Roßtal: Archäologie und Ortsgeschichte entdecken
Unterkünfte in Roßtal
Roßtal bietet neugierigen Reisenden mehrere konkrete Zugänge zur Ortsgeschichte: einen nach frühmittelalterlichem Vorbild angelegten Klostergarten, den Archäologischen Rundweg und besondere Details an St. Laurentius. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, kann es helfen, zunächst Ihre Schwerpunkte für den Aufenthalt zu wählen: Möchten Sie archäologische Spuren erkunden, sich mit Kirchenkunst beschäftigen oder Zeit an einem Teich verbringen? Die verschiedenen Themen geben Ihrem Aufenthalt unterschiedliche Akzente, ohne dass Sie ihn auf ein einzelnes Ausflugsziel ausrichten müssen.
Archäologische Spuren und Gartenkultur
Auf dem Außengelände des Museumshofs in Roßtal liegt ein Klostergarten, der nach frühmittelalterlichem Vorbild angelegt ist. Die Gartenanlage bietet einen anschaulichen Zugang zu einem historischen Thema: Sie können sich mit der Gestaltung eines Klostergartens nach diesem Vorbild beschäftigen. Für Familien, die historische Themen gemeinsam aufgreifen möchten, wird die Anlage damit zu einem konkreten Gesprächsanlass.
Der Archäologische Rundweg Roßtal führt über mehrere Stationen am Oberen Markt im Kernort und wurde 2023 wiedereröffnet. Zu seinen Stationen gehört das ehemalige Richteramt der Markgrafen in Roßtal. Im übergeordneten Reiseziel Fürth führt der Rundweg außerdem an den Ausgrabungsstätten der ehemaligen Burg vorbei. Großformatige Schautafeln erläutern die Geschichte von „urbs horsadal“ – der Bezeichnung Roßtals bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 954. So stehen auf dem Rundweg archäologische Fundorte neben weiteren Themen der Ortsgeschichte.
Die Informationstafeln des Rundwegs haben jeweils zwei Bereiche. Im unteren Bereich finden sich kindgerechte Texte und Darstellungen. Das ist ein konkreter Anknüpfungspunkt, wenn Sie mit Kindern unterwegs sind und historische Themen in einer für sie gestalteten Form aufgreifen möchten.
Details an St. Laurentius
Auch die Pfarrkirche St. Laurentius in Roßtal bietet genau beschriebene historische Details. Der untere Abschnitt der Empore, der dem Chor am nächsten liegt, trägt Hohenzollern- und Brandenburger Wappen, das von Burggräfin Elisabeth eingebrachte Wittelsbacher Wappen sowie das Wappen des Burggrafen von Nürnberg.
Ein weiteres Detail befindet sich am 52 Meter hohen Turm: Auf der Südseite, oberhalb der Spitze des gotischen Fensters, verläuft ein mit Köpfen verzierter Fries. Einer der Frauenköpfe wird als Darstellung der Nürnberger Burggräfin Elisabeth angesehen. Empore und Turm zeigen damit zwei unterschiedliche Arten, Kirchenkunst zu betrachten: heraldische Zeichen im Innenraum und ein figürliches Motiv an der Außenarchitektur.
Teichplatz, Frühsommer und Führungen
An der Spitzweed laden Bänke zum Verweilen und Beobachten der Fische im Teich ein. Im Frühsommer ist dort außerdem ein „Forschkonzert“ zu hören. Das setzt einen anderen Akzent als der Rundweg oder die Kirchenkunst: Hier stehen der Teich und ein saisonales Hörerlebnis im Mittelpunkt. Führungen im Markt Roßtal vermitteln Geschichten über Gebäude und Plätze des alten Marktes. Wenn Sie eine solche Führung in Ihre Planung aufnehmen möchten, erkundigen Sie sich beim örtlichen Veranstalter nach der Verfügbarkeit.
Roßtal im übergeordneten Reiseziel Fürth
Für eine größere Perspektive auf das übergeordnete Reiseziel Fürth ist der KulturWanderweg Hohenzollern eine weitere Möglichkeit: Die Tageswanderung führt im Landkreis Fürth von Roßtal nach Langenzenn über Feld- und Waldwege; kulturelle und historische Stationen liegen in Roßtal, Cadolzburg und Langenzenn. Prüfen Sie vor der Wanderung aktuelle Routenhinweise.
Auch andere Orte im übergeordneten Reiseziel Fürth setzen eigene historische Akzente. Die Burg Cadolzburg besitzt erhaltene Bauteile aus der Zeit um 1250 und beherbergt das interaktive Burgerlebnismuseum „HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“; aktuelle Informationen zum Zugang erhalten Sie beim Betreiber. In Langenzenn stammt die ehemalige Klosteranlage der Augustiner-Chorherren aus dem Jahr 1409 und besitzt einen besonders gut erhaltenen Kreuzgang. In Ammerndorf bietet der Kunst- und Naturweg vier Themenrouten durch Kunst- und Naturräume; der Lehrpfad beginnt am Dreschmaschinenhaus. Für Besuche dort sind aktuelle lokale Hinweise sinnvoll.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Wilhermsdorf, Zirndorf, Fürth, Cadolzburg, Veitsbronn, Großhabersdorf, Stein, Langenzenn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Fürth.