Oberglottertal: Mühlenkultur und Wanderwege
Unterkünfte in Oberglottertal
Oberglottertal verbindet eine jahrhundertealte Mühle mit Wanderwegen, auf denen Bergbaugeschichte und Spuren des mittelalterlichen Urgrabens begegnen. Die Hilzingermühle und zwei Rundwanderungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: einmal Wasserbau und Bergbau, einmal die Mühle und abwechslungsreiche Wege an der Glotter.
Die Hilzingermühle und ihre Geschichte
Die Hilzingermühle wurde 1621 erbaut und gilt als eine der ältesten noch funktionsfähigen Mühlen im Breisgau-Hochschwarzwald. Ihre Außenansicht lässt sich jederzeit betrachten. Für Gruppen können Besuche im Inneren mit Mühlenbetrieb über die Gemeinde vereinbart werden; stimmen Sie einen solchen Besuch vorab ab.
Auch die Geschichte des Urgrabens führt in die mittelalterliche Bergbauzeit. An der Oberglottertaler Urgrabenroute sind Reste eines Wasserkanals und Spuren des Bergbaus zu sehen. Der Kanal leitete Wasser vom östlichen Kandelhang zu Bergwerken in Glottertal und Suggental. So treffen entlang der Route technische Überreste auf eine konkrete Geschichte darüber, wofür der Wasserlauf genutzt wurde.
Zwei Rundwanderungen, unterschiedliche Akzente
Die 10,5 Kilometer lange Rundwanderung folgt den Spuren des mittelalterlichen Bergbaus und des Urgrabens. Für die Strecke sind etwa 3,5 Stunden vorgesehen; der Auf- und Abstieg umfassen jeweils 350 Höhenmeter. Sie passt als Tourenwahl besonders dann, wenn Sie die Bergbau- und Wasserbaugeschichte in den Mittelpunkt stellen möchten.
Eine weitere Rundwanderung führt auf 9,1 Kilometern zur Hilzingermühle. Schmale Wege neben der Glotter wechseln sich mit schattigem Wald und sonnigeren Abschnitten ab; im Auf- und Abstieg sind es jeweils 362 Höhenmeter. Im Vergleich zur Urgrabenrunde ist diese Strecke etwas kürzer, die angegebenen Höhenmeter liegen nahe beieinander. Ihre Wegbilder und ihr Ziel unterscheiden sie jedoch deutlich: Hier prägen die Glotter, Waldabschnitte und die Mühle den Ausflug. Auf den Routen können Wegzustand und Oberflächen je nach Jahreszeit variieren.
Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel Glottertal
Im übergeordneten Reiseziel Glottertal gibt es 100 Kilometer markierte Wanderwege. Der Glottertäler Entdeckerpfad führt rund um den Ort und ist durch ein eigenes Wegzeichen markiert. Bebilderte Tafeln mit besonderen Texten, auch für Kinder, vermitteln unterwegs Wissenswertes über die Umgebung. Der Kernweg ist 6,5 Kilometer lang, eignet sich auch für Familien mit kleineren Kindern und ist mit dem Kinderwagen befahrbar.
Die Varianten des Entdeckerpfads setzen eigene Themen: Die Weinberg-Variante führt in die Reben des Eichbergs und durch das Herz des Glottertäler Weinbaugebiets, die Lage „Roter Bur“. Unterwegs gibt es Ausblicke über das Tal und Informationen zum Glottertäler Wein. Die Glotterbad-Variante führt zu den Ursprüngen des historischen Sanatoriums Glotterbad; drei Thementafeln erzählen dessen Geschichte vom 15. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Eine eigene, knapp acht Kilometer lange Urgraben-Variante ist eine kleine Rundwanderung über den Bergbau im Glottertal und das Technikdenkmal Urgraben.
Auch die Landschaft ordnet das übergeordnete Reiseziel ein: Glottertal liegt am Westrand des Schwarzwalds, 14 Kilometer von der Universitätsstadt Freiburg entfernt, im Weinbaugebiet Baden, Bereich Breisgau. Die Weinberge an den Südhängen der Kandelberg-Ausläufer zählen zu den steilsten und höchstgelegenen Deutschlands; Weinbau reicht dort bis auf 500 Meter über dem Meeresspiegel.
Weitere Reiseziele entdecken: Merdingen, Bollschweil, Ebringen, Bötzingen, Ballrechten-Dottingen, Münstertal/Schwarzwald, Auggen, Sölden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Breisgau-Hochschwarzwald.