Walderbach entdecken
Unterkünfte in Walderbach
Walderbach lässt sich über sehr unterschiedliche Interessen entdecken: Die Bauten des ehemaligen Zisterzienserklosters treffen auf romanische Kirchenkunst, ein gärtnerisches Thema und eine offizielle Radtour, die durch den Ort führt. So können Sie die Reise nach dem ausrichten, was Sie besonders interessiert: historische Architektur, religiöse Kunst, die Geschichte des Klosterlebens oder Gartenkultur. Für Ihre Planung ist das hilfreich, weil Walderbach nicht auf nur einen Besuchsanlass festgelegt ist. Sie können einen kulturellen Schwerpunkt setzen oder den Ort als Teil einer Radreise einordnen.
Klostergeschichte und Sammlungen
Die ehemaligen Klostergebäude beherbergen heute das Museum des Landkreises Cham mit Ausstellungen zur Geschichte und zu den Lebensverhältnissen des Klosters Walderbach. Die volkskundlichen Sammlungen des Museums befinden sich seit 1965 im barocken Konventgebäude des ehemaligen Zisterzienserklosters Walderbach am Regen. Damit kommen zwei Perspektiven zusammen: die Geschichte des Klosters und die volkskundliche Auseinandersetzung mit Alltag und Kultur. Im Erdgeschoss des Kreismuseums werden im barrierefreien „SchauRaum“ wechselnde Ausstellungen zu Alltagskultur, Geschichte und Kulturgeschichte gezeigt. Wenn eine bestimmte Ausstellung Ihre Reise prägen soll, empfiehlt sich ein Blick auf das aktuelle Angebot vor dem Besuch.
Kirchenkunst und historische Architektur
Die ehemalige Klosterkirche in Walderbach ist eine dreischiffige Halle aus dem 12. Jahrhundert mit bedeutenden romanischen Gewölbemalereien. Dreischiffig bedeutet, dass der Raum in drei Schiffe gegliedert ist – für Besucherinnen und Besucher, die Architektur näher betrachten möchten, macht der Begriff die Gliederung anschaulich. In St. Maria und St. Nikolaus befindet sich zudem eine seltene Darstellung des „Schulterwundenchristus“: Christus ist in einer Kerkernische an Ketten gefesselt, an seiner linken Schulter klafft eine Wunde. Der Kreuzweg in der Kirche wird auf das Jahr 1735 datiert. So bieten die Bauform, die Gewölbemalereien und das einzelne Andachtsmotiv unterschiedliche Zugänge zur religiösen Geschichte Walderbachs.
Auch der Festsaal des ehemaligen Klosters hat ein eigenes kunsthistorisches Detail: Sein Deckengemälde stammt von Otto Gebhard und entstand um 1765/70. Das ungefähr datierte Werk ergänzt die älteren romanischen Malereien um einen weiteren Blick auf die Kunstgeschichte des Ortes.
Gärten und gärtnerische Themen
Der frühere Klostergarten ist heute der Kreislehrgarten Walderbach. Im früheren Konventgarten stehen 56 Obstbaum-Hochstämme, überwiegend mit altbewährten Obstsorten. „Hochstamm“ bezeichnet eine bestimmte Baumform; zusammen mit der Anzahl und der Sortenauswahl gibt sie dem Garten ein klares gärtnerisches Profil, das sich von der Bau- und Kirchengeschichte unterscheidet. Zum Besuch in Walderbach gehört außerdem ein Rundgang durch den Prälatengarten mit Brunnen. Wenn Gartenkultur für Sie wichtiger ist als Kirchenkunst, können Sie diese unterschiedlichen Gartenthemen in den Mittelpunkt Ihrer Reiseplanung stellen.
Walderbach als Kulturziel oder Routenstation
Die offizielle Tour 24 folgt dem Regental-Radweg und führt über Walderbach. Sie ergänzt die Kultur- und Gartenthemen um einen Radreise-Anlass. Wer eine Radreise plant, kann Walderbach als Station der Tour berücksichtigen; wer sich stärker für Kloster- und Kirchenkunst interessiert, richtet den Aufenthalt eher an den örtlichen Kulturthemen aus. Bei der Suche nach einer Unterkunft in Walderbach können Sie zunächst klären, ob Sie den Ort vor allem wegen seiner Kultur- und Gartenthemen wählen oder als Station auf der Tour 24 einplanen.
Weitere Reiseziele entdecken: Bad Kötzting, Schönthal, Waldmünchen, Tiefenbach, Lohberg, Eschlkam, Runding, Rötz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cham.