Heising entdecken
Unterkünfte in Heising
In Heising begegnen sich Käsegeschichte, Eisenbahn und religiöses Erbe. Zwei Wanderwege geben unterschiedliche Blickwinkel: Der Laubener Geschichtswanderweg führt zu historischen Stationen im Ort, während der Wanderweg L2 über schattige Waldwege nach Heising führt. Dahinter stehen prägnante Geschichten zu Bahnhöfen, Käse und der Kapelle St. Wendelin.
Wanderwege und Ortsgeschichte
Der Laubener Geschichtswanderweg umfasst 39 Stationen. Zu den Stationen in Heising zählen der Alte Bahnhof Heising, die Käsküche Heising, die Wendelin-Kapelle, die Käserei Champignon und der ehemalige Neue Bahnhof Heising. Der Wanderweg L2 setzt einen anderen Akzent: Er führt über schattige Waldwege in den Ortsteil Heising und verläuft von dort über Finken ostwärts weiter nach Haldenwang. Beim Laubener Weg stehen die historischen Stationen im Mittelpunkt; L2 verbindet Waldwegabschnitte mit der Weiterführung Richtung Haldenwang. So können Sie die beiden Wege nach Ihrem Interesse an Ortsgeschichte oder Waldwegen unterscheiden.
Käsegeschichte in Heising
In Heising gründeten Julius Hirschle und Leopold Immler 1908 die Käserei Champignon. Zur Geschichte des Betriebs gehört ein Camembert, der aus täglich 500 Litern Milch entstand und von besonderem Geschmack war. Wegen seines ausgeprägten Dufts nach frischen Pilzen wurde er „Champignon Camembert“ genannt. Die Gründung und die prägnante Namensgebung geben der Ortsgeschichte eine kulinarische Seite.
Kapelle St. Wendelin
Die Kapelle St. Wendelin ergänzt die Industriegeschichte um ein religiöses und gemeinschaftliches Kapitel. Die bäuerliche Bevölkerung errichtete sie in Eigenleistung eines Kirchenbauvereins und weihte sie dem heiligen Wendelin, dem Schutzpatron der Bauern. Sie gilt als das einzige Gotteshaus im süddeutschen Raum, das sich im Privatbesitz eines Vereins befindet. In der Kapelle finden regelmäßig katholische und evangelische Gottesdienste statt. Wenn Sie einen Gottesdienst einplanen möchten, prüfen Sie den jeweiligen Termin.
Bahnhöfe und historische Gebäude
Der Alte Bahnhof Heising wurde 1862/63 zusammen mit der Bahnlinie Memmingen–Kempten erbaut und 40 Jahre lang als Bahnhaltepunkt mit Personenbeförderung genutzt. Der Neue Bahnhof Heising wurde 1902 eingeweiht und blieb bis 1979 in Betrieb. Wegen seiner Nachbarschaft zur Käserei Champignon erhielt er bald den Beinamen „Käsebahnhof“. Dort wurden täglich bis zu eineinhalb Tonnen Käse als Eilgut verladen und in Kühlwagen weitertransportiert. So treffen an diesem Ort Eisenbahn- und Käsegeschichte aufeinander. Der Alte Bahnhof ist mit Personenbeförderung verbunden, der Neue mit dem Käseversand.
Auch weitere Gebäude erzählen von der Vergangenheit Heisings. Das Gasthaus „Zu den sieben Schwaben“ wurde unmittelbar nach dem Bau des neuen Bahnhofs im Jahr 1902 errichtet. Die Villa Hirschle / Immler wurde erstmals 1712 erwähnt, brannte 1904 ab und wurde anschließend wieder aufgebaut. In der Dorfstraße 14 diente das Gebäude von 1906 bis 1926 als Käsküche der Genossenschaftskäserei Heising.
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