Hurlach entdecken: Gedenkort und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Hurlach
Hurlach erschließt sich über unterschiedliche historische Spuren: Ein Gedenkort erinnert an die Opfer des KZ-Außenlagerkomplexes Landsberg/Kaufering, während Kapelle, Schloss und Funde weitere Zugänge zur Ortsgeschichte eröffnen. Erinnerung, Baugeschichte und lokale Sammlungen stehen als eigenständige Themen nebeneinander. Überlegen Sie bei Ihrer Reiseplanung zuerst, welcher dieser Schwerpunkte Sie besonders interessiert.
Der KZ-Friedhof Hurlach
Der KZ-Friedhof Hurlach liegt auf dem Gemeindegebiet von Hurlach, zwischen Kaufering und Hurlach, westlich der Bundesstraße 17 zwischen Landsberg und Augsburg. Der Weg dorthin ist teilweise ausgeschildert. Prüfen Sie die Wegweisung vor Ort, da sie sich ändern kann.
Der Friedhof entstand über einem Massengrab mit Opfern des Lagers IV im KZ-Außenlagerkomplex Landsberg/Kaufering. Mindestens 360 unbekannte Opfer des Lagers IV sind dort begraben. „Mindestens“ bezeichnet eine Untergrenze und keine exakte Gesamtzahl. Die Geschichte des Friedhofs ist damit unmittelbar mit den Opfern des Lagers verbunden.
Eine massive, niedrige Mauer umgibt den Friedhof; am Eisentor sind zwei Davidsterne angebracht. Mauer und Tor prägen die sichtbare Gestaltung des Gedenkortes. So lässt sich der Ort sowohl über seine Geschichte als auch über seine konkreten baulichen Merkmale erschließen.
Kapelle, Schloss und Funde
Südlich des Dorfes Hurlach liegt die Margarethenkapelle. Schloss Hurlach wurde um 1610 von Max Fugger errichtet und 1899 erneuert. Die beiden Jahresangaben verweisen auf unterschiedliche Abschnitte seiner Baugeschichte: auf die Errichtung im frühen 17. Jahrhundert und die Erneuerung im späten 19. Jahrhundert.
Auch restaurierte Gräberfunde geben Einblick in die Ortsgeschichte: Sie sind im Ortsmuseum in der Gemeindebücherei zu besichtigen. Wenn Sie die Ausstellung besuchen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsbedingungen.
Landsberg Am Lech: Stadtgeschichte und Landschaft
In Landsberg Am Lech stehen weitere Kulturthemen im Mittelpunkt. Das Bayertor in Landsberg am Lech steht seit 1425 und zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken Bayerns. Der Mutterturm ist ein außergewöhnliches Denkmal des Historismus, das Herkomer zu Ehren seiner Mutter errichten ließ. Das Stadtmuseum Landsberg am Lech ist ein offener, lebendiger Ort, der Stadtgeschichte vermittelt und mit Fragen der Gegenwart verbindet. Es liegt auf dem Leitenberg und ermöglicht einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt. Stadtführungen führen durch die Altstadt und erzählen ihre Geschichte, unter anderem anhand von Herzögen und Kurfürsten, Salzhandel, Flößern, Färbern und Gerbern, Jesuiten und Ursulinen sowie Legenden vom Mittelalter bis zur Neuzeit.
Zur Landschaft in Landsberg Am Lech gehören der Lechpark Pössinger Au und der Ammersee. Der Lechpark ist das zentrale Naherholungsgebiet der Stadt Landsberg und umfasst Wald, Wiesen und Auen mit selten gewordenen Tieren und Pflanzen. Der LechErlebnisWeg beginnt am Hauptplatz von Landsberg und folgt weitgehend dem Flusslauf. Der Ammersee gehört vollständig zum Landkreis Landsberg am Lech. Nach dem Chiemsee und dem Starnberger See ist er Bayerns drittgrößter See und ein beliebtes Naherholungsziel mit Schifffahrten, Wassersport und schönen Seepromenaden.
Für die Suche nach einer Unterkunft hilft es, die Interessen für Ihre Reise zu gewichten: Soll der Gedenkort und die Ortsgeschichte in Hurlach im Mittelpunkt stehen, oder möchten Sie auch Stadtgeschichte, Flusslandschaft und Seeaktivitäten in Landsberg Am Lech berücksichtigen? Beginnen Sie mit den Themen, die Ihnen wichtig sind, und richten Sie Ihre Suche daran aus.
Weitere Reiseziele entdecken: Reichling, Apfeldorf, Prittriching, Fuchstal, Utting Am Ammersee, Thaining, Schondorf Am Ammersee, Landsberg Am Lech.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landsberg Am Lech.