Föritztal: Geschichte, Sternwarte und GeoPfad
Unterkünfte in Föritz
Föritztal gilt als Übergangsraum, in dem Südthüringen und Oberfranken nahtlos ineinander übergehen. Vor Ort reichen die Themen von mittelalterlicher Baugeschichte und kirchlicher Vergangenheit bis zu Teleskopbeobachtungen, einem GeoPfad und einem Freibad. Damit bietet die Reise mehr als einen einzigen Ausflugstyp: Sie können sich an historischen Zeitspuren orientieren, einen Beobachtungstermin in Rotheul nach vorheriger Absprache planen oder bei einer Radtour die Ausnahmen auf dem GeoPfad berücksichtigen. Für eine gemeinsame Reise mit verschiedenen Interessen lassen sich diese Themen als eigene Schwerpunkte denken, statt ein einheitliches Programm vorauszusetzen.
Geschichte mit unterschiedlichen Zeitspuren
Die Burg Neuhaus entstand im 13. Jahrhundert als eher bescheidene Anlage. In Judenbach stand die Kapelle St. Niklas schon vor dem Ende des 14. Jahrhunderts; 1455 wurde sie zu einer Kirche erweitert. Die Burganlage und die Judenbacher Kapelle eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte: hier eine frühe Entstehung im Mittelalter, dort eine kirchliche Erweiterung im Jahr 1455. Wer sich für Bau- und Ortsgeschichte interessiert, kann anhand dieser Beispiele Entwicklungen an konkreten Orten nachvollziehen.
Schloss Neuhaus wurde 1902 bis 1904 von seinem damaligen Besitzer Hermann von Walther im Stil der Neorenaissance umgestaltet. Der Begriff bezeichnet die Wiederaufnahme von Renaissanceformen und ordnet die Umgestaltung gestalterisch ein. So rückt neben der mittelalterlichen Entstehung der Burg auch eine spätere Umbauphase in den Blick.
Sternwarte und GeoPfad: zwei verschiedene Planungen
In der Sternwarte Rotheul können Besucher mit Teleskopen unter anderem die Ringe des Saturns, die Wolkenbänder und Monde des Jupiter, Sternhaufen, Nebel sowie weit entfernte Galaxien beobachten. Die Bandbreite reicht damit von Planeten unseres Sonnensystems bis zu fernen Galaxien. Beobachtungstermine und Anleitung erfordern vorherige Absprache; planen Sie den Besuch daher nicht als spontanen Zwischenstopp.
Der GeoPfad Steinkohle führt durch den Bereich Neuhaus-Schierschnitz und ist mit Ausnahme weniger Abschnitte auch für Radfahrer geeignet. Wenn Sie mit dem Rad unterwegs sein möchten, berücksichtigen Sie diese Einschränkung bei der Planung. Bei der Sternwarte zählt die Terminplanung, beim GeoPfad die Routenwahl mit Blick auf die wenigen ausgenommenen Abschnitte.
Freibad und Bibliothek als weitere Akzente
Das Freibad Neuhaus-Schierschnitz liegt direkt an der B89 und ist von Bäumen umsäumt. Wenn Sie einen Badetag einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Öffnungszeiten.
In der Bibliothek Judenbach stehen mehr als 700 Bücher, DVDs und Computerspiele kostenlos zur Verfügung. Wer gezielt ein bestimmtes Medium nutzen möchte, prüft vor dem Besuch am besten die aktuellen Angaben der Bibliothek, denn Sammlung und Service können sich ändern.
Im übergeordneten Reiseziel Sonneberg
Im übergeordneten Reiseziel Sonneberg liegt der Landkreis Sonneberg im Naturpark Thüringer Wald und im Nationalen Geopark Schieferland; außerdem liegt er entlang der Deutschen Spielzeugstraße. In Lauscha zeigt das Museum für Glaskunst Lauscha die Geschichte des gläsernen Christbaumschmucks mit Kugeln und verschiedenen Formen von 1860 bis heute. Die Herstellung von mundgeblasenem gläsernem Lauschaer Christbaumschmuck wurde in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Diese Glaskunst eröffnet einen eigenen kulturellen Blick auf das übergeordnete Reiseziel Sonneberg. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie zunächst den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festlegen: lokale Geschichte und Astronomie in Föritztal oder zusätzliche Themen des übergeordneten Reiseziels Sonneberg.
Weitere Reiseziele entdecken: Spechtsbrunn, Frankenblick, Goldisthal, Scheibe-Alsbach, Lauscha, Neuhaus Am Rennweg, Effelder-Rauenstein, Steinheid
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sonneberg.