Schwand: Kapelle, Ortsgeschichte und Wanderung
Unterkünfte in Schwand
Eine helle Wegkapelle am Fünf-Kapellenweg, ein Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert und eine Rundwanderung mit Aussicht prägen den Charakter von Schwand. Religiöse Ausstattung und eine gemeinsame Bauinitiative, markante Steinformen und Erinnerungszeichen erzählen von verschiedenen Seiten des Ortes. Dazu kommt die Schwander Höhe als Ziel einer Wanderung. Wenn Sie Unterkünfte für eine Reise mit Schwand als Schwerpunkt suchen, können Sie überlegen, ob Sie vor allem Ortsgeschichte und Wanderung entdecken möchten oder auch die eigenständigen Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Stadtsteinach einbeziehen wollen.
Wegkapelle und Baugeschichte
Inmitten von Schwand steht am Fünf-Kapellenweg eine Wegkapelle. Der helle Steinbau trägt ein schiefergedecktes Satteldach. Zur Ausstattung gehören sechs Heiligenfiguren; eine Figur der heiligen Maria von Lourdes steht erhöht auf dem Altar, dazu kommen Wandbilder. Die Baugeschichte markiert einen klaren Einschnitt: Die ursprüngliche Kapelle wurde 1998 abgerissen. Den heutigen Bau errichteten die drei Brüder Wunder gemeinsam mit weiteren engagierten Nachbarn. So treffen an diesem Ort die Ausstattung der Kapelle und die Geschichte ihres Wiederaufbaus aufeinander.
Stein, Wege und Erinnerungszeichen
Das Gebäude des Gasthauses Zur Sonne in Schwand 9 ist ein zweigeschossiger Walmdachbau aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die Sandsteinrahmung und die Eckquaderung gehören zu seiner markanten Gestaltung. Ein Walmdach hat auch an den Giebelseiten abgeschrägte Dachflächen; die Eckquaderung hebt die Gebäudeecken mit hervorgehobenen Steinen hervor. Die Fachbegriffe beschreiben damit unmittelbar sichtbare Architekturmerkmale des Hauses.
Auf dem Weg zum Dorfgasthaus in Schwand steht hinter einem Gartenzaun ein Wegkreuz: Es ist 115 cm groß und steht auf einem 1,50 m hohen Stein. Errichtet wurde es 1920 aus Dankbarkeit für die Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg. Beim Feuerwehrhaus erinnert ein Denkstein an 850 Jahre Schwand. Die beiden Zeichen setzen unterschiedliche Akzente: Das Wegkreuz hält eine konkrete Widmung fest, der Denkstein das Gedenken an die Geschichte des Ortes.
Auch die überlieferten Orts- und Weggeschichten reichen weiter zurück. Die Entstehung des Ortsteils Schwand wird mit dem „Schwenden“ verbunden, einer Methode der Brandrodung. Eine mittelalterliche Straße führte einst an Eisenberg vorbei über Vorderreuth weiter nach Schwand. Zusammen geben diese Angaben einen Blick auf frühere Formen der Landnutzung und eine historische Verbindung zwischen den genannten Orten; die Straße ist dabei als Weg der Vergangenheit beschrieben.
Rundwanderung und Erlebnisse in Schwand
Auf der Rundwanderung „Um den Forkelknock KU 55“ führt der Weg zur Schwander Höhe. Dort bietet eine überdachte Sitzgruppe eine beeindruckende Aussicht. Eine andere Art, sich mit der Geschichte zu beschäftigen, bietet die App „Erlebnisachse Steinachtal“: Am Ausgangspunkt in der Ortsmitte von Schwand macht sie Geschichte erlebbar. Am Ortsrand gibt es außerdem einen kleinen Spielplatz für Besucher.
Kultur in Stadtsteinach
Im übergeordneten Reiseziel Stadtsteinach steht die Stadtpfarrkirche St. Michael auf der höchsten Stelle des Stadthügels. Ihr 56 m hoher Westturm ist weithin sichtbar und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Nach der Brandkatastrophe von 1903 wurde die Kirche 1904–1905 vollständig neu errichtet. Die Marienkapelle liegt am südlichen Ende des Stadthügels von Stadtsteinach, unmittelbar außerhalb der Stadtmauer. Sie gilt als ältestes Gebäude Stadtsteinachs und vermutlich als eine der ältesten Kirchen in ganz Nordbayern.
Ebenfalls in Stadtsteinach befindet sich das Heimatmuseum. Auf 250 m² Ausstellungsfläche in 13 Räumen zeigt es unter anderem Handwerksgeräte, Exponate aus Land- und Forstwirtschaft, Zeugnisse der Stadt-, Kirchen- und Schulgeschichte sowie eine naturhistorische Sammlung. Das Museum ist vorübergehend wegen der Inventarisierung seiner Exponate geschlossen. Prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Einlassstatus.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stadtsteinach.