Marquartstein: Berge, Wege und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Marquartstein
Marquartstein verbindet die Kiesbänke der Tiroler Ache mit den Gipfeln der Chiemgauer Berge. Die Hochplatte ist der Hausberg des Ortes und ein Ausgangspunkt für Almwanderungen. Dazu kommen Rad- und Wanderwege, ein Erlebnispark und Kirchen mit eigener Orts- und Kulturgeschichte. Für die Reiseplanung ergibt sich so eine Auswahl aus aktiven Tagen in der Bergwelt, saisonalen Erlebnissen und kulturellen Entdeckungen.
Hochplatte, Wanderwege und Winterrodeln
Die familienfreundliche Doppelsesselbahn Hochplattenbahn bringt Besucher von Marquartstein auf 1.040 Meter Höhe. Von ihrer Bergstation führen im Sommer abwechslungsreiche, gut gekennzeichnete Wandertouren zur Piesenhauser Hochalm. Die Betriebszeiten können saisonal variieren. Wer den Aufenthalt auf sommerliche Almwanderungen ausrichten möchte, findet hier einen konkreten Ausgangspunkt für diese Touren.
Am selben Ausgangspunkt beginnt der Bergwalderlebnisweg Staffen, ein leichter, 4 Kilometer langer Rundweg. Ein anderes Profil bietet die Naturrodelbahn: Sie startet an der Bergstation der Hochplattenbahn auf 1.040 Metern und führt durch den verschneiten Bergwald zur Talstation hinab. Die Strecke ist rund 3,5 Kilometer lang. Schnee- und Betriebsbedingungen können variieren; die Rodelbahn steht damit für eine winterliche Aktivität, während der Rundweg als leichte Wanderoption ausgewiesen ist.
Erlebnispark und kulturelle Spuren
Im Märchen-Erlebnispark Marquartstein gibt es eine Sommerrodelbahn, einen Streichelzoo mit Ziegen und ein Wildgehege mit Rotwild und Damwild. Das ergänzt die Berg- und Wegeangebote um einen eigenen Schwerpunkt mit Fahrspaß und Tierbeobachtungen. Die Öffnungszeiträume können variieren; wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum.
Im Ortszentrum von Marquartstein wurde 1936 die katholische Pfarrkirche „Zum kostbaren Blut“ erbaut. In ihrem Innenraum befinden sich Malereien des Kunstmalers Werner Schön, der aus dem Ortsteil Piesenhausen stammt. Baujahr, Gestaltung und die Herkunft des Künstlers geben dem Kirchenbau einen konkreten Bezug zur Ortsgeschichte.
Auch Richard Strauss ist mit einem historischen Ereignis verbunden: Er heiratete am 10. September 1894 in der Burgkirche St. Veit die Sängerin Pauline de Ahna.
Die Schnappenkirche liegt auf dem Gemeindegebiet von Marquartstein. Sie wurde zwischen 1637 und 1640 im Auftrag der Pröpste des Klosters Herrenchiemsee nach Plänen des Traunsteiner Stadtbaumeisters Wolfgang König erbaut. Von der Kirche reicht der Blick über die Chiemgauer Bergwelt bis zum Chiemsee – ein Blickwinkel, der Landschaft und Baugeschichte miteinander verbindet.
Reiseart und Unterkunftssuche
Marquartstein verfügt über ein Netz an Rad- und Wanderwegen. Die verschiedenen Schwerpunkte helfen Ihnen, das Reiseziel nach den eigenen Plänen auszuwählen; konkrete Saisonbedingungen sind besonders für die Bahn, den Park und die Naturrodelbahn relevant.
Für die regionale Einordnung lohnt außerdem der Blick auf das übergeordnete Reiseziel Traunstein. Im Landkreis Traunstein liegen der Chiemsee und der Waginger See; außerdem gibt es dort über 170 Almen und Gipfel von bis zu 2.000 Höhenmetern in den Chiemgauer Alpen. So lässt sich Marquartstein als konkreter Ortsbezug von der weiter gefassten Perspektive des Landkreises unterscheiden.
Untergeordnetes Reiseziel: Staudach-Egerndach. Weitere Reiseziele entdecken: Ruhpolding, Übersee, Schleching, Seeon-Seebruck, Siegsdorf, Tacherting, Schnaitsee.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Traunstein.