Obernbreit entdecken: Kirchenkunst und Weintradition
Unterkünfte in Obernbreit
Obernbreit vereint mehrere konkrete Themen: sakrale Kunst, jüdische Ortsgeschichte und Weinbau, dazu den Breitbach, der durch den Ort fließt. Die Spuren reichen von der erstmals 1301 erwähnten Hl. Kreuzkapelle über Werke aus verschiedenen Jahrhunderten bis zur langen Weinbautradition. Für Ihre Reiseplanung können Sie nach den Interessen Ihrer Reisegruppe gewichten, ob Bau- und Kulturgeschichte, Wein oder beides im Mittelpunkt stehen soll.
Kirchenkunst und Ortsgeschichte
Die evangelische St. Burkardkirche birgt eine Bonifatiusskulptur aus der Zeit um 1500, einen Taufstein von 1635, einen Hochaltar von 1662 und eine Moseskanzel von 1696. Die genannten Werke reichen damit zeitlich von etwa 1500 bis ins späte 17. Jahrhundert. Wer die Jahreszahlen miteinander vergleicht, bekommt einen Eindruck von der langen Entwicklung der kirchlichen Ausstattung. Die katholische Marienkirche setzt einen anderen architektonischen Akzent: Der moderne Bau stammt vom Würzburger Diözesanbaumeister Hans Schädel und besitzt einen Kreuzweg von Karl Clobes. In Obernbreit treffen so historische Kirchenkunst und ein moderner Kirchenbau als unterschiedliche kulturelle Themen aufeinander.
Die Hl. Kreuzkapelle liegt im Steinbachtal auf dem Friedhof, 300 Meter südlich des Dorfes. Sie wurde erstmals 1301 urkundlich erwähnt und besitzt Epitaphien aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auch die ehemaligen Amtshäuser erzählen von der Ortsgeschichte: Sie zeugen von der Macht und dem Reichtum der früheren Dorfherren. Zusammen mit der Kapelle eröffnen sie einen Blick auf sakrale Erinnerungsorte und frühere Herrschaftsverhältnisse.
Jüdische Geschichte und Kulturprogramm
Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete die jüdische Gemeinde Obernbreits eine Synagoge mit Mikwe; genutzt wurde sie bis 1911. In der ehemaligen Synagoge finden regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Vorträge statt. Die Themen reichen von jüdischer Kultur und Geschichte bis zu kultureller Vielfalt und Toleranz. Für ein konkretes Reisedatum prüfen Sie bitte die aktuellen Ankündigungen.
Weinbau, Fest und Fluss
Der Weinbau in Obernbreit ist seit dem 13. oder 14. Jahrhundert urkundlich belegt. Die zusammenhängende Weinlage „Obernbreiter Kanzel“ umfasst 24,4 Hektar und wurde 1982, 1983 und 1990 in drei Abschnitten angelegt. Hier stehen zwei unterschiedliche Zeitebenen nebeneinander: die lange Weinbautradition des Ortes und die jüngere Entwicklung dieser benannten Lage. Das Weinfest „Romantik & Wein am historischen Rathaus“ findet jährlich am ersten Wochenende im Juli statt. Die konkreten Termine können Sie für das jeweilige Reisejahr prüfen.
Der Breitbach durchfließt Obernbreit und mündet im benachbarten Marktbreit in den Main. Damit gehört neben den Bau- und Kulturthemen auch ein klarer geografischer Bezug zum Ortsbild.
Kitzingen als eigener historischer Akzent
Im übergeordneten Reiseziel Kitzingen finden sich weitere Beispiele für Baugeschichte. Der Falterturm wurde dort von 1469 bis 1496 als Wachturm der äußeren Stadtmauer errichtet. Die Alte Mainbrücke in Kitzingen hat mittelalterliche Ursprünge und wurde erstmals 1300 urkundlich erwähnt. So lässt sich der Obernbreiter Schwerpunkt auf Kirchenkunst, jüdischer Ortsgeschichte und Wein von den ausdrücklich Kitzingen zugeordneten Beispielen der Stadtgeschichte unterscheiden.
Wenn Sie Unterkünfte in Obernbreit suchen, können diese Themen ein Ausgangspunkt für Ihre Reiseplanung sein: etwa, ob Sie sich besonders für Kirchenkunst, jüdische Kulturgeschichte oder Weintradition interessieren. Bei unterschiedlichen Interessen in der Reisegruppe lassen sich die lokalen Schwerpunkte ebenso gemeinsam abwägen.
Weitere Reiseziele entdecken: Kitzingen, Dettelbach, Wiesentheid, Nordheim Am Main, Segnitz, Buchbrunn, Castell, Volkach
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kitzingen.