Laugna entdecken: Burg, Kirchen und Radroute
Unterkünfte in Laugna
Laugna verbindet barocke Kirchengeschichte mit einer Radtour, die durch den Ort führt. Im Gemeindeteil Bocksberg kommt die Geschichte einer Höhenburg hinzu: Von der Anlage sind bis heute Gräben, Erdwerke und ein Rest des Bergfrieds erhalten. So stehen mehrere unterschiedliche Spuren nebeneinander – von der früheren Johanniskirche bis zu einer mittelalterlichen Burganlage.
Burgruine Bocksberg und ihre Geschichte
Die Höhenburg Bocksberg entstand wahrscheinlich im frühen 13. Jahrhundert als Sitz der Herren von Bocksberg, die dort von 1231 bis 1322 lebten. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer; 1613 kauften sie die Augsburger Fugger. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg so stark beschädigt, dass sie nicht wiederaufgebaut wurde. Die heute erhaltenen Gräben, Erdwerke und der Rest des Bergfrieds geben eine Vorstellung von der hoch- bis nachmittelalterlichen Anlage.
Für den Besuch gilt eine konkrete Zugangsbedingung: Die Ruine ist nur zu Fuß erreichbar, entweder über den Burgweg oder über einen Feldweg bei Bergstraße 15. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Hinweise, da sich Zugangsdetails ändern können. Auf dem weitläufigen Burggelände finden jährlich der Bocksberger Burgmarkt und ein Rockfest statt. Die wiederkehrenden Veranstaltungen ergänzen die historische Bedeutung des Ortes um einen heutigen Anlass, sich mit Bocksberg zu beschäftigen.
Kirchen in Laugna und den Gemeindeteilen
Die barocke Kirche St. Elisabeth in Laugna wurde 1720 noch im unfertigen Zustand eingeweiht. Ihre Geschichte reicht unter einem früheren Namen weiter zurück: Die heutige Kirche war einst die Johanniskirche, deren Patrozinium noch 1433 gefeiert wurde. Damit treffen an einem Ort eine ältere kirchliche Widmung und ein späteres Kapitel der Baugeschichte aufeinander.
Auch im Gemeindeteil Osterbuch liegen unterschiedliche historische Zeitmarken dicht beieinander. Die Pfarrei St. Michael wurde um 1289 gegründet; der Neubau der Kirche begann 1768 und wurde 1769 von Weihbischof Franz Xaver Adelmann von Adelmannsfelden geweiht. Im Gemeindeteil Bocksberg wurde die Kirche St. Leonhard 2003 renoviert. Auf ihrem Altartisch stehen zwei Reliquiare aus der Rokokozeit, etwa aus dem Jahr 1780. Die kirchlichen Geschichten in Laugna, Osterbuch und Bocksberg verlaufen unterschiedlich.
Mit dem Rad durch Laugna
Die Radtour „Hügelland aktiv“ führt durch Laugna. Am Ortseingang verläuft die Strecke auf dem Radweg weiter in Richtung Aspach. Im weiteren Verlauf beschreibt sie eine mittelschwere Rundtour durch das meist hügelige Umland im Südosten des Landkreises Dillingen. Sie startet an der Wallfahrtskirche in Wertingen-Gottmannshofen und führt gegen den Uhrzeigersinn über Geratshofen, Rischgau, Bocksberg, Laugna, Rieblingen, Possenried, Hirschbach, Wortelstetten, Hinterried, Frauenstetten und Reatshofen zurück nach Gottmannshofen.
Die Passage durch Laugna ist damit ein Teil einer größeren Runde, nicht die Beschreibung einer eigenen Rundtour im Ort. Wenn Sie die Route einplanen, prüfen Sie vor dem Start die aktuelle Beschilderung und die örtlichen Bedingungen. Die Unterscheidung zwischen der örtlichen Passage und dem weiteren Streckenverlauf hilft dabei, den passenden Rahmen für Ihre Radtour zu wählen.
Weiterer Rahmen: Dillingen An Der Donau
Im übergeordneten Reiseziel Dillingen An Der Donau bietet der DonAUwald-Wanderweg eine eigene Perspektive: Er führt auf knapp 60 Kilometern durch Auwälder entlang der Donau; 40 Kilometer davon liegen im Landkreis Dillingen. Der Weg ist Bayerisch-Schwabens erster Premiumwanderweg. Seine fünf klassischen Etappen können mit der Bahn erreicht werden. Der DonAUwald-Wanderweg gehört zum übergeordneten Reiseziel Dillingen An Der Donau.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wertingen.