehung einer ganzen Landschaft.
Wallfahrtsbasilika und Schlossgeschichte
Die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein in Wemding ist eine Rokokokirche, die zwischen 1748 und 1782 nach Plänen von Franz Joseph Roth entstand. Anlass war der anwachsende Pilgerstrom. Ihr Gnadenaltar ist als Brunnenaltar gestaltet und beherbergt die wundertätige Muttergottes von Johann Joseph Mayr aus dem Jahr 1755. Den Altartisch mit Brunnenschale schuf Ernst Steinacker 1953. Papst Johannes Paul II. erhob die Basilika 1998 zur Basilica minor; rund 150.000 Pilger besuchen sie jedes Jahr.
Bei einem Rundgang über Schloss Harburg wird fast 900 Jahre Geschichte anhand verschiedener Bauteile vermittelt: dazu zählen die barocke Schlosskirche, Schießscharten, Gefängniszellen, Tore und Türme. In Donauwörth führt ein anderer Zugang zur Geschichte der Fugger: Das Fuggerhaus war das ehemalige Wohnhaus des kaiserlichen Pflegers Anton Fugger und beherbergt heute im ersten Stock eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses. Führungen zum Thema Fugger können auf Anfrage über die städtische Tourist-Information vermittelt werden. Klären Sie eine gewünschte Vermittlung vor Ihrer Reise direkt mit der Tourist-Information.
Orte für die Unterkunftssuche
Für die Suche nach Unterkünften können Sie von den Themen ausgehen, die Sie besonders interessieren. Nördlingen bietet Anknüpfungspunkte für Stadtmauer, Stadtmuseum und RiesKraterMuseum; in Wemding stehen Basilika, Sagenweg und Geopark-Infostelle im Blick. Schloss Harburg setzt einen eigenen Schwerpunkt auf die Geschichte der Burg. Überlegen Sie, welche Besuche Ihre Reise prägen sollen, und vergleichen Sie die passenden Ortslagen für Ihre Unterkunft. So wird aus der Wahl eines Schlaforts zugleich eine Entscheidung darüber, welche Geschichten und Landschaftsthemen Sie in den Mittelpunkt stellen.
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