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Sulzbach-Rosenberg: Druckgeschichte, Bergbau und Stadtwege

Unterkünfte in Sulzbach-Rosenberg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Sulzbach-Rosenberg treffen Stadtgeschichte, Literatur und Bergbau aufeinander. Das Sulzbacher Schloss war vom 8. bis zum 12. Jahrhundert ein bedeutendes Herrschaftszentrum auf dem Nordgau und gehört zu den frühesten mittelalterlichen Anlagen in Bayern. Im Stadtteil Sulzbach wurde um 1300 die erste Stadtmauer mit vier Toren errichtet. Etwa hundert Jahre später entstand eine Wehrmauer, die heute noch in vielen Bereichen erhalten ist. Die historischen Themen reichen vom mittelalterlichen Sulzbach bis zur Bergbau- und Literaturgeschichte.

Stadtmuseum, Pharmazie und Literatur

Das Stadtmuseum behandelt die Entwicklung des Fürstentums und der Stadt Sulzbach, das Sulzbacher Simultaneum sowie den Bergbau und das Hüttenwesen der Maxhütte. Zu den Exponaten gehört ein rekonstruierter Bergstollen. Dort lässt sich nachvollziehen, wie die damaligen Arbeitsverhältnisse im Bergbau und Hüttenwesen aussahen. Das Museum dokumentiert außerdem, dass Sulzbach einst zu den größten Druckzentren für Hebraica in Europa gehörte.

Im Museum Alte Hofapotheke steht die lokale Pharmaziegeschichte über ein halbes Jahrtausend im Mittelpunkt. Zu sehen sind erhaltene und beschädigte Gegenstände aus dem Alltag früherer Generationen, archäologische Befundfenster und historische Bausubstanz. Damit bietet das Haus einen anderen Zugang zur Geschichte der Stadt als der Blick auf Herrschaft oder Industrie.

Das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg bewahrt die Erstfassung von Günter Grass’ Roman „Die Blechtrommel“ als Typoskript auf. Seine Dauerausstellung gibt Einblick in die deutschsprachige Literatur nach 1945, besonders in den Literaturbetrieb der 1950er und 1960er Jahre. Briefe, Druckfahnen, Fotos, Videoaufzeichnungen und Erstausgaben verteilen sich auf acht Ausstellungsräume auf zwei Etagen.

Auch die ehemalige Synagoge gehört zur Erinnerungsgeschichte Sulzbach-Rosenbergs: Seit 2013 wird sie als städtische Erinnerungs- und Begegnungsstätte genutzt. So reichen die kulturellen Themen von historischen Sammlungen und Literatur bis zum Gedenken.

Stadtwege und Bergbaugeschichte draußen

Die Stadtrundwanderwege Nr. 1 bis 5 beginnen jeweils am Luitpoldplatz in der Stadtmitte. Sie sind mit schwarzen Ziffern auf gelbem Grund markiert. Auf dem Erlebnisweg Drachenpfad YSTORION erschließen sechs Stationen die politische, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Geschichte Sulzbach-Rosenbergs; an den Stationen lassen sich Mini-Hörspiele per QR-Code abrufen. Der Weg führt durch den sanierten Stadtgraben, der mit historischen Gebäuden als eine Art Freiluftmuseum dient.

Der Sulzbacher Bergbaupfad setzt andere Schwerpunkte. Seine nördliche Route führt unter anderem zur Erzgrube Karoline und zur Pulverkammer Großenfalz. Auf der südlichen Route liegen unter anderem der Schlossberg, der Aussichtspunkt Maxhütte und die Villa Max mit Bergbaustollen. Der Schaustollen Max an der Villa Max kann nur nach vorheriger Vereinbarung im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Wenn Sie diesen Teil des Bergbauerbes einplanen, berücksichtigen Sie die notwendige vorherige Vereinbarung.

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Vor dem Schulmuseum befindet sich ein Schul- und Lehrgarten mit mehr als 80 beschilderten heimischen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen. Zusammen mit den Stadt- und Bergbauwegen erweitert er das Spektrum der Themen um Pflanzen und lokale Natur. Welche Stationen Sie in den Mittelpunkt rücken, hängt damit auch davon ab, ob Sie sich eher für Literatur, Stadtgeschichte, Industriegeschichte oder Natur interessieren.

Natur und Orientierung für den Aufenthalt

Das Naturschutzgebiet „Wüstung Großenfalz“ liegt auf dem Gelände des ehemaligen Dorfes Großenfalz in Sulzbach-Rosenberg. Es ist ein artenreiches Biotop mit seltenen Tieren in einem unberührten Lebensraum. Dieser Naturraum bildet einen Kontrast zu den historischen Sammlungen und den Spuren des Bergbaus.

Der Bahnhof Sulzbach-Rosenberg dient als Ausgangspunkt für Wanderungen und ist insbesondere für Nutzer des Verkehrsverbunds Nürnberg (VGN) interessant. Prüfen Sie den Fahrplan für Ihre konkrete Reiseplanung gesondert.

In der Altstadt bietet die Tourist-Information Prospekte, Karten, Bücher und Souvenirs an. Da sich Serviceangebote ändern können, fragen Sie vorab nach den aktuellen Möglichkeiten.

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